Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017

Die Zahl der Lötprozesse in der industriellen Produktion lässt sich kaum zählen. Vor allem in der Elektro- und Automobil-Industrie ist das thermische Verfahren weit verbreitet. So zahlreich wie die hier vorliegenden Anwendungen sind allerdings auch die dabei verwendeten Technologien. Bei der Erwärmung der Werkstoffe kommen zum Beispiel Öfen oder Gasflammen zum Einsatz – mit einem entscheidenden Nachteil: Die Verfahren sind relativ langsam und träge.

Dass vor diesem Hintergrund das induktive Löten von eldec an Bedeutung gewinnt, liegt auf der Hand: Das Verfahren läuft viel schneller ab als etwa das Löten mit offener Gasflamme, denn die Induktion erzeugt die Wärme direkt im Werkstück.


Lötprozesse am Windkraft-Generator: Der Induktor bedindet sich unterhalb des Kurzschlussrings und erhitzt ihn auf 680 bis 720 Grad Celsius.


Induktives Löten sorgt für schnelle Prozesse im Windkraft-Anlagenbau

(Courtesy of Vestas Wind Systems A/S)


Löten von Rohrbögen an Wärmetauschern – schnell und robotergeführt. Zum Einsatz kommt der ECO-LINE-Generator von eldec.


Trafo-Kupferprofile im Transformatorenbau: Die Bauteile werden mit Hilfe eines eldec-Generators MICO-L 50 MF und einer Hilfsvorrichtung zur Aufnahme des Werkstücks verlötet.

Um diesen Prozess punktgenau steuern zu können, entwickeln die Induktionsspezialisten von eldec individuell angepasste Induktoren und Generatoren. Zahlreiche Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen setzen auf diesen innovativen Ansatz, der nicht zuletzt für sinkende Kosten bei diversen Lötaufgaben sorgt.

Bereits das einfache Anwendungsbeispiel „Kupferschiene“ aus dem Bereich der Elektro-Industrie macht den Vorteil des induktiven Lötens deutlich. Die Bauteile sorgen in großen Transformatoren an vielen Stellen für die Stromübertragung. Dabei werden die Kupferschienen und -profile per Lötprozess mit ihren Verbindungselementen verlötet, um aufwändige Schraubkonstruktionen zu vermeiden.

Ein Hersteller von industrieller Stromversorgung setzt dabei auf Induktionsprozesse von eldec: Die Profile werden jeweils mit einer Klemme präzise zusammengehalten und über dem Induktor von eldec positioniert. Bei einer Löttemperatur von 680 bis 720 Grad Celsius schmilzt das eingesetzte Phosphorlot und sorgt so für eine dauerhaft feste Verbindung.

Für Flexibilität im Produktionsprozess sorgt die große Auswahl von Induktoren, die eldec im Rahmen von Manufakturprozessen fertigt. Je nach Form und Größe des Werkzeugs lassen sich so ganz unterschiedliche Kupferprofile verlöten – und das ohne die Energiequelle zu wechseln, denn der eingesetzte Generator aus der Produktfamilie MICO von eldec garantiert mit seiner Steuertechnik die jeweils benötigte Energiemenge. Das Verfahren ist völlig unkompliziert und sehr schnell.

 

Windkraft: Kurzschlussringe per Induktion verlöten

Ähnlich „schlank“ und effektiv stellt sich das induktive Löten im Windkraft-Anlagenbau dar. Hier werden die Kurzschlussringe mit dem Generator verlötet. Dazu befindet sich der von eldec gefertigte Induktor unterhalb des Kurzschlussringes, der dann auf 680 bis 720 Grad Celsius erhitzt wird. Anschließend schmilzt das eingesetzte Phosphorlot und verlötet den Kurzschlussring mit allen Kupferstäben. Die Lötung ist innerhalb von dreieinhalb bis vier Minuten abgeschlossen.

„Der größte Vorteil der Anwendung zeigt sich beim Blick auf die Lötung“, erklärt Pasquale Di Santi, Technologievertrieb Generatoren bei eldec. „Sie weist nur sehr wenig Oxidbildung auf und ist in ihrer Qualität deshalb sehr hochwertig. Außerdem fließt beim Induktionslöten nur wenig Wärme in die Stäbe ab. Verzüge im Bauteil sind so weitgehend ausgeschlossen, weil die Lötung in einem Schuss erfolgt.“

Besondere Bedeutung hat auch bei diesem Anwendungsbeispiel die Leistungsklasse des Generators. Zum Einsatz kommt ein Mittelfrequenz-Modell aus der CUSTOM LINE-Baureihe von eldec mit 250 kW Leistung. Der individuell konfigurierte Generator und die robuste Technologie sichern den stabilen Lötprozess.    

Perfektion für den Wärmetauscher

Ein weiteres interessantes Beispiel für das induktive Löten zeigt sich bei der Herstellung von Wärmetauschern. An der zentralen Komponente, die bei vielen industriellen Prozessen zum Einsatz kommt, müssen alle Rohrbögen und Anschlusselemente präzise verlötet werden, damit eine Nacharbeit ausgeschlossen werden kann – das Hartlöten mit Phosphorlot-Ringen ist hier zumeist das Verfahren der Wahl.

Viele Anwender setzen dabei allerdings auf einfache Gasbrenner und erhitzen die Werkstoffe folglich per Flamme. Dieser Prozess ist nicht nur sehr langsam, sondern lässt sich in seiner Löttemperatur auch nicht genau regulieren. Unterschiedliche Bearbeitungsqualitäten sind die Folge. Die Induktionserwärmung ist im Vergleich schneller, reproduzierbarer und prozesssicherer. Mit Technik von eldec vollzieht sich der Ablauf in weniger als zehn Sekunden.

Im Markt immer stärker präsent

„Insgesamt können wir beobachten, dass unser Lötverfahren im Markt immer stärker wahrgenommen wird. Es kommt bei vielen Anwendungen in der Elektro-, Wärmetauscher- und Automobilindustrie zum Einsatz“, bestätigt Di Santi.

„Gerade in der Serienfertigung punktet es angesichts der gleichbleibenden Wärmeeinbringung mit hohen Qualitätsergebnissen. Im Vergleich zur Erwärmung im Ofen beziehungsweise mit der Flamme ist es natürlich auch deutlich schneller und somit auch wirtschaftlicher. Diese Vorteile überzeugen letztlich die Anwender.“

Ansprechpartner Presse und Veröffentlichung

Markus Isgro
EMAG GmbH & Co.KG
Austraße 24
D-73084 Salach
Fon: +49(0)7162/17-4658
Fax: +49(0)7162/17-199
e-mail:misgro@emag.com

www.emag.com

Markus Isgro | EMAG eldec Induction GmbH

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flexible Fertigung von Elektromotoren für Fahrzeuge
06.09.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Gewicht von Robomotion-Greifer um 60 Prozent reduziert
31.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie