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CNC-Steuerung für Werkzeugmaschinen im Werkstattbereich

10.08.2009
Mit der CNC-Steuerung Sinumerik 828D ergänzt Siemens Drive Technologies sein Steuerungs-Portfolio um eine Werkzeugmaschinen-CNC für die „Kompaktklasse“. Die Steuerung erfügt laut Siemens über anspruchsvolle CNC-Funktionen – zum Beispiel kinematische Transformationen – und eine leistungsfähige Werkzeugverwaltung.

Mit der Werkzeugmaschinen-Steuerung Sinumerik 828D steht außer der Sinumerik 802D sl für Standard-Werkzeugmaschinen und der CNC 840D sl für Premium-Anwendungen nun eine CNC-Steuerung für anspruchsvolle Dreh- und Fräsmaschinen im Werkstattbereich zur Verfügung. Mit intelligenten kinematischen Transformationen, einer leistungsfähigen Werkzeugverwaltung und einer 80-bit-Genauigkeit umfasst die neue Steuerung ein Leistungsspektrum, das bislang nur im CNC-Premium-Segment etabliert war, so Siemens.

Die CNC sei sowohl für die Herstellung von Einzelteilen und Kleinserien geeignet als auch für die Großserienproduktion. Die grafische Arbeitsschrittprogrammierung von Shopmill und Shopturn soll sehr kurze Programmierzeiten bei der Herstellung von geringen Stückzahlen ermöglichen. Bei Großserien soll die Programmierung in Hochsprache zusammen mit dem Programguide zur Parametrierung von Technologiezyklen die Bearbeitungszeiten erheblich verkürzen.

Zusätzlich kann, wie in Asien und USA üblich, mit ISO programmiert werden. Damit biete die vorgestellte CNC alle weltweit etablierten CNC-Programmiermethoden und ermögliche somit den Werkzeugmaschinen-Herstellern die globale Vermarktung ihrer Produkte mit nur einer CNC-Ausrüstung.

PC- und Mobilfunktechnik in der Kompaktklasse

Mit der CNC stehen laut Siemens erstmals moderne PC- und Mobilfunktechnik in der Kompaktklasse zur Verfügung. Umfangreiche grafische Onlinehilfen, animierte Elemente und eine neuartige Eingabeunterstützung mit Bewegtbildsequenzen sollen die Basis für einen hohen Bedienkomfort sein. USB-, CF-Card und Ethernet-Anschlüsse ermöglichen den Datentransfer auf Speichermedien und binden die Steuerung in das Firmennetzwerk ein.

Mit Easy Message bietet die CNC-Werkzeugmaschinen-Steuerung eine Prozessüberwachung per SMS. Je nach Profileinstellung des Empfängers können der Status der Werkstückbearbeitung, der Zustand der eingesetzten Werkzeuge oder auch Informationen zur Maschinenwartung übertragen werden. Damit lassen sich die Stillstandszeiten der Maschine auf ein Minimum reduzieren, so der Hersteller.

Neue Siemens-Steuerung ausgelegt für Dreh- und Fräsanwendungen

Die CNC ist jeweils für Fräs- oder Drehapplikationen ausgelegt. Die Fräsvariante ist laut Siemens exakt auf die Anforderung von vertikalen Bearbeitungszentren mit zusätzlichen Maschinenaggregaten wie einer A-Achse für die Bearbeitung zylindrischer Werkstücke oder einer Schwenkeinrichtung für die Bearbeitung in schrägen Werkstückebenen zugeschnitten.

Mit der Bahnführung Advanced Surface könne die Werkzeugmaschinen-Steuerung auch für die Fertigung hochpräziser Formenbauwerkstücke eingesetzt werden. Die Drehvariante ist für einkanalige Schrägbett-Drehmaschinen konzipiert. Außer angetriebenen Werkzeugen für die Stirn- und Mantelflächebearbeitung, mit und ohne Y-Achse, werde auch eine vollwertige Gegenspindel unterstützt. Der genaue Zuschnitt der Dreh- und Fräsvarianten auf die jeweiligen Maschinenklassen soll die Komplexität der Systemsoftware im Vergleich zu Universalsystemen deutlich reduzieren.

Gleichzeitig sind die Systemparameter exakt vorbelegt. Damit soll sich der Inbetriebnahmeaufwand für den Maschinenhersteller auf ein Minimum verringern. Mit Easy Extend lassen sich auch Zusatzkomponenten wie Rundtische oder Stangenlader handhaben. Für den Anbau der Komponenten im Feld sind keine CNC-Spezialkenntnisse mehr erforderlich, was deutliche Einsparungen bei den Serviceaufwendungen ermöglicht, so der Hersteller.

CNC ist im horizontalen und vertikalen Bedienlayout erhältlich

Die Werkzeugmaschinen-Steuerung Sinumerik 828D ist in einem horizontalen und vertikalen Bedientafellayout erhältlich. Beide Bedientafelformen sind in zwei CNC-Leistungsklassen verfügbar. Somit soll die Werkzeugmaschinen-Steuerung optimal an die Einbausituation sowie an die Leistungsanforderungen der Drehmaschine oder Fäsmaschine angepasst werden können.

Die kleine CNC-Steuerung lässt sich laut Siemens auch in die kompakte Maschinenkonzepte integrieren. Ein hochauflösendes 10,4“-Display und eine vollwertige Qwerty-Tastatur soll für eine ermüdungsfreie Bedienung sorgen.

Die Aufbauform der CNC, eine Einheit aus hoch strapazierfähiger Magnesiumdruckguss-Bedientafel, CNC-Tastatur und CNC-Elektronik mit nur wenigen Anschlüssen sei dabei sehr robust. Durch den Verzicht auf Bauteile wie Lüfter, Festplatte und Pufferbatterie ist die CNC nach Siemens-Angaben wartungsfrei.

Reinhold Schäfer | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/konstruktion/antriebsundsteuerungstechnik/articles/224557/

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