Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Energie-Effizienz im Blick mit Sizer von Siemens

15.10.2010
Automatisierte Berechnung von Antriebsalternativen mit der günstigsten Energiebilanz

Die Software Sizer der Siemens-Division Drive Technologies ist ein Projektierungstool für die Planung von Antriebsanwendungen der Gerätefamilie Sinamics. Mit der neuen Version Sizer 3.4 können nun auch zwei Antriebslösungen bezüglich der Energie-Effizienz verglichen und somit Sparpotenziale ermittelt werden. Mit einer Konvertierungsfunktion ist es auf einfache Weise möglich, bereits projektierte Antriebskonfigurationen zu modifizieren, um anschließend die Auswirkungen auf den Energieverbrauch festzustellen und eine günstigere Variante auszuwählen.


Vergleichrechung im Sizer für zwei Antriebskonfigurationen mit Anzeige des jeweils für das spezifizierte Lastprofil erwarteten Energiebedarfes pro Jahr für jede Antriebsvariante.

Energiemanagement gewinnt in der Industrie zunehmend an Bedeutung wegen steigender Energiekosten, strengerer Umweltauflagen oder einer angestrebten Zertifizierung nach der internationalen Norm zur Energieeffizienz EN16001. Vor allem trägt Energieeffizienz in der Produktion entscheidend zur Kostenreduktion von Anlagen bei und verbessert so die Wettbewerbsfähigkeit. Der typische Stromverbrauch von gängigen Produktions- oder Werkzeugmaschinen beträgt pro Jahr rund 50.000 kWh. Das entspricht Kosten von rund 5.000 Euro pro Jahr und pro Maschine. Mehr als 50 Prozent der Grundlast einer Maschine werden durch Aggregate wie Kühl- und Schmiermittelpumpen, Zuführ- und Fördereinheiten sowie Druck- oder Sperrluft verbraucht. Es lohnt sich also, eine energetische Betrachtung der beteiligten Antriebe und einen Vergleich durchzuführen, ob mit einer veränderten Antriebskonstellation nicht signifikante Einsparungen im Energieverbrauch zu erzielen sind.

Die neue Version 3.4 der Projektierungssoftware Sizer von Siemens bietet neben einer lastabhängigen Energieverbrauchsberechnung eine Antriebskonvertierung für die automatische Generierung von energetisch günstigen Antriebsvarianten.

Die Energiebetrachtung berücksichtigt die Komponenten Motor, Leistungsteile wie Umrichter und Netzdrossel, Eingangsdrossel, Ausgangsdrossel sowie aktive Schnittstellen-Module. Für den Energiebedarf der Mechanik wird die benötigte Leistung am Getriebe herangezogen. Reibung und Wirkungsgrade der Mechanik sind hierin einbezogen. Bei den Motoren werden lastabhängige Anteile wie Kupfer- und Eisenverluste, Verluste durch Reibung sowie Oberschwingungsverluste berücksichtigt. Bei den Leistungskomponenten werden stromabhängige Verlustanteile wie Leit- und Schaltverluste betrachtet. Aber auch ein leistungsabhängiger Verlust ausgehend von der Ausgangswirkleistung kommt zum Tragen und belastungsunabhängige Konstantverluste werden einkalkuliert. Die Gesamtbilanz in einem beliebigen Betriebspunkt ergibt sich aus der Summe der Einzelverlustleistungen in dem betreffenden Betriebspunkt.

Mit der Sizer-Funktion Antriebskonvertierung können aus einem bisher projektierten Antriebssystem alternative Antriebssysteme mit einer günstigeren Energiebilanz erzeugt werden. Auf dieser Basis kann dann die Entscheidung zum wirtschaftlichsten System getroffen werden.

Neben Sinamics können mit Sizer auch Antriebsanwendungen von Micromaster, Dynavert T und Motorstartern sowie von den Steuerungen Sinumerik, Simotion projektiert werden.

Leseranfragen bitte unter Stichwort „DT 3003“ an:
Siemens Drive Technologies, Infoservice, Postfach 23 48, D-90713 Fürth.
Fax ++49 911 978-3321 oder E-Mail: infoservice@siemens.de
Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter von umweltfreundlicher Produktions-, Transport-, Gebäude- und Lichttechnik. Mit durchgängigen Automatisierungstechnologien und umfassenden Branchenlösungen steigert Siemens die Produktivität, Effizienz und Flexibilität seiner Kunden aus Industrie und Infrastruktur. Der Sektor besteht aus den sechs Divisionen Building Technologies, Drive Technologies, Industry Automation, Industry Solutions, Mobility und Osram. Mit weltweit rund 207 000 Mitarbeitern (30. September) erzielte Siemens Industry im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von rund 35 Milliarden Euro.
Die Siemens-Division Drive Technologies (Nürnberg) ist weltweit führend bei Produkten und Dienstleistungen für Produktions- und Werkzeugmaschinen. Dies umfasst Standardprodukte sowie branchenspezifische Steuerungs- und Antriebslösungen. Durchgängige Technologien über den gesamten Antriebsstrang mit elektrischen und mechanischen Komponenten bieten die größten Potenziale, den Energieverbrauch in Industrieanlagen zu senken. Zu den Dienstleistungen gehören Mechatronik-Support sowie Online-Dienste für web-basiertes Störungsmanagement und präventive Wartung. Mit weltweit rund 36 000 Mitarbeitern (30. September) erzielte Siemens Drive Technologies im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 7,5 Milliarden Euro.

Siemens AG
Corporate Communications and Government Affairs
Wittelsbacherplatz 2, 80333 München
Deutschland
Informationsnummer: IDT201010.3003
Media Relations: Franz-Ferdinand Friese
Telefon: +49 911 895-7946
E-Mail: franz.friese@siemens.com
Siemens AG
Industry Sector – Drive Technologies Division
Gleiwitzerstr. 555, 90475 Nürnberg

Franz-Ferdinand Friese | Siemens Industry
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/sizer
http://www.siemens.com/industry
http://www.siemens.com/drivetechnologies

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Stresstest über den Wolken
21.06.2017 | Hochschule Osnabrück

nachricht 3D-Druck im Mittelstand etablieren
20.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie