Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochleistungs-Rohrbiegemaschine verarbeitet auch schwierige Werkstoffe

07.01.2010
Unison hat eine Rohrbiegemaschine auf den Markt gebracht, die in der Lage ist, Rohre mit einem Außendurchmesser bis zu 170 mm zu biegen. Die neue Breeze 170 stellt dabei Biegekräfte bis 135000 Nm zur Verfügung. Das sind 50% mehr als bei der bisher stärksten 150-mm-Biegemaschine.

Mit der Breeze 170, die von der EMS Handels und Service GmbH in Wipperfürth vertreiben wird, eröffnen sich neue Möglichkeiten in Bereichen der Luftfahrt und des Schiffsbaus. Die Kombination aus der Kraft, so große Rohre biegen zu können, und der Präzision, mit der dies möglich ist, empfiehlt die Maschine für die Verarbeitung schwieriger Materialien. Dazu gehören unter anderem Rein-Titan, Titanlegierungen und rostfreie Stähle. Das schnelle softwarekontrollierte Set-Up ermöglicht es, mit der Breeze 170 Stückzahlen bis zu 1 Stück wirtschaftlich herzustellen.

Für den harten Einsatz konzipiert

Die Breeze 170 bietet präzise programmierbare Kontrolle über den Rotations- Zugbiegeprozess. Die Wandstärke kann bei maximalem Durchmesser (170 mm) bis zu 3 mm stark sein und es können Biegewinkel bis 180 Grad erreicht werden mit einer Geschwindigkeit von bis zu 10 Grad/Sek. Es kann aber auch extrem langsam gebogen werden, wie es beim Biegen von Titan erforderlich ist.

Die Breeze 170 ist für den harten Einsatz konstruiert und erreicht dabei höchste Präzision durch den Einsatz servogesteuerter Motoren, die Wiederholgenauigkeit liegt beim Biegewinkel bei +/- 0,1 Grad, ebenso beim Verdrehwinkel. Die Genauigkeit wird außerdem durch ein einzigartiges Faltenglättersystem unterstützt.

Die Unibend-Software, die die Breeze 170 steuert, läuft unter Windows XP oder Vista auf jedem Industrie- und Standard-PC. Diese Software wird seit Vorstellung der ersten rein elektrischen Rohrbiegemaschine im Jahr 1994 ständig weiterentwickelt und zählt nach Herstellerangaben heute zu den ausgereiftesten in der Welt.

Optimierung der Biegparameter für jeden Schritt möglich

Anders als bei herkömmlichen hydraulischen Maschinen bietet die Steuerung vollständige Kontrolle über sämtliche Biegeparameter. Für jeden einzelnen Schritt können die Biegegeschwindigkeit, der Klemmdruck die Position und die Kraft der Biegeschiene und die Dornparameter eingestellt und modifiziert werden. Einmal eingerichtet dauert ein erneutes Aufrufen des Programms und Einrichten der Maschine nur wenige Minuten. Bereits das erste gebogene Teil ist ein Gut-Teil.

Außerdem stellt die Software umfangreiche Service- Funktionen zur Verfügung, sodass eventuelle Probleme schnell und meist ohne Reisekosten erledigt werden können. Eine „Black Box“ speichert die letzten 500 Vorgänge. Dazu gehören die Befehle des Bedieners, aber auch die Daten, die die Servomotoren übermitteln. So können Prozesse schnell optimiert werden oder auch Fernwartungen durchgeführt werden.

Rohrbiegeparameter können auf drei verschiedene Weisen erzeugt werden:

-Automatische Erzeugung der Biegeprogramme durch Einlesen von CAD- Daten. Für alle gängigen Systeme gibt es bereits Schnittstellen, andere können jederzeit schnell programmiert werden.

-Die einfache und selbsterklärende Bedienoberfläche ermöglicht es dem Bediener Biegeprogramme von Hand einzugeben indem er den gewünschten Biegegrad, die Rohrverdrehung und den Vorschub am Bildschirm eingibt.

-Eine dritte Möglichkeit ist die Übernahme von Daten aus Messsystemen, so können bereits existierende Muster oder Prototypen schnell gefertigt werden.

Servoelektrische Antriebe sparen Energie

Statt hydraulischer Systeme nutzt die Breeze 170 ausschließlich servoelektrische Antriebe – sowohl für das Biegen selbst als auch für Klemmung, Biegeschiene, Dorn und Vorschub. Dadurch ergeben sich erhebliche Vorteil bei Energieverbrauch, Geräuschpegel und Wiederholgenauigkeit. Energie braucht die Maschine erst wenn sie tatsächlich biegt. Ansonsten beträgt der Standby-Verbrauch weniger als 1,5 kW/Std. Der Lärmpegel liegt mit 50 bis 60 dB im Bereich eines normalen Gesprächs.

Jürgen Schreier | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/umformtechnik/articles/244895/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flüssiger Wasserstoff im freien Fall
05.12.2016 | Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM)

nachricht IPH entwickelt Prüfstand für angetriebene Tragrollen
29.11.2016 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie