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Hohe Oberflächengüte verlängert Standzeit von Sitzventilen

20.08.2008
Platz ist im Maschinen- und Anlagenbau ein knappes Gut – besonders, weil bei den meisten Bauteilen mechanische Zuverlässigkeit die oberste Priorität hat. Bei der Weiterentwicklung von pneumatischen zu elektropneumatischen Ventilen ist Findigkeit gefragt, denn die dazu benötigten Steuerventile sind bislang eher größere Bauteile. Außerdem ist eine hohe Lebensdauer der Ventile wichtig.

Fluide wie Dampf, Reinigungsmittel, Druckluft oder Vakuum sind in den meisten Produktionslinien zwingend erforderlich. Sie müssen sekundengenau im Takt der Maschinen zur Verfügung stehen. Gleichzeitig haben die Konstrukteure die Aufgabe, die Leitungen und Ventile immer Platz sparender anzuordnen. Eine Schlüsselrolle bei der Verkleinerung können Stellventile für elektropneumatische Ventile spielen.

Steuerventil mit nur 19 mm Höhe

Die Buschjost-Schwester FAS hat für die Buschjost-Ventilbaureihe 84180/84190 das Picosol, ein Steuerventil mit 19 mm Bauhöhe, entwickelt. Das elektromagnetisch betätigte 3/2-Wege-Pilotventil ist zusammen mit dem Sitzventil 84 mm hoch. Die Ansteuerung kann sowohl von einer Ventilinsel erfolgen als auch mit einem kleinen 3/2-Wege-Magnetventil, das mit dem Antrieb verbunden ist.

Die Ventilfunktionen wurden bei der Baureihe auf ein Minimum reduziert. Unerwünschte Verwirbelungen, laminare und turbulente Strömungen wurden bei der Konstruktion minimiert. Das aus PPS-Kunststoff gefertigte Steuerventil spricht nach Angabe des Herstellers innerhalb von 8 bis 15 ms an.

Die wichtigen Komponenten wie Spindel und Innenfläche des Antriebs sind mit sehr glatten, rollierten Oberflächen versehen, um so die Standzeit der Ventile zu verlängern: Je hochwertiger die Spindeloberflächen bearbeitet sind, die in O-Ringdichtungen und Stopfbuchsenpackungen laufen, desto geringer ist der Verschleiß.

Ventile für hohe Temperaturen und aggressive Fluide

Zum Einsatz kommen selbstnachstellende Stopfbuchsenpackungen, die ihre Stärken bei hohen Temperaturen und aggressiven Fluiden zeigen. Als Material für die Dichtungen wird PTFE, FPM oder EPDM verwendet.

Bei den direktgesteuerten Gradsitzventilen wird ein Ventilteller form- und kraftschlüssig auf den geometrisch abgestimmten Ventilsitz gepresst und dichtet das Ventil ab. Die Ventile haben bauartbedingt eine Reihe von Vorteilen. So reagieren sie unempfindlich auf Verschmutzungen sowie Verkalkung und sind für neutrale bis aggressive flüssige und gasförmige Medien geeignet.

Ihre Schließ- und Öffnungsbewegungen verlaufen linear. Mit ihnen lassen sich Medien mit höheren Temperaturen und höheren Drücken sicher absperren und lange Standzeiten erzielen.

Ventile aus Edelstahl und aus Messing erhältlich

Um die Ventile universell einsetzen zu können, stehen Ausführungen in Edelstahl sowie Messing zur Verfügung. Dabei sind die Ventilkörper und die Antriebe immer aus dem gleichen Material gefertigt. Sie arbeiten im Bereich von -0,9 bis 40 bar und sind für einen Temperaturbereich zwischen -10 und 90 °C ausgelegt. Die kurzhubigen, wartungsfreien Ventile wurden für bis zu 5 Mio. Schaltwechsel konzipiert, wodurch sie sich auch zum Dosieren eignen.

Die Ventile messen inklusive pneumatischem Antrieb 65 mm und mit elektropneumatischem Antrieb 84 mm in der Höhe. Der Antrieb benötigt einen Raum von 33 mm im Durchmesser. Als direktgesteuertes Gradsitzventil ausgeführt, sind die Ventile in den Größen G1/8 bis G1/2 erhältlich.

Frank Fladerer | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/betriebstechnik/pumpenarmaturenrohrleitungen/articles/140993/

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