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Gas geben beim Kunststoff-Schweißen

15.12.2008
Kurze Taktzeiten, niedrige Emissionen, geringe Kosten, saubere Optik. Für das erfolgreiche Gelingen dieses Spagats bei der Entwickelung eines Schweißverfahrens, das mit Erdgas arbeitet, hat die Biolomatik Leuze GmbH & Co. KG den diesjährigen Innovationspreis der deutschen Gaswirtschaft erhalten.

Die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE) lobt den Preis jährlich unter anderem gemeinsam mit der Deutschen Energie-Agentur GmbH aus. Ziel ist die Förderung einer nachhaltigen, zukunftsorientierten Energienutzung.

Kunststoff-Schweißverfahren arbeitet berührungsfrei

Das Schweißverfahren, das in Zusammenarbeit mit Eon Ruhrgas entwickelt wurde, ermöglicht eine berührungsloses Aufschmelzen von Kunststoffbauteiloberflächen. Somit lassen sich die Teile laut Bielomatik besonders sauber zusammenfügen.

Im Vergleich zum elektrische betriebenen Infrarotverfahren werden als weitere Vorteile des Energieträgers Gas für die Wärmekonvektion die fast sauerstofffreie Verbrennung, die Reduzierung der CO2-Emissionen pro erforderlicher Kilowattstunde sowie der Energiekosten um zwei Drittel hervorgehoben. Weil bei diesem Verfahren die Wärmekonvektion zu den Bauteilen kontaktfrei geschieht, kann der geschmolzene Kunststoff nicht mit einem Schweißwerkzeug verkleben.

Verkürzte Zykluszeiten beim Kunststoffschweißen

Außerdem ist der Schweißvorgang – so Bielomatik – erheblich kürzer als bei Verwendung eines Kontaktelements. So würden kurze Zykluszeiten erreicht.

In Kombination mit optimierten Heizelementsystemen und Infrarot-Strahlung hat der Spezialist für Kunststoff-Schweißtechnik nun ein flexibles Maschinenkonzept entwickelt. Es ermögliche die Verbindung geometrisch komplexer Bauteile aus hochtemperaturbeständigen Kunststoffen in einem Zwei-Stufen-Verfahren.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/verbindungstechnik/articles/157499/

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