Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fiessler stellt dritte Generation von Abkantpressensicherungen vor

20.10.2008
„Gesenkbiegepressen stellen für den Bediener eine sehr große Gefahr für Hände und Finger dar“, konstatiert Götz Fiessler, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens für Sicherheitseinrichtungen an Umformmaschinen. Sehr häufig muss der Bediener die zu kantenden Teile sehr dicht an der gefährlichen Biegelinie während der Schließbewegung der Presse von Hand führen.

Eine in der Zwischenzeit bewährte Sicherheitseinrichtung für Gesenkbiegepressen ist das Abkantpressen-Sicherheitssystem Akas, das 1996 zum ersten Mal auf der Euroblech in Hannover vorgestellt wurde. Auf der diesjährigen Euroblech 2008 stellt Fiessler Elektronik das Akas der dritten Generation vor. In dieses System sind die Erfahrungen aus 50 Jahren optische Sicherheitstechnik und 12 Jahren Abkantpressensicherheit eingegangen.

Schutz für den Bediener an Gesenkbiegepressen

Das dreidimensionale Akas-Laserschutzfeld schützt den Bediener direkt unterhalb der Stempelspitze. Durch einen neuartigen Aufbau dieses Schutzfeldes kann die Gesenkbiegepresse in Abhängigkeit von den Maschinendaten (Bremsweg der Presse) so abgesichert werden, dass bei maximaler Sicherheit ein Maximum an Produktivität der Maschine sowohl beim Flach- als auch beim Kastenbiegen erreicht wird.

Bei vollem Schutz hat der Bediener beide Hände frei für die Materialhandhabung auch dicht an der Biegelinie. „Es müssen somit keine Kompromisse bezüglich der Sicherheit eingegangen werden“, sagt Fiessler.

Die Reaktionszeit von nur 1,5 ms im Ernstfall erlaubt einen sehr kurzen Übergang zwischen Eilgangs- und Arbeitsgeschwindigkeit. Es kann somit maximal und in großer Geschwindigkeit die Gesenkbiegepresse geschlossen werden. Eine systembedingte Geschwindigkeitsbegrenzung ist nicht notwendig.

Neujustage nach Werkzeugwechseln an Gesenkbiegepresse notwendig

In der Regel werden an einer Gesenkbiegepresse unterschiedlich hohe Oberwerkzeuge beziehungsweise Stempel eingesetzt. Da die mit der Oberwange bewegten Lasersicherheitssysteme, wie beispielsweise das System Akas, den Bereich unterhalb der Stempelspitze absichern, müssen diese nach einem Werkzeugwechsel auf den jeweils eingesetzten Stempel neu eingestellt werden. Diese Neujustage erfordert vom Bediener beziehungsweise Maschineneinsteller eine hohe Sorgfalt.

Ähnlich wie im Straßenverkehr bedeutet ein zu kleiner Abstand der Sicherheitseinrichtung zum Oberwerkzeug einen unsicheren Zustand. Ein zu geringer Sicherheitsabstand hat zur Folge, dass die Presse nicht mehr rechtzeitig gestoppt werden kann, bevor Finger oder Hand gequetscht sind.

Aus diesem Grund ist das Akas-3 an einem elektromotorisch betriebenen Support angebracht. Nach einem Werkzeugwechsel muss der Bediener/Maschineneinsteller nur den Automatik-Einstelltaster einmal kurz betätigen. Durch diesen Vorgang stellt sich das System vollautomatisch auf das neue Oberwerkzeug ein, was zur Fehlervermeidung beiträgt.

Fiessler Elektronik GmbH & Co KG, Halle 12, Stand C14

Dietmar Kuhn | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/umformtechnik/articles/150871/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Untersuchung klimatischer Einflüsse in der Klimazelle - Werkzeugmaschinen im Check-Up
01.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik

nachricht 3D-Druck von Metallen: Neue Legierung ermöglicht Druck von sicheren Stahl-Produkten
23.01.2018 | Universität Kassel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorstoß ins Innere der Atome

Mit Hilfe einer neuen Lasertechnologie haben es Physiker vom Labor für Attosekundenphysik der LMU und des MPQ geschafft, Attosekunden-Lichtblitze mit hoher Intensität und Photonenenergie zu produzieren. Damit konnten sie erstmals die Interaktion mehrere Photonen in einem Attosekundenpuls mit Elektronen aus einer inneren atomaren Schale beobachten konnten.

Wer die ultraschnelle Bewegung von Elektronen in inneren atomaren Schalen beobachten möchte, der benötigt ultrakurze und intensive Lichtblitze bei genügend...

Im Focus: Attoseconds break into atomic interior

A newly developed laser technology has enabled physicists in the Laboratory for Attosecond Physics (jointly run by LMU Munich and the Max Planck Institute of Quantum Optics) to generate attosecond bursts of high-energy photons of unprecedented intensity. This has made it possible to observe the interaction of multiple photons in a single such pulse with electrons in the inner orbital shell of an atom.

In order to observe the ultrafast electron motion in the inner shells of atoms with short light pulses, the pulses must not only be ultrashort, but very...

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vorstoß ins Innere der Atome

23.02.2018 | Physik Astronomie

Wirt oder Gast? Proteomik gibt neue Aufschlüsse über Reaktion von Rifforganismen auf Umweltstress

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Wie Zellen unterschiedlich auf Stress reagieren

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics