Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Komplexe Materialflüsse mit RFID visualisieren und steuern

29.01.2009
Ende Januar hat erstmalig die neu gegründete VDI-Arbeitsgruppe „Logistische Assistenzsysteme“ getagt. Auf Initiative des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik (IML) sollen dort innovative Verfahren zur Echtzeit-Visualisierung und -steuerung komplexer Materialflüsse in der Logistik übergreifend thematisiert werden.

Die Gruppe aus Forschung, Industrie und Verbänden soll gemeinsame Grundlagen zur Weiterentwicklung von Assistenzsystemen im industriellen Umfeld und übergeordnete Empfehlungen zum Praxiseinsatz erarbeiten. Grundlage ist das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderte Technologieprojekt Lognetassist.

Assistenzsysteme unterstützen globale Materialflüsse

In der Logistik sollen Assistenzsysteme helfen, globale Materialflüsse und komplexe Fertigungsprozesse im Blick zu behalten, die Auswirkungen unvorhergesehener Ereignisse vorauszudenken und dem Kontrollpersonal so Handlungsoptionen aufzeigen und Entscheidungshilfen an die Hand geben.

Vor allem im Störfall ist das von Bedeutung: Wird ein Problem bereits kurz nach Entstehung erkannt, bestehen gute Chancen, die Produktion umzustellen und so Ausfälle zu vermeiden. Auch auf individuelle Kundenwünsche, Produktionsänderungen oder Lieferengpässe kann so schneller und flexibler reagiert werden.

Lognetassist hat bereits einen Piloteinsatz bei der Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH hinter sich, ein weiterer Pilot bei Daimler startet laut ILM Anfang Februar 2009. Ein Industrieprojekt mit VW Nutzfahrzeuge lieferte ebenfalls wichtige Grundlagen, wie es heißt.

RFID-Assistenzsysteme machen die Produktion wirtschaftlicher

Das System erlaubt es, mit Hilfe der RFID-Technik inner- und überbetriebliche Warenströme in Echtzeit am Leitstand mitzuverfolgen. Es identifiziert automatisch für den Produktionsablauf relevante Ereignisse und leitet mögliche Entscheidungen zur Verbesserung der Prozesssteuerung ab. Die Produktion wird flexibler, weniger störanfällig und damit auch wirtschaftlicher.

Um dies in Zahlen auszudrücken, wurde ein Verfahren zur Wirtschaftlichkeitsbewertung von RFID-Systemen erprobt. Ein weiteres Ergebnis methodischer Art ist die Entwicklung einer allgemeinen Vorgehensweise zur Einführung von RFID.

VDI-Arbeitsgruppe will RFID-Technik voranbringen

Prof. Dr. Axel Kuhn, IML-Institutsleiter und Initiator der Arbeitsgruppe Logistische Assistenzsysteme dazu: „Das Thema ist in der Branche angekommen. In der VDI-Arbeitsgruppe geht es jetzt vor allem darum, übergreifende Empfehlungen zu Technologien und Prozessen, zu deren Weiterentwicklung und Integration in bestehende Systeme zu formulieren.“

Das formale Ziel der Gruppe sei die Erarbeitung eines Richtlinienentwurfs – Ausgangspunkt jeder neuen VDI Richtlinie. Auf dem Weg dorthin muss der aktuelle Stand der Technik formuliert und ein übergreifendes Verständnis der Technologie sowie methodischer und technischer Ansätze erarbeitet werden. Schlussendlich entstehe so die Grundlage für den breiten Einsatz einer richtungweisenden Technik.

Claudia Otto | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/materialflusslogistik/logistiksoftware/articles/168894/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht IPH entwickelt Prüfstand für angetriebene Tragrollen
29.11.2016 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht LZH optimiert laserbasierte CFK-Nachbearbeitung für die Luftfahrtindustrie
24.11.2016 | Laser Zentrum Hannover e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie