Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kooperationsvertrag zwischen Institut für Flugzeugbau und Daimler AG

22.03.2013
Universität Stuttgart und Daimler AG konzipieren gemeinsam Fahrzeug und Fertigung der Zukunft

- Kooperationsvertrag zwischen Institut für Flugzeugbau und Daimler AG

- Gemeinsame Forschung neuer Konstruktions-, Simulations- und Verfahrenstechniken im FVK/CFK-Leichtbau

- Die Kooperation untermauert die Forschungsaktivitäten der beiden Partner im Forschungscampus ARENA2036

Im Forschungscampus ARENA2036 arbeiten an der Universität Stuttgart zukünftig Forscher aus Wirtschaft und Wissenschaft zu den Themen „Flexible Produktion und funktionsintegrierter Leichtbau“ zusammen. Ziel des Konsortiums ist es, die produktorientierte Leichtbauentwicklung von Anfang an mit der Produktionsforschung zu verzahnen. Neben sechs Instituten der Universität Stuttgart und Daimler sind an dem langfristig ausgerichteten, vom BMBF geförderten Campus zahlreiche weitere Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft Baden-Württembergs beteiligt.

Zur Unterstützung der geplanten Aktivitäten des Forschungscampus haben Daimler und die Universität Stuttgart heute eine zusätzliche, langfristig angelegte Kooperation unterzeichnet. Doktoranden und Mitarbeiter des Instituts für Flugzeugbau erforschen dabei gemeinsam mit Leichtbau-Experten von Daimler grundlegende Fragen im Bereich der Fertigung, Simulation und Konstruktion von FVK/CFK Leichtbaukomponenten.

Prof. Dr. Herbert Kohler, Leiter Konzernforschung und Nachhaltigkeit sowie Umweltbevollmächtiger der Daimler AG: „Intelligenter Materialmix und Leichtbau gehören seit Jahrzehnten zum Mercedes-Benz Fahrzeugbau. Neben hochfesten Stählen verwenden wir auch andere Materialien, um das Gewicht unserer Fahrzeuge zu reduzieren und damit die Effizienz weiter zu steigern. Wir sind vom intelligenten Einsatz von FVK/CFK Bauteilen überzeugt; immer nach dem Grundsatz „das richtige Material am richtigen Ort“. Die Herausforderung ist es, FVK und auch CFK im Serienfahrzeug so wirtschaftlich einzusetzen, dass die Gesamtkosten für den Kunden attraktiv bleiben. In unserer Kooperation gehen wir das gemeinsam an.“

Prof. Dr. Peter Middendorf, Leiter des Instituts für Flugzeugbau der Universität Stuttgart: „Am Institut für Flugzeugbau werden seit vielen Jahren Faserverbund-Leichtbaustrukturen für die Luftfahrt entwickelt. Unsere Forschungsschwerpunkte Preformtechnologie / Liquid Composite Moulding sowie die virtuelle Abbildung der gesamten Prozesskette bieten dabei ein hohes Transferpotenzial in die Automobilindustrie. Gemeinsam mit Daimler wollen wir zukünftig vor allem schnellere und kostengünstigere Verfahren untersuchen, um mit neuen Technologien den Herausforderungen einer Großserienproduktion zu begegnen.“

Das richtige Material am richtigen Ort

Leichtbau ist ein integraler Bestandteil der Strategie von Daimler auf dem Weg zur nachhaltigen Mobilität. So ist ein Entwicklungsziel des Unternehmens, das Karosseriegewicht bei allen Mercedes-Benz Fahrzeugen um circa 10 Prozent gegenüber den Vorgängermodellen zu reduzieren. Damit kann die Kraftstoffeffizienz noch weiter verbessert und die Emissionen weiter reduziert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt Daimler auf die Entwicklung neuer Technologien - auf Grundlage des Prinzips: das richtige Material am richtigen Ort.

Der Forschungscampus ARENA2036

In ARENA2036 (Active Research Environment for the Next Generation of Automobiles) betreiben Experten und Wissenschaftler Grundlagenforschung von Leichtbautechnologien und Produktionsmodellen für das Auto der Zukunft im Jahr 2036, dem 150-jährigen Jubiläum des Automobils.

Der Forschungscampus ARENA2036 gehört zu den Gewinnern im Wettbewerb „Forschungscampus – öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Die Bewerbung für ARENA2036 konnte sich gegen zahlreiche Anträge durchsetzen. Sie überzeugte durch das modellhafte Innovationspotenzial für eine wandlungsfähige Produktion der Zukunft für funktionsintegrierten Leichtbau und das experimentelle Konzept der Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure unter einem "Forschungsfabrikdach". Als einziger Forschungscampus der zehn Gewinner hat die Arena schon jetzt die Hauptphase erreicht.

Ihr Ansprechpartner:

Dr. Hans-Herwig Geyer, Universität Stuttgart, Hochschulkommunikation,
Tel. 0711/685-82555, E-Mail: hans-herwig.geyer (at) hkom.uni-stuttgart.de

Andrea Mayer-Grenu | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-stuttgart.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Ifremer entwickelt autonomes Unterwasserfahrzeug zur Untersuchung der Tiefsee
24.02.2017 | Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

nachricht Baukasten-System für die Linienfertigung: Die VL-Baureihe von EMAG
21.02.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie