Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Intelligente Hilfsmittel für die sichere Bearbeitung von Blechteilen

06.04.2009
Das Angebot an Spannmitteln für Werkstücke in der Blechbearbeitung ist äußerst vielschichtig. Man unterscheidet unter anderem mechanische, magnetische, pneumatische und Vakuumsysteme. In der Schweißtechnik sind flexible Lochrastersysteme weit verbreitet. Wirtschaftlich sinnvoll sind oft Komplettlösungen aus dem Baukasten. Eine Marktübersicht finden Sie am Ende des Artikels als PDF-Datei zum Herunterladen.

Die Palette an Spannmitteln für die Blechbearbeitung reicht vom einfachen Spannelement bis zum hochkomplexen Roboter. In der betrieblichen Praxis weit verbreitet sind einfache Hilfsmittel wie Schnellspanner, Schwenkspanner, Kniehebel- oder Exzenterspanner. Für Handhabung und Transport von Blechteilen werden vielfach Vakuum- oder Magnetgreifer eingesetzt.

Lochrastersysteme in der Schweißtechnik beliebt

In der Schweißtechnik haben flexible Lochrastersysteme weite Verbreitung gefunden. Hier gibt es mittlerweile komplette Baukästen, mit denen sich Spannvorrichtungen zum Schweißen direkt aufbauen lassen. Dabei werden die Vorteile von T-Nutenprofilen mit denen der Lochrastersysteme kombiniert.

Für typische Schweißnahtgeometrien bietet etwa die Andreas Maier Fellbach GmbH & Co. KG vorgefertigte Vorrichtungen an. Da fast nur Elemente aus dem Baukasten verwendet werden, lassen sich die Vorrichtungen entsprechend der Spannaufgabe nahezu beliebig erweitern. Durch die Kombination mehrerer Vorrichtungen können diese Spannvorrichtungen zum Schweißen einfach und schnell aufgebaut werden.

Wesentliche Vereinfachungen im Vorrichtungsbau für das Laserschweißen von Blechteilen in kleineren Losgrößen verspricht das Roboterspannsystem T-Tec, das AMF gemeinsam mit der Thumm Technologie GmbH, Nürtingen, entwickelt hat.

Spannender Roboter

Je nach Ausführung vier oder fünf frei programmierbare Achsen hat der Roboter der Fanuc Robotics Deutschland GmbH, Neuhausen, der als flexible Spannvorrichtung für Rohbauanlagen dient, in denen eine Variantenfertigung läuft.

Die Neuerung besteht darin, dass es keinen mechanischen Umbauaufwand gibt. Die Bewegungsprogramme für die flexiblen Spannvorrichtungen lassen sich in der Zellensteuerung hinterlegen. Läuft ein Teil in die Linie oder Zelle ein, werden anhand der Identnummer die Vorrichtungen automatisch und mit großer Wiederholgenauigkeit in die richtige Position gefahren.

Die Positionen können direkt aus der Simulation als offline programmierte Daten übernommen werden. Am Handgelenk, bei manchen Versionen als drehbare fünfte Achse ausgelegt, sind die entsprechenden Werkstückaufnahmen fest montiert. Die Verfahr- und Drehgeschwindigkeiten sind im Vergleich zu einem Knickarmroboter niedrig, aber völlig ausreichend.

Spannvorrichten von vorneherein flexibel konzeptioniert

Der konzeptionelle Ansatz der flexiblen Spannvorrichtung F-100iA setzt schon vor der Überlegung an. „Wie viel Flexibilität hole ich aus einer Spannvorrichtung heraus?“ Die Spannvorrichtung selbst bringt die Flexibilität mit. Damit folgt diese Entwicklung dem Trend, automatisierte Zellen weitgehend unabhängig von produktspezifischen Einrichtungen zu gestalten.

Das Beschicken von Blechbearbeitungsmaschinen mit Vakuum-Handhabungsgeräten bringt viele Vorteile. Doch so mancher Anwender scheut die Kosten dafür. Eine Komplettlösung aus dem Standard-Baukasten jedoch sorgt für ein gutes Kosten-/Nutzen-Verhältnis – vorausgesetzt, die relevanten Komponenten wie Krananlage, Vakuum-Handhabungsgerät und Vakuum-Sauggreifer sind bezüglich Auslegung, Leistung, Montage und Bedienung gut aufeinander abgestimmt. Denn allein mit der Beschaffung einer hochproduktiven Schneid- oder Biegeanlage ist es nicht getan.

Materialfluss bei der Blechteile-Fertigung ist ebenfalls wichtig

Dem Materialfluss um die Blechteile-Fertigung herum kommt ebenfalls eine große Bedeutung zu. Optimale Lösungen aus dem Baukasten hat hier der Vakuum- und Handhabungs-Spezialist J. Schmalz GmbH, Glatten, zu bieten.Außer mit seinem Kernprodukt Vakuum-Sauggreifer beschäftigt man sich bei Schmalz mit der Entwicklung und praxisgerechten Auslegung von Blechteil-Handlingsystemen. So sollen die Magnetgreifer SGM neue Möglichkeiten zur Realisierung individueller Greifersysteme eröffnen.

Mit einem Aluminiumgehäuse und integriertem Dauermagnet ist der Magnetgreifer leicht, kompakt und dabei robust konstruiert. Der Einbau ist in variabler Lage möglich.

Das sind nur einige von zahlreichen Ent-wicklungen moderner Spannmittel für die Blechbearbeitung. Die Marktübersicht bietet dazu im Detail weitere Ausführungen mit ihren wichtigsten Merkmalen.

Walter Frick | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/umformtechnik/articles/180984/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Gewicht von Robomotion-Greifer um 60 Prozent reduziert
31.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht Assistenzsysteme für die Blechumformung
28.07.2017 | Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie