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Fräser für harte Jobs

28.01.2009
Hartbearbeitung ist anspruchsvoll. Zum einen müssen Werkstoffe bis HRC 65 zerspant werden, zum anderen sind hohe Oberflächengüten auch bei kleinen Konturen gefordert, die nur mit leistungsfähigen Fräsern erreichbar sind. Für die Schrupp- und Schlichtbearbeitung von gehärteten Stählen bietet die Zecha Hartmetall-Werkzeugfabrikation GmbH in Königsbach-Stein zwei Premium-Werkzeugserien 581H und 583H.

In der Hartbearbeitung, insbesondere dem Zerspanen von gehärteten Werkzeugstählen, herrschen extreme Bedingungen: Enorme Vorschübe und hohe Temperaturen durch Schnittgeschwindigkeiten bis 250 m/min bereiten den eingesetzten Fräsern im Sinne des Wortes „Kopfzerbrechen“. Um dem vorzubeugen und möglichst wirtschaftlich zu zerspanen, sind Werkzeuge erster Güte erforderlich.

Beschichtete Fräser mit spezieller Geometrie

Maximale Präzision, extreme Schnittgeschwindigkeiten und lange Standzeiten stehen auf der Haben-Seite der beiden neuen Fräswerkzeug-Serien 581H und 583H von Zecha (siehe Bilder). Wie erläutert wird, sind die Fräser aufgrund ihrer speziellen zweischneidigen Geometrie, der Hartmetallsorte sowie der entsprechenden Beschichtungen hervorragend geeignet für das Fräsen von feinen 3-D-Konturen im µm-Bereich – und schrecken dabei auch nicht vor gehärteten Werkzeugstählen mit bis zu HRC 65 zurück.

Die Kugelfräser der Serie 581H sowie die Torusfräser der Serie 583H sind mit Durchmessern von 0,30 bis 6,00 mm erhältlich. Beide eignen sich laut Zecha gleichermaßen für anspruchsvolle Schrupp- und Schlichtaufgaben bei „Härtefällen“. Die Schneidengeometrie entwickelte Zecha speziell für das HSC-Fräsen von harten Werkstoffen. Polierte Schneidkanten und Spanräume sorgen den Angaben zufolge für reibungslose Spanabfuhr und geringen Verschleiß.

Rundlauftoleranz der Fräser beträgt 3 µm

Mit einer Rundlauftoleranz von 3 µm, einer Durchmessertoleranz von 10 µm und einer Formgenauigkeit von ±5 µm ermöglichen die Werkzeuge prozesssicheres Hochgeschwindigkeitsfräsen innerhalb einer Fertigungstoleranz von 10 µm. Durch diese Eigenschaften eignen sich die Fräser zum Schlichten, so Zecha, denn nach dem Schlichtvorgang sollen die erzielten Werkstückoberflächen bereits möglichst glatt sein. Jeder noch so kleine Makel des Schlichtfräsers kann zu Fehlern am Werkstück führen.

Bernd Kirchner, zuständig für die Produktentwicklung bei Zecha: „Je hochwertiger die Oberfläche der eingesetzten Schlichtfräser, desto eher können anschließende Poliervorgänge verkürzt werden oder gar komplett wegfallen. Unsere Radius- und Torusfräser sind durch das Zusammenspiel von Hartmetall, Geometrie und Beschichtung genau darauf getrimmt und liefern bei zahlreichen zufriedenen Kunden beste Ergebnisse.“

Spezielle Beschichtung steigert die Leistung der Fräser

Großen Anteil an der Leistungsfähigkeit der Fräser hat die spezielle Beschichtung Balinit Aldura von Oerlikon Balzers. Hervorragende Schichthaftung sowie hohe Zähigkeit und mechanische Belastbarkeit waren bei der Wahl der Beschichtung klare Vorgaben, betont Zecha. Denn um die Qualitätsansprüche von Kunden zu erfüllen, sind absolute Präzision und Rundlaufgenauigkeit, Durchmesser- und Formgenauigkeit der Werkzeuge ein Muss.

Kirchner: „Beim Werkzeug muss jedes kleinste Detail stimmen. Und Schichten wie Balinit Aldura können die speziellen Geometrien einhalten und somit hohe Standzeiten und maximale Prozesssicherheit gewährleisten.“

Fräser bieten mess- und reproduzierbare Präzision

Um die von Kunden verlangte Qualität und Präzision zu sichern, werden die Werkzeuge mittels hochgenauer 3-D-Messmaschine automatisch, berührungslos und µm-genau gemessen und alle relevanten Daten dokumentiert, erklärt Zecha. Jedes Werkzeug erhält eine Identifikationsnummer, die per Laser am Schaftende aufgebracht wird – ohne die Genauigkeit des Werkzeugs zu beeinträchtigen. Anhand dieser Nummer lässt sich jedes Werkzeug klar identifizieren und jederzeit wieder präzise reproduzieren.

Stefan Zecha, Geschäftsführender Gesellschafter der Zecha Hartmetall-Werkzeugfabrikation GmbH: „Dass sich nicht jede Kundenanforderung mit einem Katalogwerkzeug erfüllen lässt, wissen wir aus unser langjährigen Erfahrung. Die Produkte unserer Kunden sind dafür meist zu speziell. Deshalb bieten wir außer unserem umfangreichen Katalogprogramm auch exakt an die Zerspanaufgabe hin angepasste Werkzeuglösungen, die dem Anwender den entscheidenden Wettbewerbsvorsprung sichern – durch höchste Leistung, Qualität und Standzeiten.“

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanende_fertigung/articles/168712/

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