Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IPRI-Projekt zum Kostenmanagement wandlungsfähiger Produktionssysteme erreicht Halbzeitstand

21.02.2012
Innerhalb des Verbundforschungsprojekts WPSlive entwickelt IPRI ein simulationsbasiertes Kosten- und Liquiditätsmanagement zur betriebswirtschaftlichen Analyse von wandlungsfähigen Produktionssystemen.

Zwischenzeitlich konnten die ersten Teilergebnisse veröffentlicht werden. Diese umfassen insbesondere Vorgehensweisen zur Analyse und Bewertung der unternehmensindividuell auftretenden Wandlungstreiber.

Im weiteren Projektverlauf werden einzelne Maßnahmen zur Steigerung der Wandlungsfähigkeit betriebswirtschaftlich bewertet. Das Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA-PFT) betreut.

Problemstellung und Zielsetzung des Verbundforschungsprojekts WPSlive

Um auf kurzfristige Anforderungsänderungen des Marktes reagieren zu können, muss einerseits die Bereitstellung und Nutzung einer hohen technologischen Wandlungsfähigkeit in der Produktion gewährleistet sein. Andererseits sind aber auch organisatorische und prozessbezogene Reaktionsmechanismen innerhalb eines sozio-technischen Produktionssystems (d.h. Mensch und Technologie agieren gemeinsam) erforderlich, um die komplexe Auftragsabwicklung in der variantenreichen Einzel- und Serienfertigung ganzheitlich wandlungsfähig auszulegen.

Gesamtziel des Vorhabens WPSlive ist es daher, Methoden und Prozesse sowie deren soft-waretechnische Unterstützung zu entwickeln, die Unternehmen bei einer anforderungsgerecht wandlungsfähigen Abwicklung ihrer Kundenaufträge unterstützen. Dieses Ziel soll durch eine durchgängige Synchronisation der Auftragsabwicklung i.S. einer Taktung erreicht werden. Begleitend wird eine Vorgehensweise zum simulationsbasierten Kosten- und Liquiditätsmanagement entwickelt.

Bewertung von Wandlungstreibern als Ausgangspunkt des Kostenmanagements

Unternehmen sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Turbulenzen ausgesetzt. Die systematische Analyse und Bewertung dieser Wandlungstreiber bildet den ersten Schritt einer betriebswirtschaftlichen Analyse. Durch eine entsprechende Quantifizierung der Treiber anhand von Kennzahlen und einer Prognose der zukünftigen Verläufe dieser wird die Bandbreite der zukünftig notwendigen Wandlungsfähigkeit im Auftragsabwicklungsprozess aufgespannt. Die Bildung bspw. von best- und worst-case Szenarien erlaubt darauf aufbauend ein frühzeitiges Kosten- und Liquiditätsmanagement der zur Verfügung stehenden wandlungsbefähigenden Maßnahmen. Im Fokus der im weiteren Projektverlauf zu entwickelnden Vorgehensweise steht daher die Beantwortung der Frage, welcher Grad an Wandlungsfähigkeit unter Annahme zukünftiger Szenarien wirtschaftlich am vorteilhaftesten erscheint.

Zwischenzeitlich ist in Heft 5/2011 der Zeitschrift für wirtschaftlichen Fabrikbetrieb ein Beitrag erschienen, welcher den Ablauf der vorgeschalteten Bewertung von Wandlungstreibern anhand eines Beispiels anschaulich erläutert. Weitere Informationen zum Forschungsprojekt sind über IPRI gerne erhältlich.

Förderhinweis:
Das Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA-PFT) betreut.
Ansprechpartner:
International Performance Research Institute gGmbH
Dipl.-Kfm. techn. Christian Gille
Königstraße 5
D-70173 Stuttgart
Telefon: 0711-6203268-8876
Telefax: 0711-6203268-889
E-Mail: cgille@ipri-institute.com
Über IPRI:
Das International Performance Research Institute (IPRI) ist eine gemeinnützige Forschungsgesellschaft auf dem Gebiet der Betriebswirtschaftslehre. Unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Péter Horváth und PD Dr. Mischa Seiter betreibt das Institut international angelegte Forschung mit dem Schwerpunkt auf Controlling sowie Performance Measurement und Management von Unternehmen und Unternehmensnetzwerken sowie öffentlichen Organisationen. Im Mittelpunkt steht die Durchführung von nationalen und internationalen Forschungsprojekten und Studien.

Dr. Mischa Seiter | idw
Weitere Informationen:
http://www.ipri-institute.com/
http://www.wpslive.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flexible Fertigung von Elektromotoren für Fahrzeuge
06.09.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Gewicht von Robomotion-Greifer um 60 Prozent reduziert
31.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie