Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochproduktiv fertigen mit Bearbeitungszentren aus dem Baukasten

22.05.2009
Schnelligkeit und die Fähigkeit sind bei produzierenden Unternehmen heute wettbewerbsentscheidende Vorteile. In der Serienproduktion kann die geforderte Flexibilität durch umrüstfreundliche, hochproduktive Bearbeitungszentren sichergestellt werden, die im Baukastenprinzip aufgebaut sind.

Das Laupheimer Unternehmen Licon mt gilt als Spezialist für flexible Bearbeitungszentren auf Basis von Bearbeitungsmodulen, so wie die Liflex II, eine Baureihe modular aufgebauter, doppelspindliger Bearbeitungszentren. „Die drei- bis fünfachsigen Maschinen sind eine hoch interessante Option für Anwender, die komplexe Werkstücke in mittlerer bis großer Stückzahl fertigen und bisher weitgehend mit einspindligen Bearbeitungszentren bearbeitet haben“, erläutert Geschäftsführer Winfried Benz.

Bearbeitungszentren aus dem Baukasten

Anwendungen dafür gibt es unter anderem in den Bereichen Automotive, Luftfahrttechnik und Energietechnik. „Gerade in der Automobil- und Automobilzulieferindustrie geht es mehr denn je darum“, so Benz, „universelle Anlagen einzusetzen, die im Hinblick auf das jeweilige Teileportfolio des Herstellers beste Flexibilität bieten“.

Mit seinem einzigartigen Baukastensystem sei Licon in der Lage, diese Anforderungen kundenspezifisch genau zu erfüllen. Je nach Anforderungsprofil werden Bearbeitungszentren aus diesem umfangreichen Baukasten individuell konfiguriert und damit maßgeschneidert.

Hauptachsen der Spindeln verfahren unabhängig

Außer einspindligen Lösungen werden in letzter Zeit vermehrt zweispindlige Bearbeitungszentren Liflex II der Baureihe 1078 eingesetzt. Diese basieren auf dem Fahrständerprinzip und sind auch zur Trockenbearbeitung tauglich. Der Spindelabstand beträgt 1000 mm. Bei einem X-Verfahrweg von 1000 mm bietet die Liflex II 1078 einen Bearbeitungskubus von 1000 mm × 700 mm × 800 pro Spindel. Alle drei Achsen der beiden Hauptspindeln sind voneinander unabhängig verfahrbar.

Antriebsleistung von 30 kW je Liflex-Spindel

So entstehen – gerade bei großen Spindelabständen – keine nachteiligen Auswirkungen auf die Bearbeitungsgenauigkeit, wie sie sich oft ergeben, wenn beide Spindeln auf gemeinsamen Achsen verfahren werden. Jeder Fahrständer ist ausgerüstet mit einer Liflex-Spindel DSP 110 (Antriebsleistung 30 kW, maximale Drehzahl 12000 min—1, HSK-100-, optional HSK-63-Schnittstelle), die im S1-Betrieb mit einem Drehmoment von bis zu 450 Nm arbeitet.

Doppelgreifer übernehmen den Werkzeugwechsel

Der Werkzeugwechsel in das oben liegende Scheibenmagazin erfolgt mit kurvengesteuerten Doppelgreifern. Zur Bestückung des Magazins legt ein Bediener die Werkzeuge in eine Werkzeugbeladestation ein. Von dort aus wird das Werkzeug über einen Lift automatisch in das Magazin abgelegt.

Unterschiedliche Schwenkbrücken

Das modulare Konzept der Licon-Bearbeitungszentren deckt alle wesentlichen Funktionsbaugruppen einer Werkzeugmaschine ab. Dies gilt insbesondere auch für die Schwenkbrücke als Werkstückträgereinheit. Im Sinne größter Flexibilität kann die Liflex II mit unterschiedlichen Schwenkbrücken für Vier- und Fünf-Achsen-Bearbeitung ausgerüstet werden. Je nachdem, welche Werkstücke bearbeitet werden sollen, sind zwei bis maximal vier B-Tische in einer Reihe möglich.

Konfigurierbar sind Varianten mit zwei oder vier Rundtischen für kleine Bauteile, mit zwei Rundtischen für Werkstücke bis 700 mm Hüllkreisdurchmesser und 650 mm Höhe oder mit zwei Rundtischen für Werkstücke mit einem Hüllkreisdurchmesser bis 990 mm und einer Höhe bis 1000 mm.

Hublängen sind variabel

Das Baukastensystem erlaubt es auch, weitere maßgeschneiderte Bearbeitungskonzepte zu konfigurieren. Dies betrifft beispielsweise die Hublängen, die Schwenkachskonfigurationen sowie die Ausführungen von Werkzeugmagazinen und Arbeitsspindeln. So lassen sich aus dem Baukasten auch interessante Maschinenkonzepte für einspindlige Bearbeitungszentren ableiten.

Insbesondere bei größeren Werkstücken wie Fahrwerkskomponenten, Strukturbauteilen der Karosserie oder sonstigen großkubischen Werkstücken aus den Bereichen Luftfahrt und Energieanlagenbau lassen sich die Vorteile des flexiblen Baukastensystems zum wirtschaftlichen Vorteil für den Kunden anwenden.

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanende_fertigung/articles/188730/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flexible Fertigung von Elektromotoren für Fahrzeuge
06.09.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Gewicht von Robomotion-Greifer um 60 Prozent reduziert
31.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik