Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einzigartige Werkzeugmaschine für die Forschung

08.04.2013
Beste Voraussetzungen in der Hochleistungsbearbeitung
Eine Werkzeugmaschine mit diesem Leistungsvermögen an einem Forschungsinstitut – das ist bundesweit einzigartig. Das Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) der Leibniz Universität Hannover hat eine neue Werkzeugmaschine: die Heller H5000, ein 4-Achs-CNC-Bearbeitungszentrum für die Fräsbearbeitung schwer zerspanbarer Werkstoffe. Eine gute Investition - meint Institutsleiter Prof. Dr.-Ing. Berend Denkena: „Für unsere Forschungen haben wir damit die Voraussetzungen in der Hochleistungsbearbeitung geschaffen, um eine gute Übertragbarkeit für industrierelevante Prozesse zu gewährleisten.“

Wie durch Butter arbeitet sich der Fräskopf durch Titan. „Das ist Maschinenbau“, freut sich Maschinenbetreuer Dipl.-Ing. Michael Rehe. Hergestellt werden können mit der Heller H5000 beispielsweise Titanstrukturbauteile für die Luftfahrtindustrie, Spante, die Tragflächen und Rumpf der Flugzeuge verstärken. Selbst bei hoher Schnittgeschwindigkeit mit hoher Schnitttiefe bleibt die Maschine stabil, das heißt, sie gerät nicht ins Schwingen. Rund 13 Tonnen bringt die Heller auf die Waage und ist damit nicht nur mit ihrer Leistungsfähigkeit ein Schwergewicht.

Von Seiten der Industrie gibt es bereits positive Signale zur Anschaffung des IFW. Hans-Joachim Peters, Werkleiter der Premium AEROTEC GmbH in Varel: „Mit dieser Investition hat das IFW die Weichen gestellt für eine Intensivierung unserer Zusammenarbeit.“

Rund 650.000 Euro hat die neue Werkzeugmaschine gekostet. Finanziert wird sie aus dem Großgeräteprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Das Programm sieht für die Finanzierung eine Beteiligung von jeweils 50 Prozent von Bund und Land Niedersachsen vor.

Einige Eckdaten
Drehmoment: 2.292 Nm
Spindeldrehzahl: 6.000 m-1
Spindelleistung: 60 kW
Kühlschmiermittelstoffzufuhr: bis 100 bar

Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen Dipl.-Ing. Michael Rehe vom IFW der Leibniz Universität Hannover unter Telefon +49 511 762 18006 oder per E-Mail unter rehe@ifw.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Mechtild Freiin v. Münchhausen | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flüssiger Wasserstoff im freien Fall
05.12.2016 | Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM)

nachricht IPH entwickelt Prüfstand für angetriebene Tragrollen
29.11.2016 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher entwickeln Unterwasser-Observatorium

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

HIV: Spur führt ins Recycling-System der Zelle

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Mehrkernprozessoren für Mobilität und Industrie 4.0

07.12.2016 | Informationstechnologie