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Durchflussmenge über Ethernet/IP messen

15.09.2009
Endress+Hauser stellt das erste Coriolis-Durchflussmessgerät vor, das sich per Ethernet/IP-Netzwerkprotokoll in die Automatisierungsplattform von Rockwell Automation integrieren lässt. Das Messgerät Promass 83 erweitert die Logix-Steuerungsplattform sowie das Plantpax-Prozessautomatisierungssystem von Rockwell Automation um zusätzliche Funktionen.

Rockwell Automation ergänzt die Hardware mit Software-Tools, um die Integration mit RS-Logix 5000 und Factory-Talk-View im Rahmen eines Plant-Pax-Systems zu unterstützen. Zu den Vorteilen des gemeinsamen Messsystems des Automatisieres und des Messtechnik-Herstellers sollen die verringerte Anzahl an Netzwerken, eine einfachere Installation und nahtlose Integration sowie kürzere Programmierzeiten zählen.

Durchflussmessgerät unterstützt zahlreiche Kommunikationsprotokolle

Das Durchflussmessgerät ist das Resultat eines achtmonatigen Entwicklungsprojekts. Es biete Entwicklern von Prozesssystemen mehr Flexibilität und Freiheit bei der Auswahl von Komponenten und Architekturen.

Das Durchflussmessgerät unterstützt bereits zahlreiche Kommunikationsprotokolle wie etwa Profibus, Foundation Fieldbus und Modbus. Durch die zusätzliche EtherNet/IP-Fähigkeit soll das Durchflussmengen-Messgerät attraktiver für Maschinen- und Modulhersteller in der Hybrid-Prozesstechnik und der diskreten Steuertechnik werden.

Integration des Durchflussmessgeräts in die Plattform mit einigen Mausklicks

Für Endress-Hauser kam der Kundenwunsch nach Ethernet- und Ethernet/IP-Funktionen in den Komponenten nicht überraschend, weil viele der gemeinsamen Kunden die Protokolle in ihren Automationssystemen verwenden. Für Endanwender liege der größte Vorteil in der einfachen und schnellen Integration. Das Durchflussmessgerät lasse sich mit nur einigen Mausklicks in die Logix-Plattform von Rockwell Automation integrieren.

Messgerät ermöglicht direkten Zugriff auf die Daten

Laut Rockwell Automation liegt der Vorteil für den Anwender im direkten Zugriff auf Gerätedaten - ohne zusätzlichen Konfigurations- oder Programmieraufwand. Durch den Einsatz eines standardisierten, unveränderten Protokolls lassen sich diese Daten anschließend nahtlos und sehr einfach im gesamten Netzwerk nutzen, heißt es weiter.

Sie können entweder über Bediengeräte an der Fertigungslinie, über bestehende Ethernet-Netzwerke an Rechnern in Büros oder Steuerzentralen oder dezentral über das Internet analysiert werden.

Für das Durchflussmessgerät, das in der Programmierumgebung behandelt wird wie ein I/O-Modul, werden vordefinierte Tags erstellt. Damit könne es leicht in die I/O-Konfiguration des Projekts eingebunden werden. Außerdem sei ein Factory-Talk-View-Global-Objekt verfügbar, das die Integration des Durchflussmessgeräts in Programmier- und Visualisierungsumgebungen ermöglicht.

Durchflussmessgerät misst auch Viskosität

Typischerweise kommt das Messgerät in einer Mischeinheit zum Einsatz, in der das Gerät den eingehenden Materialfluss von Rohzutaten steuert und damit zur Qualitätssicherung des Endprodukts beitragen soll. Außer der Durchflussmenge und Dichte kann das Gerät auch die Viskosität messen.

Weil im Prozess integrierte Viskositätsmessgeräte oft sehr teuer sind, werden diese Bestimmungen meist im Labor und nicht in der Fertigungslinie vorgenommen. Mit dem Durchflussmengen-Messgerät können Anwender nun die Viskosität direkt im Prozess und in Echtzeit messen und die Steuerparameter entsprechend anpassen, ohne auf Laborergebnisse warten zu müssen, so der Anbieter.

Monika Zwettler | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/automatisierung/fertigungsautomatisierung/articles/229607/

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