Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Effizient und schadenfrei palettieren mit rutschfestem Zwischenlagenpapier

28.11.2008
Automatische Verpackungsvorgänge, bei denen Produkte palettiert werden, können bis zu 65% effektiver gestaltet werden. Dahinter steckt ein System, das rutschsicheres Papier automatisch abschneidet und auf jede Lage des Palettenstapels legt. So können Paletten nun schneller und höher beladen werden als das bisher möglich war.

Beim Wechsel von manuellen zu automatischen Verpackungsanlagen tritt häufiger eine Verminderung der Geschwindigkeit oder ein Betriebsstopp im Bereich der Palettierung auf. Nicht selten liegt die Ursache dafür in der Aufnahme und Handhabung von Zwischenlagenpapier. Entweder nehmen Verpackungsroboter zu viele Bögen vom Stapel oder sie lassen sie fallen. Dies war der Anlass für die Entwicklung des automatischen Pal-Cut-Bogen-Dispensers, bei dem es zu so gut wie keinen Papierstaus auf Grund von fallengelassenen Bögen mehr kommt. Mit dem Dispenser konnte die Liniengeschwindigkeit der Verpackungsanlagen um 15 bis 65% verbessert werden.

Das Pal-Cut-System besteht im Wesentlichen aus einem vollautomatischen Bogen-Dispenser, der das Zwischenlagenpapier, durch das Palettenladungen während des Transports stabilisiert werden, schnell und präzise in der gewünschten Länge direkt von der Rolle abschneidet. Die Standardkapazität beträgt sechs bis zwölf Bögen pro Minute in bis zu sechs verschiedenen Formaten. Verarbeitet werden Papierqualitäten von 110 bis 300 g/m², wobei das rutschsichere, patentierte Zwischenlagenpapier Antim 65 als Standard – quasi als Teil des Pal-Cut-Systems – empfohlen wird. Denn: Transportschäden sind ein wichtiges Thema, und in Verbindung mit dem rutschsicheren Antim 65 bietet das Pal-Cut-System eine Lösung, die Palettenladungen zuverlässig sichert und dadurch nicht zuletzt auch Transportschäden vorbeugt.

Testergebnisse zeigen klare Effektivitätsverbesserungen

Über eine Schnittstelle kann der Pal-Cut ohne Einschränkung mit Verpackungsrobotern in automatischen Palettieranlagen verbunden werden. Da von der Anlage pro Takt jeweils nur ein einzelner Bogen gespendet wird, kann der Roboterarm den Bogen schnell und sicher aufnehmen und ihn auf der Palette platzieren.

Auf dem dänischen Markt hat sich das Pal-Cut-System bereits mit einer Reihe von Referenzlösungen für Firmen in den Branchen der Lebensmittel-, Verpackungs- und Druckindustrie etabliert. Zu den Referenzkunden gehört unter anderen auch Arla Foods, Europas größter Molkereikonzern, der Pal-Cut nun als Standard in allen neuen vollautomatischen Palettieranlagen oder gewöhnlichen „Pick-and-Place“-Systemen einsetzt. Nach der erfolgreichen Einführung auf dem dänischen Markt wird dieses Konzept nun in ganz Europa vermarktet.

In Deutschland hat diese Aufgabe Knüppel Verpackung mit Hauptsitz in Hannoversch Münden und mehreren Filialen in ganz Deutschland übernommen. Hendrik Pilz, der die Geschäfte von Knüppel Verpackung führt, berichtet bereits von einer großen Nachfrage vieler Unternehmen mit automatisierter Palettierung nach den Pal-Cut-Systemlösungen. Im Ergebnis erster Langzeittests bei großen deutschen Lebensmittelproduzenten stehen deutliche Effektivitätsverbesserungen.

Transportschäden kann wirksam vorgebeugt werden

Versicherungsgesellschaften zufolge verursachen Transportschäden der Wirtschaft jährlich riesige Kosten – und wenn Schäden auf eine mangelhafte Verpackung zurückzuführen sind, tun sich Versicherungen oft sehr schwer mit der Haftung. Das bereits beschriebene rutschsichere Zwischenlagenpapier Antim 65 beugt Transportschäden vor, indem es die Ware auf der Palette stabilisiert.

Eine spezielle Anti-Rutsch-Beschichtung gewährleistet eine hohe Stabilität, selbst wenn die beladenen Paletten um bis zu 50° gekippt werden. Darüber hinaus lassen sich durch den Einsatz des Antim 65 zum Beispiel Anforderungen an das Umreifen oder an das Umwickeln mit Stretchfolie spürbar reduzieren. Das Zwischenlagenpapier ist umweltfreundlich und zu 100% wiederverwertbar.

Im Wesentlichen gibt es zwei verschiedene Arten, Ladungsträger, wie zum Beispiel Kartons, auf einer Palette zu stapeln: die Säulenstapelung und die Verbundstapelung. Die Verbundstapelung ergibt einen statisch sehr stabilen Palettenaufbau, da diese Vorgehensweise in verschiedenen Mustern dazu führt, dass die Kartons ineinandergreifen und sich gegenseitig abstützen; gleichzeitig büßt der Karton jedoch etwas von seiner Stabilität ein.

Spezielles Zwischenlagenpapier stabilisiert das Palettengut

Bei der Säulenstapelung stehen Kartons kantengerade aufeinander. Die Stabilität des einzelnen Kartons wird optimal genutzt, daher kann sehr hoch gestapelt werden. Allerdings ist die Säulenstapelung deutlich instabiler als der Verbund. Dieses Problem entfällt bei dem Einsatz von Zwischenlagenpapier. Die Säulen werden stabilisierend miteinander verbunden, wodurch die Kartons im Verhältnis zueinander nicht verrutschen können. Dadurch können einzelne Paletten nicht nur höher beladen, sondern auch mehrere davon übereinander gestapelt werden. In der Praxis bedeutet dies, dass eine Palette höher als die üblichen 180 cm gestapelt werden kann.

Preben Thomsen ist Vertriebsleiter bei der Dansk Mink Papir A/S. Weitere Informationen erteilen Jan Handberg, Verkaufsdirektor bei Dansk Mink Papir A/S. Hendrik Pilz ist Geschäftsführer der Knüppel Verpackung GmbH & Co. KG.

Preben Thomsen | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/materialflusslogistik/verpackungstechnik/articles/155814/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht IPH entwickelt Prüfstand für angetriebene Tragrollen
29.11.2016 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

nachricht LZH optimiert laserbasierte CFK-Nachbearbeitung für die Luftfahrtindustrie
24.11.2016 | Laser Zentrum Hannover e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie