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Effizienz-Steigerung dank Retrofit

26.11.2008
Im Takt zu arbeiten verspricht es störungsfreien Ablauf und somit hohe Effizienz. Die Güdel AG schaffte das jüngst mit einem Retrofit an einer 5er-Pressenlinie bei einem Automobil-Zulieferer in Mexiko. Für den Teile-Transfer zwischen den Pressen entfallen nun dank der 4-achsigen Feeder die bisher notwendigen Zwischenstationen, und der gesamte Prozess wurde zum Optimum beschleunigt.

Das Wichtigste vorweg: Anstatt acht Hübe pro Minute erreicht die 5er-Pressenlinie nun bis zu zehn. Das ist eine Output-Steigerung von 25%. Erreicht wurde das erstens durch Vereinfachung, zweitens durch nun harmonischen Teile-Transfer sowie nicht zuletzt durch eine integrierte Prozess-Steuerung, die sowohl die Pressen selbst als auch das neue Feeder-Teile-Handlingsystem synchronisiert.

Zwischenstationen bremsen Werkstückfluss

Die Vorgabe war klar: Die Ausbringung sollte gesteigert werden. Und klar war auch, wo da anzusetzen war – bei den Zwischenstationen nämlich, die den Prozess mit dem Ablegen und Wieder-Aufnehmen der Teile langsam und disharmonisch machen und die überdies mit ihrem Tooling Invest- und Wartungskosten verursachen und so beim Umrüsten unnötig viel Zeit kosten.

Nahe liegend ist da der Einsatz 6-achsiger Standard-Industrie-Roboter, die für diese Aufgabe aber zwei Nachteile haben: Erstens sind sie mit ihren sechs Achsen für den Teile-Transfer zwischen den Pressen einer Linie überqualifiziert, und zweitens operieren sie mit ihrer jeweils eigenen Steuerung, die sich ja wieder verständigen muss mit der Steuerung der Pressen. Und Kommunikations-Schnittstellen sind von Haus aus heikel.

Robo-Feeder kommen für die Teileübergabe mit vier Achsen aus

Den gleichfalls standardisierten und somit bewährt-zuverlässigen robo-Feedern von Güdel dagegen genügen für die Aufnahme der Teile aus einer Presse und für die Übergabe zur nächsten nur vier Achsen und sie sind gleichwohl durch lineare und rotative Bewegungen auch fähig zu bogenförmigen, fließenden und damit zu harmonisch-schnellen Bewegungen entsprechend der Kontur der Werkzeuge in den Pressen.

Die robo-Feeder von Güdel arbeiten mit einer Line-Master-Steuerung, die die Feeder- mit den Pressen-Bewegungen so synchronisiert, dass beide Hand in Hand arbeiten, der gesamte Prozess gleichmäßig und somit stabil abläuft. Das zahlt sich natürlich aus in höherer technischer Verfügbarkeit und längerer Lebensdauer aller Komponenten.

Robo-Feeder sparen vier Zwischenstationen mitsamt Tooling ein

Mit der Installation der vier robo-Feeder zwischen den fünf Pressen entfallen nicht nur die vier Zwischenstationen, sondern auch das dazugehörige Tooling – allein diese Investkosten dürften bei neuen Aufträgen um 50% niedriger sein. Auch das Umrüsten an den robo-Feedern geht nun generell um mehr als die Hälfte schneller als zuvor. Der Anwender rechnet damit, dass die durch das Umrüsten wie durch Ablauffehler bedingten Stillstandszeiten der Pressenlinie um 60 bis 70% geringer sein werden als zuvor und gewinnt also damit zusätzlich Kapazität.

Bemerkenswert ist sicher auch, dass für die Demontage des bisherigen Transfersystems und die Installation der robo-Feeder das Zeitfenster mit lediglich zwei Wochen Betriebs-Unterbrechung sehr schmal war. Erreichbar war dies durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten: des Herstellers der Pressen, des Werkzeugbaus und der Instandhaltung beim Anwender sowie des Lieferanten der Pressen-Automation. Für Letzteres steht die Güdel AG auch mit ihrem Support.

Kurt haldi | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/umformtechnik/articles/155477/

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