Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einfach, zuverlässig und sicher: Siemens entwickelt neue Sublanze für LD-Konverter

26.03.2012
Mit der Simetal Sublance 2.0 bietet Siemens VAI Metals Technologies den Betreibern von LD-Stahlwerken ein neues Lanzensystem für Temperatur- und Sauerstoffmessung, Probenentnahme und Badspiegelerkennung.

Das System umfasst eine vertikal verfahrbare Sublanze inklusive Lanzenwagen und ein spezielles Probenmagazin. Es verbindet ein kompaktes und inhärent betriebssicheres Antriebskonzept mit einem Radar basierten Messsystem zur schnellen und präzisen Positionierung der Lanze. Damit lassen sich Messtaktzeiten von unter 110 Sekunden erreichen. Das System ist einfach und robust aufgebaut und erreicht eine hohe Zuverlässigkeit bei reduzierten Instandhaltungskosten.


Aufgrund ihrer räumlichen Nähe zum Konverter sind Sublanzen im Stahlwerk rauen Umgebungsbedingungen ausgesetzt, darunter hohen Temperaturen und einer starken Staubkonzentration in der Umgebungsluft. Dementsprechend schwierig und aufwändig sind auch die Wartung und Instandhaltung von Lanzensystemen.

Die neue Simetal Sublance 2.0 von Siemens ist für eine Installation oberhalb des Konverterkühlkamins konzipiert. Messungen und Probenentnahme erfolgen über eine Öffnung im Kamin. Das Antriebssystem der Sublanze ist nach dem Aufzugkonzept realisiert: Zwei über schlupffreie Treibscheiben geführte, redundante Stahlseile verbinden den vertikal verfahrbaren Lanzenwagen mit einem Gegengewicht. Dieses ist geringfügig schwerer als der Lanzenwagen, sodass er bei Stromausfall oder einer Antriebsstörung alleine mithilfe der Schwerkraft wieder in die Ausgangsposition gefahren werden kann. Dies erhöht die Betriebssicherheit enorm. Da in Summe lediglich eine kleine Masse gehoben werden muss, kann auch der Antriebsmotor kleiner dimensioniert und der Lanzenwagen schneller und präziser bewegt werden als bei herkömmlichen Antriebslösungen. Dies ermöglicht Messtaktzeiten von nur 110 Sekunden.

Der Lanzenwagen ist mit mehrfach einstellbaren Rollen ausgestattet, die ein glattes Fahren auf den Führungsschienen gewährleisten. Die Sublanze selbst wird mit einer Schnellkupplungsvorrichtung an den Lanzenwagen angehängt. Dabei erfolgt die Ankopplung der Lanze samt Wasserversorgung automatisch, durch Ausnutzung ihres Eigengewichts. Zusätzliche Schraubverbindungen dienen dazu, ein unbeabsichtigtes Abkoppeln zu vermeiden. Die Schnellkupplung ermöglicht einen einfachen und schnellen Wechsel, sowie eine einfache Rotation der Lanze um 180°. Darüber hinaus kann die Lanze auch per Hand gedreht werden, um möglichen Wärmeverzug auszugleichen. Am unteren Ende der Führungsschiene ist eine Zentriervorrichtung montiert, um die Lanzenspitze auch bei hoher Betriebsgeschwindigkeit präzise zu positionieren. Zur Positionierung dienen ein Messgeber auf dem Antrieb und ein berührungsloses Radarsystem. An den Schienen selbst werden keine weiteren Positionsgeber benötigt. Dies steigert die Zuverlässigkeit und Sicherheit des Systems. Alle Messfühler sind auf der Antriebsbühne montiert und daher leicht zugänglich.

Für die Lagerung und Handhabung der Proben hat Siemens eine neue Magazinlösung entwickelt. Das Magazin umfasst bis zu fünf Lagerkästen mit je 20 Proben für den Langzeitbetrieb. Jeder Kasten verfügt über eine genaue Stückanzeige der Füllmenge und setzt bei Unterschreiten eines einstellbaren Grenzwerts automatisch eine Nachricht an den Leitstand ab. Das Nachfüllen der Kästen kann von hinten per Hand vorgenommen werden. Die Rotation der Probe aus der horizontalen Lagerposition in die vertikale Position erfolgt über eine Sonderführungsschiene. Diese dreht die Probe unter Ausnutzung ihres Eigengewichts und kommt ohne weitere mechanische Antriebe aus. In senkrechter Position wird die Probe vor der Montage auf die Lanze mit einem Greifer fixiert und mit diesem nach der Messung wieder abgezogen.

Eine ergänzende Lösung zur automatisierten Kalibrierung des Messsystems ist zurzeit in Entwicklung. Die Simetal Sublance 2.0 kann auch mit dem Robotersystem LiquiRob von Siemens kombiniert werden.

Der Siemens-Sektor Industry (Erlangen) ist der weltweit führende Anbieter innovativer und umweltfreundlicher Produkte und Lösungen für Industrieunternehmen. Mit durchgängiger Automatisierungstechnik und Industriesoftware, fundierter Branchenexpertise und technologiebasiertem Service steigert der Sektor die Produktivität, Effizienz und die Flexibilität seiner Kunden. Der Sektor Industry hat weltweit mehr als 100.000 Beschäftigte und umfasst die Divisionen Industry Automation, Drive Technologies und Customer Services sowie die Business Unit Metals Technologies. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.siemens.com/industry

Die Business Unit Metals Technologies (Linz, Österreich) im Siemens-Sektor Industry ist ein weltweit führender Anbieter für Anlagenbau und Engineering in der Eisen- und Stahlindustrie sowie dem Flachwalzsektor der Aluminiumindustrie. Die Business Unit bietet ein umfassendes Liefer- und Leistungsspektrum für metallurgische Anlagen, Ausrüstungen, sowie integrierte Automatisierungs- und Umweltlösungen über den gesamten Lebenszyklus von Anlagen. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.siemens.com/metals

Reference Number: IMT201203144d

Ansprechpartner
Herr Dr. Rainer Schulze
Metals Technologies
Siemens AG
Turmstr. 44
4031 Linz
Österreich
Tel: +49 (9131) 7-44544

Dr. Rainer Schulze | Siemens Industry
Weitere Informationen:
http://www.siemens.com/metals

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Untersuchung klimatischer Einflüsse in der Klimazelle - Werkzeugmaschinen im Check-Up
01.02.2018 | Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik

nachricht 3D-Druck von Metallen: Neue Legierung ermöglicht Druck von sicheren Stahl-Produkten
23.01.2018 | Universität Kassel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Good vibrations feel the force

Eine Gruppe von Forschern um Andrea Cavalleri am Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) in Hamburg hat eine Methode demonstriert, die es erlaubt die interatomaren Kräfte eines Festkörpers detailliert auszumessen. Ihr Artikel Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, nun online in Nature veröffentlich, erläutert, wie Terahertz-Laserpulse die Atome eines Festkörpers zu extrem hohen Auslenkungen treiben können.

Die zeitaufgelöste Messung der sehr unkonventionellen atomaren Bewegungen, die einer Anregung mit extrem starken Lichtpulsen folgen, ermöglichte es der...

Im Focus: Good vibrations feel the force

A group of researchers led by Andrea Cavalleri at the Max Planck Institute for Structure and Dynamics of Matter (MPSD) in Hamburg has demonstrated a new method enabling precise measurements of the interatomic forces that hold crystalline solids together. The paper Probing the Interatomic Potential of Solids by Strong-Field Nonlinear Phononics, published online in Nature, explains how a terahertz-frequency laser pulse can drive very large deformations of the crystal.

By measuring the highly unusual atomic trajectories under extreme electromagnetic transients, the MPSD group could reconstruct how rigid the atomic bonds are...

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Von festen Körpern und Philosophen

23.02.2018 | Veranstaltungen

Spannungsfeld Elektromobilität

23.02.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

„Molekularer Schraubstock“ ermöglicht neue chemische Reaktionen

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Internationale Forschungskooperation will Altersbedingte Makuladegeneration überwinden

23.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Workshop zu flexiblen Solarzellen und LEDs auf der Energiemesse „New Energy“

23.02.2018 | Seminare Workshops

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics