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Diodenlaser bis 4 kW sollen Schweißmarkt erobern

28.05.2009
Wo jetzt noch lampengepumpte Festkörperlaser zum Schweißen verwendet werden, will Trumpf zukünftig seinen Diodendirektlaser zum Einsatz bringen. Das erste Modell soll Mitte des Jahres mit 3 kW Ausgangsleistung auf den Markt kommen.

Eine neue Ära will Trumpf mit seinen Diodendirektlasern der Tru-Diode-Serie einläuten. „Erstmals werden industrietaugliche Diodendirektlaser zur Verfügung stehen, die im hohen Leistungsbereich bis 4 kW eine Strahlqualität erreichen, die der von lampengepumpten Festkörperlasern entspricht“, erklärt Dr. Rüdiger Brockmann, Produktmanager bei der Trumpf Laser GmbH + Co. KG in Schramberg.

„Deshalb sind diese Laser die Strahlquelle der Wahl für Schweißapplikationen und werden dort die lampengepumpten Stablaser ersetzen“, betont Brockmann.

Tru-Diode-Laser sorgt für Effizienzschub in der Fertigung

Mit ihrem Steckdosenwirkungsgrad von rund 40% sind die Tru-Diode-Laser um ein Vielfaches effizienter als lampengepumpte Laser, die nur auf 2 bis 5% kommen. Als weiteren Vorteil hebt Trumpf die platzsparende und modulare Bauweise hervor, die eine einfache Integration in bestehende Produktionssysteme ermöglicht.

Kernbaustein der Hochleistungslaser ist ein Diodenmodul mit einer Leistung von 100 W, die in eine Faser mit einem Durchmesser von 100 µm eingekoppelt wird. Die Strahlqualität liegt bei 25 mm × mrad. „Damit sind wir selbst im Multikilowatt-Bereich in der Lage, Laserstrahlung mit höchster Brillanz zu erzeugen“, verspricht der Produktmanager. Damit soll dann auch das Tiefschweißen möglich sein und es gibt keine Einschränkung hinsichtlich des Bearbeitungsabstandes. Als ersten Diodendirektlaser wird Trumpf den Tru-Diode 3006 mit einer Ausgangsleistung von 3 kW Mitte des Jahres auf den Markt bringen. Weitere Leistungsklassen mit 1 und 4 kW sollen dann im Laufe des Jahres folgen.

Beim Scheibenlaser ist man vom Limit noch meilenweit entfernt

Seine Tru-Disk-Scheibenlaser hat das Ditzinger Unternehmen grundlegend weiterentwickelt. „Sie verfügen jetzt über eine doppelte Ausgangsleistung pro Scheibe sowie eine kompaktere Bauweise“, erklärt Brockmann. Die dritte Generation der Scheibenlaser kommt im Laufe des Jahres auf den Markt mit verfügbaren Strahlqualitäten von 2, 4 und 8 mm × mrad. Die Ausgangsleistungen werden zwischen 1 und 16 kW liegen.

„Mit sechs Pumpmodulen erzielen wir 4 kW bei einer Scheibe“, verdeutlicht der Laserexperte die Leistungsdaten. „Und wir sind meilenweit davon entfernt, beim Scheibenlaser an Limits zu stoßen.“

Tru-Disk-Scheibenlaser fällt durch kompakte Bauweise auf

Bei den Vorteilen der Tru-Disk-Scheibenlaser hebt Brockmann besonders die Leistungsregelung hervor, die für reproduzierbare Ergebnisse unter allen Bedingungen sorge. Besonderes Augenmerk wurde bei der Weiterentwicklung auf eine kompakte Bauweise gelegt, damit die Laser platzsparend in die Produktion integriert werden können. „Die Anzahl der Komponenten, die die Scheibenlaser jetzt enthalten, haben wir nahezu halbiert. Damit konnten wir den Flächenbedarf um 60% reduzieren“, sagt Brockmann.

Rüdiger Kroh | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/verbindungstechnik/articles/189399/index.html

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