Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dritte Dimension - Lichtschnittsensoren

22.08.2011
Lichtschnittsensoren für den Griff in die Kiste

Faude Automatisierungstechnik entwickelt innovative Produktlösungen und setzt dabei zukunftsweisende Technologien ein, etwa den dänischen Leichtbauroboter UR-6-85-5-A von Universal Robots. Zur Realisierung einer optimalen Lösung bei der Königsdisziplin „Griff in die Kiste“ wurde dieser Roboter mit einem Lichtschnittsensor von Leuze ausgestattet.

Bei nur 18 Kilogramm Gewicht legt der UR-6-85-5-A als leichter Sechs-Achs-Roboter Bauteile bis fünf Kilogramm in einem Arbeitsradius von 850 Millimeter mit einer Wiederholgenauigkeit von plus/minus 0,1 Millimeter lagerichtig an einer definierten Stelle im Raum ab – gleichgültig ob oben, unten, gekippt oder gedreht.

Um dem Roboter das selbstständige Erkennen der Bauteile zu ermöglichen, wurde er mit einem Leuze electronic Lichtschnittsensor LPS 36 (Line Profile Sensor) und dem Faude Bildverarbeitungssystem „Flexvision“ ausgestattet. Die Mustererkennung und Positionsbestimmung der Bauteile erfolgt durch das Zusammenspiel zwischen dem Roboter, der Bildverarbeitung und dem Lichtschnittsensor.

Mit dem LPS 36 hat Leuze Sensoren zur wirtschaftlichen Objekterkennung bei großen Messbereichen von 200 bis 800 Millimeter realisiert. In einer kompakten Gehäusebauform sind Sender und Empfänger leicht installierbat untergebracht. Die Sensoren können die Dimensionen oder die Lage von Objekten vermessen. Wo bisher aufwändige Sensorlösungen, Sensorkombinationen oder zusätzliche Auswertegeräte notwendig waren, kommen nun Lichtschnittsensoren zum Einsatz. Hiermit erkennt der Roboter selbständig, welche Bauteile er am besten greifen kann.

Keine Störungen durch Fremdlicht

Die Höheninformation im Sensor bietet die Möglichkeit, in der dritten Dimension die Lage zu berechnen. Die bisher bekannten Probleme hinsichtlich der Beleuchtungstechnik in der Bildverarbeitung werden durch den Lichtschnittsensor ausgeschlossen, da er unempfindlich gegen Fremdlicht ist. Die Faude Lösung „Flexvision“ ist ein intuitiv bedienbares, leistungsstarkes Bilderkennungs- und Verarbeitungssystem, das speziell für den industriellen Einsatz entwickelt wurde. Der modulare Aufbau mit den Halcon Librarys von MVTec Software verleiht dem System eine hohe Flexibilität.

Der Return on Invest wird durch den günstigen Setpreis von etwa 38.000 Euro nach ungefähr sechs Monaten erreicht. Zwischenzeitlich haben Leuze und MVTec Software ein Image Acquisition Interface für die LPS 36 entwickelt. Damit lassen sich die Sensoren mit der weltweit verbreiteten Bildverarbeitungssoftware Halcon betreiben. Das neue Interface ermöglicht die einfache Erfassung von äquidistanten 3D-Daten mit den Lichtschnittsensoren und das Einlesen der kalibrierten 3D-Daten direkt mit der Software. bw

| handling
Weitere Informationen:
http://www.handling.de/Ident-und-Kommunikationstechnik/Ident--und-Kommunikationstechnik---Automatisierung--Leichtbauroboter-UR-6-85-5-A

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau
28.04.2017 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten
27.04.2017 | EMAG eldec Induction GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie