Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Individuellen - Greifer nach Maß und für alle Fälle

13.01.2012
Fipa hat sowohl Standardkomponenten als auch maßgeschneiderte Automationslösungen im Angebot. Zu den Neuheiten gehören Individualgreifer für hohe Taktzeiten, eine Miniatur-Dreheinheit und ein pneumatisch gesteuertes Einlegewerkzeug.

Marktübliche Standarddreheinheiten sind für manche Anwendungen zu schwer. Besonders bei Greifern mit vielen Dreheinheiten bewirkt jedes eingesparte Gramm mehr Dynamik. Fipa hat eine Miniatur-Dreheinheit entwickelt, die kaum größer ist als eine Streichholzschachtel und nur 85 Gramm wiegt.

In einer Vorrichtung zur Werkstückentnahme ließ sich damit die Taktzeit um 70 Prozent erhöhen; bei insgesamt 25 Dreheinheiten genügte ein kleinerer Roboter. Diese Lösung punktet mit niedrigeren Energiekosten, weniger Platzbedarf und einem geringeren Verschlauchungsaufwand dank integriertem Vakuumkanal. Ein positiver Nebeneffekt: Durch die geringe Anzahl von Druckluftschläuchen steigt die Zuverlässigkeit der Anlage.

Für die Kunststoff-Industrie fertigte Fipa eine Vorrichtung, die Gewindehülsen in eine Spritzgussform einlegt bei sehr kleinem Bauraum. Die Hülsen dürfen dabei nur von innen gegriffen werden. Das macht nun ein pneumatisch gesteuertes, zylindrisches Einlegewerkzeug mit Abstreifer und Kontaktlamelle – exakt abgestimmt auf die Geometrie der Gewindehülse. Ein Klemmschaft ermöglicht die einfache Integration in den Greiferbaukasten des Herstellers.

Die Funktionsweise: Zunächst wird die Gewindehülse auf die Kontaktlamelle gedrückt und festgehalten. Sodann wird das Werkzeug verfahren. Am Einlegepunkt fährt der kolbenartige Abstreifer aus und legt dadurch die Gewindehülse in die Zielkontur. Über den zweiten Druckluftanschluss fährt der Abstreifer wieder in die Ausgangsposition, trennt dabei Hülse und Werkzeug und ist wieder für das nächste Einlegeteil bereit.

Noch ein Beispiel für eine Lösung nach Maß ist ein mit einer an das zu greifende Produkt angepassten Bauform und wenig Eigengewicht. Er ist aus polyamid-basiertem Hochleistungskunststoff gefertigt. Damit sind etwa Formsauger für die optimierte Produktführung während des Handlings bereits ab Losgröße eins kostengünstig realisierbar.

Jede beliebige Geometrie lässt sich damit erstellen. Auch knifflige Handhabungsaufgaben lassen sich damit lösen, etwa das schonende Handling von Äpfeln oder Backwaren. Durch den Leichtbau mit minimalen Wandstärken bleibt der Energiebedarf niedrig. Derlei Individualgreifer mit einheitlichem Grundaufbau werden mit verschiedenen Wechselköpfen bestückt. Die dazugehörige integrierte Roboter-Greifer-Schnittstelle mit Mediendurchführung und elektronischer Durchleitung ermöglicht den verpolsicheren, schnellen Wechsel des Greifersystems. pb

| handling
Weitere Informationen:
http://www.handling.de/Handhaben/Greifer/Die-Individuellen.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht eldec-Technologie im Maschinenbau: Standardisierte Hochleistungsgeneratoren für exzellente Maschinenbaulösungen
15.12.2016 | EMAG eldec Induction GmbH

nachricht Neuer Fräser arbeitet schneller und spart Energie
12.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie