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Druckbelastung beim Nieten minimiert

26.03.2009
Der wachsenden Bedeutung von Blindnietmuttern als Verbindungselement trägt die neue KD-Blindnietmutter von Koenig Verbindungstechnik Rechnung. Das Kürzel KD – kontrollierte Deformation – öffnet dem Anwender einen konstruktiven Spielraum und eine enorme Ausweitung der Anwendungsfelder, wie der Hersteller auf der Hannover-Messe 2009 demonstriert.

Die durch vier Querbohrungen gewollte Schwächung des Ausknickprofils in exakt definierter Höhe leitet die Knickung genau an dieser Position ein. Ein freies Versetzen der Blindnietmutter ohne Blech bestätigt diese Wirkungsweise. Das heißt: Entgegen der bekannten Notwendigkeit der Abstützung in der Bohrung des Bleches wird kaum Druckbelastung auf das zu bestückende Bauteil eingeleitet.

Kunststoffe, Dämmstoffe und Verbundwerkstoffe leichter vernieten

Das kennzeichnet nach Angaben des Ausstellers einen großen Vorteil dieser Neuheit: Die KD-Mutter erweitert die Nutzung in Aufgaben der Bereiche Kunststoff-, Dämmstoff- und Verbundwerkstoffanwendungen. Diese Materialien können häufig Druckkraft auf der Fläche aufnehmen, jedoch selten in der Bohrung. Durch die KD-Mutter wird die oftmals poröse Struktur des Trägermateriales im Bohrungsbereich nur geringen Spannungen ausgesetzt.

Ein weiteres Plus wird in der achsparallelen, gleichförmigen Ausbildung der Wulst gesehen. Bei Anwendungen mit zwei oder mehreren Bauteilen, die verbunden und gleichzeitig eine Befestigungsstelle für eine spätere Montage eines weiteren Bauteils bieten sollen, eliminiert die KD-Mutter auch eventuell vorhandene Spalte zwischen den Bauteilen indem sie wie ein Blindniet beide Teile beim Setzen zusammenpresst. Die kaum vorhandene Lochlaibung verhindert somit das Verklemmen und Fixieren bestehender Spalte.

Somit wird unter anderem einer möglichen Resonanzgeräuschbildung konstruktiv vorgebeugt. Die gleichmäßig eingeleitete Aufweitung reduziert darüber hinaus den Achsmittenversatz zwischen Bauteilbohrung und Gewindeachse erheblich.

Bliendnietmutter spielt Vorteile im kontrollierten Klemmbereich aus

Diese Vorteile erzielt die KD-Mutter bei Verwendung im „kontrollierten Klemmbereich“ – das heißt, wenn die Unterkante der Querbohrungen vor dem Setzen etwa 1 mm über der Bauteiloberfläche sichtbar ist. Dieser Abstand genügt, um die kontrollierte Deformation aufzubauen. Oberhalb dieser Grenze arbeitet die KD-Mutter in gleicher Wirkungsweise wie bisherige Blindnietmuttern, jedoch ohne die zuvor beschriebenen Vorteile.

Bei voller Nutzung beider Klemmbereichzonen, kontrolliert und erweitert, spricht der Hersteller von der Multigrip-Blindnietmutter. Die Überbrückung eines bisher nicht erreichbaren Klemmbereichs mit nur einem Verbindungselement je Gewindegröße reduziert die Variantenvielfalt in der Lagerhaltung und die damit verbundene Missgriffgefahr auf ein Minimum.

Größen M6 und M8 in Stahl und Aluminium verfügbar

Weiterhin ist es möglich, KD-Muttern mit hochfestem Gewinde für Schrauben in Qualität 12.9 herzustellen oder – wenn die Konstruktion keine Standardlänge zulässt – als verkürzte Variante, die für Schrauben in Qualität 8.8 ausreichend dimensioniert ist. Derzeit sind die Größen M6 und M8 in Stahl und Aluminium verfügbar; weitere Größen werden folgen. Koenig Verbindungstechnik demonstriert die Wirkungsweise auf der Subcontracting.

Koenig Verbindungstechnik GmbH, Halle 5, Stand B39

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/verbindungstechnik/articles/177344/

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