Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Feinbearbeitungszentrum für große Werkstücke

12.12.2008
Die präzise Feinbearbeitung großer und schwerer Werkstücke ist nach wie vor eine anspruchsvolle Aufgabe. Einen wesentlichen Fortschritt in Qualität und Produktivität erreicht nach Auffassung von ELB-Schliff das neue Komplett-Feinbearbeitungszentrum Planmaster RT.

Wie der Hersteller erläutert, realisiert das Bearbeitungszentrum das vollwertige Bearbeiten mit geometrisch bestimmter Schneide wie Drehen, Bohren und Fräsen, kombiniert mit Schleifoperationen in nur einer Aufspannung – und das von Werkstücken mit einem Gewicht bis 20000 kg.

Das erste Feinbearbeitungszentrum dieser Art, liefert das Babenhausener Unternehmen an den führenden chinesischen Turbinenhersteller HTC Harbin Turbine Company in Harbin/China. Anfang Dezember 2008 trat die 80 t schwere Sondermaschine ihre weite Reise in die nordchinesische Metropole Harbin an.

Feinbearbeitungszentrum für hochpräzise Turbinenbauteile

Konzipiert ist das Bearbeitungszentrum für große Präzisionsbauteile im Großturbinenbau, der Luftfahrtindustrie, für Lagerringe und Verzahnungen sowie für Komponenten aus dem Maschinenbau. „Auf dieser Maschine führen wir die Endbearbeitung von hoch präzisen, großen Turbinenläuferbauteilen mit Herstellkosten bis zu einer Mio. Euro pro Stück aus“, begründet ein HTC-Projektmanager die Kaufentscheidung.

Dafür komme das Maschinenkonzept den Idealvorstellungen des Kunden eines hoch genauen, technisch und wirtschaftlich höchsten Ansprüchen genügenden Bearbeitungssystems am nächsten. Er fügt hinzu: „Aufgrund der hohen Qualität und Produktivität des Bearbeitungssystems rechnet sich diese Investition für uns bereits nach 20 bearbeiteten Werkstücken.“

Neue Fertigungsmöglichkeiten für große Werkstücke

Dieses Feinbearbeitungszentrum integriert konsequent alle spanenden Bearbeitungsverfahren, betont Heino Claussen-Markefka, Geschäftsführer von ELB-Schliff: „Wir eröffnen damit unseren Kunden bisher nicht bekannte Fertigungsmöglichkeiten in Bezug auf Präzision und Produktivität bei großen Bauteilen.“

Das komplette Bearbeiten in einer Aufspannung ohne Umspannen bietet dafür wesentliche Voraussetzungen: Weil das Werkstück zwischen den Bearbeitungsprozessen durchgängig aufgespannt bleibt, erreicht es die hohe Präzision, und die sonst unvermeidlichen Nebenzeiten entfallen.

Querbalken trägt drei Supporte

Die Portalbauweise der Planmaster RT ist im Vergleich zu Maschinen mit nur einer Säule die Basis für die Steifigkeit und Flexibilität. Der Rundtisch mit einem Durchmesser von 2000 mm kann in der Y-Achse um 3300 mm verfahren.

Am Querbalken des Portals sind drei Supporte befestigt, zwei davon für die Schleifbearbeitung, und auf der gegenüberliegenden Seite des Querbalkens einer für die Dreh-, Bohr- und Fräsoperationen. Außer den Fahrwegen in X-Richtung bieten die Supporte 1050 mm Arbeitsweg in Z-Richtung.

Hydrostatisch gelagerter Rundtisch mit Torque-Motor

Das Herz des Systems, der hydrostatisch gelagerte Rundtisch, wird von einem Torque-Motor angetrieben. Das gewährleistet höchste Genauigkeiten und hohe Drehzahlen. Neu ist das elektronische Informationssystem mit direktem Zugriff auf die Bedienungsanleitung und der grafischen Darstellung der Spannsituationen und der Abfolgen bei der Bedienung der Maschine, so Elb-Schliff. Die Integration des Systems in die SPS verhindert wirkungsvoll Fehlbedienungen.

Elb-Schliff-Geschäftsführer Claussen-Markefka sieht für die Planmaster RT erhebliche Anwendungspotenziale: „Insbesondere im Bereich großer, hochgenauer Werkstücke werden unsere Kunden mit diesem Maschinenkonzept die Produktivität drastisch erhöhen.“

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanende_fertigung/articles/157378/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Das Auto lernt vorauszudenken
28.06.2017 | Technische Universität Wien

nachricht Stresstest über den Wolken
21.06.2017 | Hochschule Osnabrück

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Robuste Computer für's Auto

26.07.2017 | Seminare Workshops

Läuft wie am Schnürchen!

26.07.2017 | Seminare Workshops

Leicht ist manchmal ganz schön schwer!

26.07.2017 | Seminare Workshops