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Entwurfsmethode für Mechatronik-Systeme

07.01.2009
Wie Peter-Michael Synek vom VDMA erläuterte, diente die Veranstaltung zur Darstellung der Zwischenergebnisse aus dem Verbundforschungsprojekt Aquimo, das sich mit der Entwicklung zuverlässiger mechatronischer Systeme befasst.

Es soll Werkzeuge und Verfahren für eine modellgestützte, synchronisierte Produkt-entstehung sowie Prüf-, Test- und Diagnoseverfahren für die Entwicklung, die Produktion und den Betrieb mechatronischer Systeme hervorbringen sowie betriebliche Einführungsstrategien für mechatronische Systeme. Das sei genau das Themenfeld des Projekts, das für „Adaptierbares Modellierungswerkzeug und Qualifizierungsprogramm für den Aufbau firmenspezifischer mechatronischer Engineeringprozesse“ stehe.

Präsentation der Methode anhand eines Laborversuchs

Ein Konzept der mechatronischen Entwurfsmethode stellte Florian Wascher an einem Laborversuch der Hochschule Esslingen dar. In diesem Versuch stand ein interdisziplinäres Team vor der Aufgabe, gemeinsam eine Maschine zu entwerfen. „Erst haben wir eine 3D-Skizze generiert, und dann haben wir uns Gedanken darüber gemacht, wie man die Bewegungen realisieren kann“, berichtete Wascher.

Auf diesem Wege sei man zur Simulation gekommen, wobei für jede einzelne Komponente ein Verhaltensmodell erstellt wurde. Aus den Aquimo-Basiskomponenten – aufgeteilt in Antriebskomponenten, angetriebene Komponenten und Energiekomponenten – baute man eine Projektstruktur auf; der Ablauf der Maschine wurde generalisierend in einem Diagramm veranschaulicht.

Schnittstellenproblematik ist wichtiges Thema

Monika Hackel von der Fernuniversität Hagen referierte über die Interaktion und Kommunikation in Engineeringprozessen. Zum Faktor Mensch im mechatronischen Entwurfssystem präsentierte sie Ergebnisse von Untersuchungen der Schwierigkeiten an den Schnittstellen zum Konstruktionsprozess, wie sie bei den drei in das Forschungsprojekt eingebundenen Firmen (Heller, Homag, Nagel) auftauchten.

„Daraus leite ich Anforderungen an die Werkzeuge für den mechatronischen Engineeringprozess ab – und auch Anforderungen an die Qualifizierung der Mitarbeiter in dem Prozess“, unterstrich sie. Denn anders als beim üblichen sequenziellen Konstruktionsprozess vollziehe sich beim komponentenbasierten Ansatz eine Veränderung innerhalb der Prozesse.

Ulrich W. Schamari | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/automatisierung/fertigungsautomatisierung/articles/166014/

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