Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erledigt (fast) alles

01.10.2010
Roboter-Schleifanlage? Universal-Bearbeitungszentrum!

Ihre Hochleistungsprodukte fertigt die Regensburger Maschinenfabrik Reinhausen mit drei fast identischen Roboter-Schleif- und Bearbeitungsanlagen von SHL. Das Bearbeiten eines Blechteils dauerte früher sechsmal so lange – heute kommt das Teil fix und fertig aus der Anlage.

Ein Roboter erledigt Arbeiten günstig, schnell, in hoher und reproduzierbarer Qualität sowie prozesssicher. Deshalb führte die Maschinenfabrik Reinhausen (MR) aus Regensburg vor knapp zwölf Jahren die erste Roboter-Schleifanlage von SHL Automatisierungstechnik in Böttingen ein. MR stellt Stufenschalter für die Energieversorgung her. Das Unternehmen hat im Verlaufe der Jahre ein breites Spektrum an Komponenten und Geräten für Energieübertragung, -verteilung und die Peripherie entwickelt. Die Kriterien Prozesssicherheit, Qualität, Produktivität und Humanisierung der Arbeitswelt stehen an vorderster Stelle.

Ende der 80er Jahre wurde die eher konventionell ausgestattete Teilefertigung bei der Maschinenfabrik umstrukturiert. 1998 bekamen die Automatisierungstechniker den ersten Auftrag für mittlerweile drei fast identische Roboter-Schleif- und Bearbeitungsanlagen. In Zusammenarbeit mit den Anwendungsspezialisten entstand eine multifunktionelle und universell einsetzbare Roboter-Bearbeitungsanlage. Heute schleifen die SHL-Roboter Kupfer- und Aluminiumteile, entgraten Blechteile, bringen Bohrungen und Senkungen ein und verputzen Blechteile.

Die SHL-Roboter-Schleifanlagen sind als komplett gekapselte Bearbeitungszellen konzipiert. Sie bestehen jeweils aus einem Sechs-Achs-Industrieroboter Kuka KR 30/3 für maximal 30 Kilogramm Traglast, einer positionierbaren Doppel-Kontaktrollen-Schleifmaschine PDKS, einem Rundtisch/Drehsockel und einer Doppelbürstmaschine DDP550 ROB. Dazu kommen noch zwei Frässpindeln, eine Drehspanneinheit zum Wenden/Umspannen von Werkstücken, ein Wechselspanner für verschiedene Werkstückgreifer und ein Doppel-Zuführtisch für palettierte Rohteile. Außerdem gehört ein Ausfuhrband für fertige Werkstücke, eine Schallschutzkabine mit Absaugeinrichtung, eine Sicherheitseinrichtung und die Steuerung mit Software und einem Handbedienterminal zur Anlage.

Die Doppelbürstmaschine DDP550 ROB und die Frässpindeln sind auf dem Rundtisch/Drehsockel installiert und werden je nach Aufgabe automatisch geschwenkt oder in Position gebracht. Der Doppel- oder Paletten-Zuführtisch stellt in Wechselpaletten oder Aufnahmen dem Roboter die Werkstücke lageorientiert zur Verfügung. Der Roboter entnimmt ein Teil, verfährt zur jeweiligen Bearbeitungsstation zum Schleifen, Entgraten, Bohren oder Senken. Danach setzt er das Werkstück auf dem Austragförderband ab; es dient als Puffer für viele Teile. Die geschliffenen Kupfer- und Aluwerkstücke sind von Hand zu entnehmen.

Der Bediener finisht sie an einer Feinschleif- und Polierstation. Dann werden die Blechteile entnommen und in Transportbehälter gelegt.

Bei der Hauptbearbeitung, dem Schleifen und Bürsten von Kontakteilen und Schaltelementen aus Kupfer und Aluminium, nehmen die beiden Wechselpaletten des Zuführsystems 120 Werkstücke auf. Pro Schicht werden rund 100 Stück gefertigt. Die Anlage läuft über mehr als eine Schicht autark, und der Bediener kann sich dem Finishing, der Roboter-Programmierung und dem Materialfluss widmen. Das Umrüsten geht schnell; lediglich Greifer, Werkstück-Aufnahmen und Arbeitsprogramme müssen gewechselt werden.

| handling
Weitere Informationen:
http://www.handling.de/Robotertechnik/Roboter-Schleifanlage_id_4071__dId_541460__app_510-34977_.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Ein MRT für Forscher im Maschinenbau
23.11.2017 | Universität Rostock

nachricht Mehr Sicherheit beim Fliegen dank neuer Ultraschall-Prüfsysteme
20.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinen über die eigene Handfläche steuern: Nachwuchspreis für Medieninformatik-Student

24.11.2017 | Förderungen Preise

Treibjagd in der Petrischale

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie