Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kleine Metallteile effizienter sintern

20.02.2013
Keramische Sinterträger optimieren die Produktion filigraner MIM-Bauteile

Das Metal Injection Moulding (MIM) ist auf dem Vormarsch. Das Verfahren ist allerdings komplex und bietet noch viel Optimierungspotenzial. Speziell für das Sintern innerhalb der MIM-Prozesskette hat die WZR ceramic solutions GmbH neue Sinterträger (engl. sintertrays) entwickelt, die sich schon ab Losgröße 1 kundenspezifisch herstellen lassen. Sie ermöglichen ein energieeffizientes und wirtschaftliches Sintern der filigranen Stahl- oder Titan-Rohlinge.

Das Metal Injection Moulding (MIM) – zu deutsch der Metallpulver-Spritzguss – ist inzwischen ein gefragtes Formgebungsverfahren für die kostengünstige Serienproduktion metallischer Klein(st)teile mit komplexen Geometrien und geringen Wandstärken. Die Stahl- oder Titan-Bauteile wiegen meist zwischen 1 und 150 Gramm. Ihre Herstellung erfolgt in einem mehrstufigen Prozess: Ein feines Metallpulver wird – versetzt mit Polymer-Wachs-Bindern – in einer Spritzgießmaschine in die Form injiziert und nach dem Entbindern durch Sintern verfestigt.

Die bislang beim Sintern verwendeten Trägerstrukturen entsprechen allerdings längst nicht mehr dem Stand der Technik. Sie sind oft völlig überdimensioniert, auf sehr einfache Geometrien beschränkt und beanspruchen im Ofen viel Platz. Da sie beim Sintern ständig mit aufgeheizt werden, erhöhen sie den Energieverbrauch unnötig. Die Ingenieure der WZR ceramic solutions GmbH haben deshalb moderne, formoptimierte Sintertrays für das MIM-Sintern entwickelt, die in Form und Größe an die MIM-Bauteile angepasst werden können. Sie bestehen aus Aluminiumoxid, sind sehr leicht, haben eine geringe Masse und verkraften aufgrund ihrer porösen Werkstoffstruktur die verfahrensbedingten Temperaturwechsel deutlich besser als die derzeit verwendeten Trägerstrukturen.

Maßgeschneidert und schnell

Für die Herstellung der neuen Sinterträger nutzt WZR seine eigenen Kapazitäten im Bereich des 3D Druckens. Dieses Schichtbau-Verfahren kommt ohne teure Formwerkzeuge aus und bezieht die Geometriedaten direkt aus den Datensätzen marktüblicher CAD-Programme. Ähnlich einem Tintenstrahldrucker sprüht der 3D Drucker einen Flüssigbinder auf das vordeponierte Aluminiumoxid-Granulat und baut die Strukturen schichtweise auf. Deren Verfestigung erfolgt durch einen abschließenden Sinterprozess.

Diese Methode ermöglicht die ebenso schnelle wie kostengünstige Herstellung masse- und formoptimierter Sinterträger, die die Energieeffizienz des MIM-Sinterns verbessern und eine wirtschaftliche Raumausnutzung der Ofenkammer ermöglichen. Bereits ab Losgröße 1 kann WZR binnen drei Wochen nach Eingang der CAD-Daten maßgeschneiderte – also in der Form exakt auf die MIM-Bauteile angepasste – Gestelle, Schalen oder Unterlagen bereit stellen. Für das Sintern von MIM-Teilen aus Titan erhalten die Sinterträger zusätzlich eine schützende Beschichtung aus Zirconiumoxid. Das Leistungsspektrum von WZR deckt die gesamte Herstellung ab.

Das Metal Injection Moulding hat sich im Zuge der Miniaturisierung längst als vollwertiges Produktionsverfahren für kleine, filigrane Bauteile etabliert. Getriebekomponenten für den Uhrenbau oder Verbindungselemente für die Schmuckindustrie werden heute ebenso als MIM-Teile ausgeführt wie Operationsbestecke oder Klein(st)teile für die Elektronik. Umso wichtiger ist daher, dass sich auch das Verfahren selbst immer weiter modernisiert. Die neuen Keramik-Sinterträger von WZR für das MIM-Sintern leisten dazu einen wertvollen Beitrag.

Kurzportrait WZR:
Seit seiner Gründung im Jahr 1996 hat sich WZR zu einem der führenden Unternehmen für die Entwicklung und Fertigung technischer Keramik-Bauteile in Europa entwickelt. Das inzwischen umfassend angelegte Service- und Zulieferangebot von WZR ceramic solutions reicht von standardisierten Prüfungen über die Überwachung von Rohstoffen und Produkten bis zu hoch komplexen Problemlösungen in Form von Werkstoff- und Prozessoptimierungen.
WZR ceramic solutions GmbH
Lise-Meitner-Straße 1, D-53359 Rheinbach
Wolfgang Kollenberg
Tel.: 0049 (0) 22 26/ 16 98 10
Fax: 0049 (0) 22 26/ 16 98 66
E-Mail: w.kollenberg@wzr.cc
Presseagentur:
Graf & Creative PR
Robert-Bosch-Straße 7
D-64293 Darmstadt
Tel.: 0049 (0) 61 51 / 42 87 91-0
Fax: 0049 (0) 61 51 / 42 87 91-9
E-Mail: info@guc.biz
Internet: www.pr-box.de

Kerstin Koch | Graf & Creative PR
Weitere Informationen:
http://www.wzr.cc
http://www.pr-box.de/de/werkstoffzentrum-rheinbach?view=category

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel
17.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht eldec-Technologie im Maschinenbau: Standardisierte Hochleistungsgeneratoren für exzellente Maschinenbaulösungen
15.12.2016 | EMAG eldec Induction GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise