Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Damit die Achse nicht bricht: HTWK Leipzig forscht an drahtloser Sensor-Technik für Schienenfahrzeuge

16.01.2015

In einem neuen Projekt entwickeln Forscher der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) ein Netzwerk drahtloser und energieautarker Sensoren für den Einsatz an Schienenfahrzeugen. Zum Jahresbeginn fiel der Startschuss für das 26-monatige Forschungsvorhaben namens TRAINCON. Zum Einsatz kommen soll die Neuheit erstmals in den Straßenbahnen der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB).

„Es handelt sich um ein System aus mehreren Sensoren an verschiedenen Bauteilen, die miteinander über ihren aktuellen Zustand kommunizieren“, erklärt Mathias Rudolph, der für das Projekt verantwortliche Professor für Industrielle Messtechnik an der Fakultät Maschinenbau und Energietechnik.


Eine Straßenbahn der LVB bei der Wartung

(Foto: LVB GmbH).

Das Foto darf im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die o.g. Pressemitteilung zum Projekt TRAINCON unter Angabe des Autors (Foto: LVB GmbH) honorarfrei verwendet werden.

Die erfassten Messdaten werden automatisch ausgewertet; je nach Diagnose erfolgt eine Handlungsempfehlung. Werden Grenzwerte überschritten, wird beispielsweise ein Lagerwechsel fällig. „Das Ziel ist eine zustandsabhängige Instandhaltungsstrategie mit automatisierter Entscheidungsfindung“, sagt Rudolph.

Konkret werden im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekts Schwingungssensoren in die Wälzlager von Straßenbahnen der LVB eingebaut. Beim Wälzlager handelt es sich um eine verschleißintensive Antriebskomponente, welche durch verschiedene Ursachen Schaden nehmen kann.

Um ernste Folgeerscheinungen zu vermeiden, wird das Abnutzungsverhalten des Bauteils mit Hilfe des drahtlosen und energieautarken Systems überwacht. „Damit unter Ihnen die Achse nicht bricht“, sagt Rudolph auf die Frage nach einem praktischen Beispiel.

„Als Praxispartner sind wir sehr gespannt auf die Ergebnisse des Projektes. Wir erhoffen uns dadurch eine genauere Zustandsüberwachung unseres Fahrzeugparks“, so Mario Blumstengel, LVB-Verantwortlicher für den Fahrzeugpark. Die benötigte Hard- und Software entwickeln die HTWK-Forscher gemeinsam mit den Projektpartnern SDS Schwingungs Diagnose Service (Zwenkau) und SINUS Messtechnik (Leipzig).

Die Untersuchungsergebnisse und vorgeschlagenen Instandhaltungsmaßnahmen führen für die LVB als beteiligten Endanwender zu einer erheblichen Zeit- und Kostenreduzierung – insbesondere weil die Zustandsüberwachung und Entscheidungsfindung weitestgehend automatisiert erfolgt und die Verfügbarkeit der Fahrzeugflotte erhöht wird.

Ansprechpartner:
Prof. Dr.-Ing. Mathias Rudolph, HTWK Leipzig, Fakultät Maschinenbau und Energietechnik
Tel.: +49 341 3076-4150, E-Mail: mathias.rudolph@htwk-leipzig.de

Pressekontakt:
Rebecca Schweier, HTWK Leipzig, Pressereferentin i. V.
Tel.: +49 341 3076-6299, E-Mail: pressestelle@htwk-leipzig.de

Rebecca Schweier | HTWK Leipzig

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Ifremer entwickelt autonomes Unterwasserfahrzeug zur Untersuchung der Tiefsee
24.02.2017 | Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

nachricht Baukasten-System für die Linienfertigung: Die VL-Baureihe von EMAG
21.02.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie