Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einsatz der richtigen Pumpentechnik vermeidet Umweltschäden

02.02.2009
Der Einsatz von elektrischen Pumpen als Antrieb macht die industrielle Nutzung von Wasser erst möglich. Pumpen fördern Prozess-, Brauch- und Abwässer im Betrieb dorthin, wo sie benötigt werden. Durch den Einsatz der passenden Pumpentechnik können die Betriebe einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Kein Industriebetrieb kommt ohne Pumpen aus. In Werkzeugmaschinen fördern sie Schmierstoffe; in Hydrauliksystemen sorgen sie für den Transport des Fluids; in Rohrleitungen treiben sie das Fördermedium an. Bei all diesen Förderaufgaben lässt sich Leckage nicht ganz vermeiden. Kritisch wird es, wenn die Leckage die Umwelt gefährdet, was bei der Förderung von Wasser sehr schnell geschehen kann.

Eine kritische Komponente bei der Förderung von Wasser ist das eingesetzte Schmieröl der Pumpen. Im Fall einer Havarie kann es beträchtliche Umweltschäden erzeugen, beispielsweise wenn das Öl ins Grundwasser gelangt. Eine Möglichkeit, diese Gefahr zu vermeiden, ist der Einsatz von Pumpen, die mit biologisch abbaubarem Schmieröl arbeiten. Verunreinigungen des Grundwassers durch die eingesetzte Pumpentechnik sind damit ausgeschlossen.

Flachsaugende Pumpen legen geflutete Flächen trocken

Für die Umwelt ebenfalls verheerend kann ein Schaden innerhalb eines Betriebsgebäudes sein. In diesem Fall gilt es, ausgelaufene Gefahrstoffe aufzunehmen, bevor diese in die Kanalisation gelangen. Rohrbrüche, Überflutungen nach starken Regenfällen oder kontaminiertes Löschwasser nach einem Brand sind für Umweltbelange in diesem Zusammenhang wichtige kritische Situationen. Jeder Betrieb sollte für solche Havarien gerüstet sein. Bewährt haben sich in diesen Fällen flachsaugende Pumpen im unbeaufsichtigten Dauerbetrieb, die die gefluteten Flächen trockenlegen können. Die sogenannten Flachsauger können Wasser bis zu einem Restpegel von 1 mm aufnehmen, also praktisch bis zum letzten Tropfen. Die Natur profitiert davon, denn das verunreinigte Wasser kann fachgerecht entsorgt werden.

Automatische Pumpen-Notfallsysteme verhindern „GAU“ im Ölkeller

Bei Gebäuden in Ufernähe birgt eindringendes Wasser das Potenzial zur großflächigen Wasserverschmutzung. Wer als Gebäudeeigner auf Nummer sicher gehen will, installiert vorsorglich ein Pumpen-Notfallsystem. Es springt automatisch an, bevor eindringendes Wasser den Ölkeller oder andere sensible Bereiche erreicht. Wird nur ein einziger Schaden verhindert, hat sich das System bereits bezahlt gemacht.

Größere Betriebe unterhalten nicht selten eigene Klärwerke, um die Abwässer selber zu reinigen. Dabei können die Unternehmen die Natur durch den cleveren Einsatz von Pumpentechnik schonen. Ein Beispiel ist der Sandfang, in dem feste Stoffe aus dem Wasser gefischt werden. Die aufwändige konventionelle Technik lässt sich durch eine verhältnismäßig kleine Schlickpumpe substituieren. Bauliche Maßnahmen sind dafür nicht erforderlich, die Pumpe wird lediglich eingehängt und mittels Räumer hin und her bewegt.

Belüftung von Belebtschlammbecken kommt ohne Kompressor aus

Für betriebliche Kläranlagen empfehlen Umweltexperten ferner den Einsatz von pumpenähnlichen Tauchbelüftern. Sie dienen der Vorklärung von Abwässern, werden zur Belüftung in Belebtschlammbecken eingesetzt oder können verschiedene Gase zur Neutralisation des pH-Wertes ins Abwasser eintragen. Ein Vorteil dieser Belüftung: Sie kommt ohne Kompressor aus, für den meist ein separates Gebäude nebst Infrastruktur gebraucht wird.

Frank Fladerer | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/betriebstechnik/pumpenarmaturenrohrleitungen/articles/169167/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Aufwind für die Luftfahrt: University of Twente entwickelt leistungsstarke Verbindungsmethode
23.01.2017 | University of Twente

nachricht Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel
17.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie der Nordatlantik zum Wärmepirat wurde

23.01.2017 | Geowissenschaften

Immunabwehr ohne Kollateralschaden

23.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie