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Kleine Teile

01.05.2009
werden oft mit Zweifel beäugt, ob sie auch das leisten, was sie sollen. Mit dem Metrotom 800 hat Carl Zeiss zumindest ein Gerät geschaffen, das sichert, dass die komplexen Kleinteile den speziellen Anforderungen der Hersteller und Anwender genügen. Der neue Computertomograf ist speziell für 3D-Messungen und Strukturprüfungen an komplexen Teilen aus Kunststoffen, Verbundwerkstoffen und Keramik entwickelt worden. Dieses Messsystem ermöglicht mit Hilfe der Metrotomografie - der Kombination aus Metrologie und Tomografie - sowohl die dimensionelle Messung der Geometrie als auch die Prüfung innerer Strukturen von bis zu 150 Millimeter großen Teilen. Es macht Strukturen an Bauteilen sichtbar und messtechnisch auswertbar, die auf herkömmliche Weise nur mit sehr großem zeitlichen und gerätetechnischem Aufwand zu prüfen sind.

Bauteile mit schlecht zugänglichen Strukturen können einfach und schnell zerstörungsfrei gemessen werden. Hierbei entfällt das lästige Vergießen der Bauteile mit Kunstharz und das anschließende schrittweise Zerstören der Bauteile, um sie Ebene für Ebene zweidimensional messen zu können. Die komplette 3D-Erfassung eines Werkstücks bietet zusätzlich zur dimensionellen Messtechnik die Möglichkeit, CAD-Modelle und Messdatensätze zu vergleichen. Die farbkodierte, verständliche Darstellung eines Geometrievergleiches vermittelt aussagekräftige Informationen über die Maßhaltigkeit des gesamten Werkstücks. Zur Beurteilung von Bauteilen müssen nicht mehr die einzelnen Messergebnisse gesichtet und beurteilt werden.

Das Metrotomografie-Verfahren ermöglicht es dem Spritzguss- oder Druckguss-Werkzeugbauer, die Anzahl der Korrekturschleifen bei der Werkzeugentwicklung zu reduzieren. Zur Optimierung der Werkzeugform dienen die von der Messsoftware ermittelten Bauteilabweichungen. Die Verringerung der Werkzeugkorrekturschleifen führt zu einer schnelleren Verfügbarkeit der Bauteile am Markt. Neben der Metrologie kann ohne großen zusätzlichen Aufwand mit einem Messdatensatz eine zerstörungsfreie Material- und Defektanalyse durchgeführt werden, etwa Porositätsanalyse, Materialprüfung und Zusammenbaukontrolle. Zudem lässt sich der Fertigungsprozess optimieren.

| SCOPE
Weitere Informationen:
http://www.scope-online.de/xist4c/web/Kleine-Teile_id_161__dId_423040_.htm

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