Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Ihr entgeht nichts - Vollautomatische Prüfung im Mikrometerbereich

16.01.2012
MartinMechanic stellt die Prüfanlage MPV 1730 vor, bei der zehn Kameras Präzisionsdrehteile sortieren. Die Anlage ist auf Dauerbetrieb ausgerichtet.

Dieser vollautomatischen Prüfanlage kann nichts mehr entgehen. Denn sie hat zehn hochauflösende Kameras, die jeweils ihren eigenen Prozessor mit Informationen versorgen. Die MPV 1730 testet mit einer Genauigkeit im Mikrometerbereich.

Es ist die sechste Anlage seit 2005, die filigrane Bauteilchen eines Automobilzulieferers mit Hilfe tele- und endozentrischer Optiken unter die Lupe nimmt – entsprechend umfangreich ist das Know-how, das in dieser achtmonatigen Neuentwicklung steckt.

In mehreren Stufen – angefangen beim Wachsausschmelzverfahren über die Keramikform bis zum Feinguss – entstehen die Miniatur-Ventilklappen aus hochlegiertem Stahl, die einzeln nachgeschliffen werden. Sie regeln den Luftstrom im Innern eines Hochdruckventils. Entsprechend passgenau müssen die Durchmesser und Winkel des Schafts und der Dichtflächen stimmen.

Um diese Maße auf den Millionstel Meter überprüfen zu können, hat MartinMechanic das Prüfzentrum im Kundenauftrag verfeinert und noch umfangreicher ausgestattet. Geprüft werden können im Prinzip alle Arten von Präzisionsdrehteilen aus dem Automobilbau, Maschinenbau, Medizintechnik oder der Aviatik.

Vom sogenannten Bunker aus durchlaufen die zu prüfenden Bauteilchen mit einer Taktzeit von 3,6 Sekunden die Anlage, um dann in fünf Kategorien sortiert zu werden. Nur die Teilchen einer Auffangstation sind absolut perfekt; die anderen vier Sammelstellen enthalten Ventilklappen, die nachgearbeitet werden müssen, um dann erneut geprüft zu werden.

Über den Vibrationsfördertopf bekommt die erste Kamera das Bauteilchen vor ihre Linse und erkennt seine Lage. Die Vereinzelung übergibt es lagegenau in einen Doppelgreifer, der es in den Rundtisch legen kann. Dieser dreht sich und schwenkt automatisch, wodurch die sensible Kamera die Dichtfläche genau analysieren kann. Alle Seiten des hochlegierten Stahls werden auf Lunker, Kratzer und Risse abgetastet.

Ständig werden die Ventilklappen mit den gewünschten Mustern abgeglichen. Durch hartes Messen werden Fehler auf der Oberfläche sofort erkannt. Letzte Station ist die übergreifende Endkontrolle. Über eine Weiche werden die guten Bauteile in den Gutteile-Behälter gelegt; die restlichen gelangen nach ihren Fehlermerkmalen in die vier weiteren Behälter.

Bei der Entwicklung der Auswerte-Algorithmen hat der Hersteller nichts dem Zufall überlassen und die Software selbst mitentwickelt. Deshalb war der Aufwand für die PC-basierte Bildverarbeitung enorm. Clever und schnell setzt das MPV 1730 mit seinen 16 Quad-Core-Prozessoren die Prüfpläne um.

Gegenüber der ersten Generation kann diese Anlage noch schneller und exakter alle Fehlermerkmale kontrollieren und weitere Funktionen übernehmen. Bedienkonzept und Darstellung sind verbessert. Die Fehlererkennung der vier wichtigsten Kameras kann parallel an den dazu gehörigen Kontrollbildschirmen mit verfolgt werden.

Die robuste Anlage ist aus schwerem Stahl gebaut und verschweißt und kann an sieben Tagen rund um die Uhr im Einsatz sein. Durch einen Rezeptwechsel lässt sie sich dem jeweiligen Auftrag anpassen. Das Konzept der vorbeugenden Wartung ist konsequent umgesetzt. pb

| handling
Weitere Informationen:
http://www.handling.de/Special-Automotive/Pruefanlage-MPV-1730/Ihr-entgeht-nichts.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Die Zukunft des Fliegens auf dem Prüfstand
25.04.2018 | Technische Universität München

nachricht CI-Maschine von EMAG ECM: Hocheffektive Lösung für das Entgraten von komplexen Bauteilen
12.04.2018 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Why we need erasable MRI scans

New technology could allow an MRI contrast agent to 'blink off,' helping doctors diagnose disease

Magnetic resonance imaging, or MRI, is a widely used medical tool for taking pictures of the insides of our body. One way to make MRI scans easier to read is...

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Konferenz »Encoding Cultures. Leben mit intelligenten Maschinen« | 27. & 28.04.2018 ZKM | Karlsruhe

26.04.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zur Marktentwicklung von Gigabitnetzen in Deutschland

26.04.2018 | Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nano-Drähte auf Stents sollen Kindern mit Herzfehler unnötige Eingriffe ersparen

27.04.2018 | Medizintechnik

Herz-Medikament kurbelt Reparatur von Neuronen an

27.04.2018 | Medizin Gesundheit

Warum Getreide besser ist

27.04.2018 | Agrar- Forstwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics