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Dreh-Fräszentrum mit kompakter Fräseinheit

17.11.2008
Das Dreh-Fräszentrum TNX 65/42 bietet jetzt noch mehr Möglichkeiten hinsichtlich Bohr- und Fräsbearbeitungen. Wie Traub ausführt, steht seit kurzem außer der Konfiguration mit bis zu vier Werkzeugträgern auch eine Baukasten-Variante mit kompakter Fräseinheit zur Verfügung (Bilder 1 bis 4 – siehe Bildergalerie).

Bis zu 120 angetriebene oder auch feste Werkzeuge werden in dem Dreh-Fräszentrum per Shuttle-System aus einen Magazin bereitgestellt. Span-zu-Span-Zeiten von knapp über 3 s und ein kräftiges Drehmoment sorgen für einen weiteren Leistungssprung in der TNX-Baureihe, betont der Reichenbacher Drehmaschinenspezialist.

Bis zu drei Werkzeuge im Dreh-Fräszentrum simultan im Einsatz

Das Dreh-Fräszentrum ist für ein breites Anwendungsgebiet bis zu einem Stangendurchmesser von 65 mm ausgelegt. Die innovative Kinematik erlaubt es, so Traub, Werkstücke bis zu einer Länge von rund 300 mm mit bis zu drei Werkzeugen simultan und unabhängig an jeweils einer der beiden Spindeln zu bearbeiten. Diese freie Zuordnung der Werkzeugträger (alle optional mit Y-Achse) zu beiden Spindeln gewährleistet höchste Produktivität. So kommt die TNX65/42 Stückzeiten nahe, die man bislang nur von Mehrspindelmaschinen kannte.

Neue Fräseinheit erhöht Bearbeitungsmöglichkeiten

Durch die neue Fräseinheit wurde die Vielfalt der Bearbeitungsmöglichkeiten der TNX65/42 deutlich erhöht, betont Traub. Die beiden unteren Revolver können in X-, Y- und Z-Richtung verfahren und unabhängig voneinander in Eingriff gebracht werden. Aufgrund des beachtlichen Z-Achs-Verfahrwegs sowie der kompakten Bauform im Vergleich zu einer Motorfrässpindel kann die Fräseinheit auch stirnseitig und simultan mit den Revolver zum Einsatz kommen.

Doch der entscheidende Pluspunkt des Dreh-Fräszentrums sind laut Traub die extrem kurzen Werkzeugwechselzeiten an der Fräseinheit, die durchaus vergleichbar sind mit denen von Werkzeugrevolvern.

Der schnelle Werkzeugwechsel ist das Ergebnis einer intelligenten Shuttle-Lösung, bei der mehrere Teilabläufe parallel ablaufen. Diese zeitgleich funktionierenden Teilabläufe und der vom Bearbeitungsprozess unabhängige Werkzeugbereitstellungsprozess reduzieren die Stückzeiten deutlich.

Fräseinheit ist flüssigkeitsgekühlt

Auch die technischen Daten des Dreh-Fräszentrums können sich sehen lassen, meint Traub: Die flüssigkeitsgekühlte Fräseinheit mit der Werkzeugaufnahme HSK-A40 hat eine maximale Leistung von 10 kW, ein maximales Drehmoment von 52 Nm und eine maximale Drehzahl von 12 000 min—1. Das Zweiganggetriebe hat die Übersetzungsstufen 1 und 0,33. Ein Schwenkbereich der B-Achse von ±95° deckt alle Anwendungsfälle ab. Die linearen Verfahrwege der Fräseinheit betragen in X +300/—40 mm (unter Drehmitte), in Y ±40 mm und in Z-Richtung 650 mm.

Innere Kühlschmierstoffzufuhr des Dreh-Fräszentrums mit 80 bar

Als weitere Highlights des Dreh-Fräszentrums nennt Traub die innere Kühlschmierstoffzufuhr mit 80 bar (optional 120 bar), die Klemmung der B-Achse, die Klemmung der Spindel für Drehwerkzeuge, ein Messsystem für die HSK-Spannsituation sowie ein direktes Wegmesssystem der Achsen B (rotativ) und X (Glasmaßstab).

Weitere Vorteile sind der große Werkzeugvorrat, was einer Grundforderung des Marktes nach kurzen Rüstzeiten ideal entgegenkommt, der Einsatz von feststehenden und angetriebenen Werkzeugen, das hohe Zeitspanvolumen und die sichere Kühlschmierstoff-Versorgung auch bei innen gekühlten Werkzeugen.

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanende_fertigung/articles/154421/

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