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Kleine Löcher, aber wie?

28.09.2009
Kleine Löcher herzustellen ist eine schwierige Aufgabe und war lange Zeit nur mit mechanischer Bearbeitung möglich. Für die Uhrenindustrie konnte durch die Herstellung spezieller, eigener, mechanischer Werkzeuge eine Lösung gefunden werden. Diese Werkzeuge waren und sind auch heute der Allgemeinheit nicht zugänglich.

Es hat sich gezeigt, dass die funkenerosive Bearbeitung eine hervorragende Lösung für diese Problematik bietet. Als 1986 der Werkzeugmaschinen-Hersteller MATRA-Werke GmbH in Frankfurt a. M. eine funkenerosive Bohrmaschine vorstellte, war die Fachwelt erstaunt. Bei einer ersten Vorstellung der Maschine in Frankfurt fiel der Ausruf „die bohrt ja wie der Teufel“. Somit war der Markenname „Bohrteufel“ geboren, der seit dieser Zeit für das Verfahren funkenerosives Bohren steht.


BT-2 CNC

Mit diesem Verfahren lassen sich Bohrungen von 0,2 bis 6,0 mm mit einer Bohrtiefe von bis zu 600 mm in alle elektrisch leitende Werkstoffe schnellstens herstellen. Die Bohrgeschwindigkeit in gehärteten Werkzeugstahl (z.B. 20 mm hoch) mit einer Röhrchen-Elektrode von 0,8 mm Durchmesser beträgt ca. 1 sec./mm. Die Bohrtoleranzen betragen je nach Bearbeitungsaufgabe wenige Hundertstel mm. Durch das berührungslose Arbeiten der Röhrchenelektrode am Werkstück kann auch in eine Schräge eine Bohrung ohne Probleme eingebracht werden.

Wichtig für eine qualitativ hochwertige Bearbeitung mit dem „Bohrteufel“ sind die Wahl der Röhrchen-Elektrode und der Arbeitsflüssigkeit. Die Technologie der Maschine ist auf die Arbeitsmittel genau abgestimmt.

Aus dem vor über 20 Jahren vorgestellten „Bohrteufel“ ist heute eine ganze Baureihe von HIGH TECH – Maschinen geworden. Im Jahr 2005 übernahm die Fa. MADRA-EDM (gleicher Firmensitz wie MATRA-Werke GmbH) alle Rechte für die „Bohrteufel-Baureihe“ und hat diese Maschinen systematisch weiterentwickelt.

Neben der Maschinenserie aus der BT-Baureihe in manueller oder CNC-Version, werden auch Sonderwünsche der Anwender ausgeführt. Die Maschinen werden überall eingesetzt, wo kleine Bohrungen mit großer Bohrtiefe in hochfeste und/oder zähe Materialien wie z. B. Hartmetall, Titan, Buntmetalle Grafit usw., benötigt werden. Die Anwendungsgebiete sind im allgemeinen Werkzeugbau, für Startloch-Bohrungen der Drahterosion oder auch für Entlüftungsbohrungen.

Auch für Produktionsaufgaben in der Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Elektrotechnik, Automobilfertigung und für Zerspanungs-Werkzeuge werden diese Maschinen eingesetzt. Durch ständige technologische Weiterentwicklung und Anpassungen an besondere Bearbeitungsaufgaben erweitern sich die Einsatzgebiete ständig.

Besuchen Sie MADRA-EDM in den Vorführräumen in Frankfurt oder im Internet unter www.madra-edm.de.

MADRA-EDM GmbH
Dieselstr. 30-40
60314 Frankfurt
Tel.: 069-426942-50
Fax: 069-426942-52

Brigitte Linden | Heun
Weitere Informationen:
http://www.heun-gmbh.de

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