Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ESTER macht effektiver

26.03.2010
Zusammen mit zwei weiteren Forschungsinstituten hat das IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH das Projekt ESTER gestartet. Produktionsanlagen sollen dadurch zukünftig effektiver laufen.

Wenn die Produktion wegen einer Störung behindert wird oder ausfällt, kommt dies Unternehmen meist teuer zu stehen. Automobilhersteller und andere blechverarbeitende Betriebe kennen das Problem zu gut. Denn gerade im Bereich der Blechumformung treten aufgrund der zahlreichen Verarbeitungsschritte häufig störende Einflüsse auf, die die Effektivität der genutzen Anlagen und die Qualität der produzierten Bauteile herabsetzen. Da hilft es, wenn bei der Beseitigung des Fehlers auf vorhandene Erfahrungen zurückgegriffen werden kann. Doch bislang wird dieses Wissen kaum systematisch erfasst. Abhilfe schaffen soll nun eine neue Software, die das IPH zusammen mit dem Institut für Umformtechnik und Umformmaschinen (IFUM) der Leibniz Universität Hannover und der Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e. V. (GFaI) aus Berlin entwickeln möchte. Das Vorhaben ist Teil des Forschungsprojektes "Effektivitätssteigerung durch Erfahrungsrückgewinnung", kurz ESTER, das kürzlich offiziell gestartet ist. Gestern fand das erste Treffen mit dem projektbegleitenden Industrieausschuss statt.

Von Interesse werden die Forschungsergebnisse von ESTER für alle produzierenden Unternehmen sein, vor allem für die Bereiche Maschinenbau und Fahrzeugtechnik als Hauptnutzer von umgeformten Blechteilen. Im Rahmen von ESTER soll eine Systematik erarbeitet werden, mit deren Hilfe die Effektivität von Anlagen zur Blechumformung gesteigert und bewertet werden kann. Möglich gemacht werden soll dies durch eine rechnergestützte Erfahrungsrückgewinnung. In einer Datenbank werden Probleme, die in der Vergangenheit in der Produktion aufgetreten sind, dokumentiert. Eine Software soll hinterlegte Lösungen für jede Störung bereitstellen. Um den Erfolg der Datenbasis im Anschluss zu ermitteln, ist zudem noch die Entwicklung eines Kennzahlensystems geplant.

Das Projekt ESTER wird im Programm zur Förderung der "Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF)" sowie im Initiativprogramm "Zukunftstechnologien für kleine und mittlere Unternehmen (ZUTECH)" vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie über die "Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungseinrichtungen (AiF)" finanziert. An dem Projekt, das auch von der Europäischen Forschungsgesellschaft für Blechverarbeitung e. V. (EFB) unterstützt wird, sind die drei Forschungsinstitute IPH, IFUM und GFaI sowie zehn Industrieunternehmen beteiligt. Das Forschungsvorhaben ist auf 27 Monate ausgelegt.

Meike Wiegand | idw
Weitere Informationen:
http://www.ifum.uni-hannover.de/ester.

Weitere Berichte zu: Blechumformung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau
28.04.2017 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten
27.04.2017 | EMAG eldec Induction GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie