Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bewilligt zwei Forschungsprojekte

25.01.2013
- Institut für Kraftfahrzeugtechnik und Mechatronik (IKM) erhält rund 340.000 Euro

- Entwicklung eines Fertigungsverfahrens zur Ausbildung von scharfen Stylingkanten

- Entwicklung eines Aufsitzmähers mit elektromotorisch unterstütztem Mähwerk

Die Hochschule Heilbronn hat seitens des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) grünes Licht für die Durchführung von zwei Forschungsprojekten bekommen.

Dazu stellt Berlin insgesamt rund 340.000 Euro zur Verfügung, die dem Institut für Kraftfahrzeugtechnik und Mechatronik (IKM) an der Hochschule Heilbronn zugute kommen. Im Einzelnen handelt es sich zum einen um die „Entwicklung eines innovativen Fertigungsverfahrens zur Ausbildung von sehr scharfen Stylingkanten bei Kleinserien und Einzelteilen“ von Prof. Dr. Arndt Birkert und Prof. Dr. Oliver Lenzen, zum anderen um die „Entwicklung eines neuartigen Aufsitzmähers mit elektromotorisch unterstütztem Mähwerk und elektrischem Fahrantrieb“ von Prof. Dr. Herbert Olbrich, Prof. Dr. Hermann Koch-Gröber, Prof. Dr. Rainer Uhler und Prof. Dr. Raoul Zöllner.

Beide Projekte laufen knapp zwei Jahre und teilen sich das Fördergeld etwa zu gleichen Teilen. Prof. Dr.-Ing. Oliver Lenzen, Geschäftsführer des IKM an der Hochschule Heilbronn: „Ein tolles Signal aus dem Ministerium, das unser Institut, aber auch den Hochschulstandort Heilbronn stärkt. Gleichzeitig haben wir erneut Gelegenheit, unsere Innovations- und Forschungskompetenz unter Beweis zu stellen.“

Fertigungsverfahren zur Ausbildung von scharfen Stylingkanten
Die Automobilentwickler fordern Stylingkanten mit immer kleineren Radien. Um teuren Fehlentwicklungen vorzubeugen, gilt es, die werkstoff- und fertigungstechnischen Grenzen zu ermitteln, unter denen solche Stylingkanten laufkantenfrei, also ohne Beeinträchtigung der Anmutung realisierbar sind. Dies soll mit Hilfe eines zu entwickelnden Simulationswerkzeugs gelingen. Das Simulationswerkzeug ist so auszulegen, dass damit auch Umformprozesse mit nichtkonventionellen Ziehwerkzeugen prototypisch abgebildet werden können. Es stellt damit den ersten Vertreter einer neuen Generation zukünftiger hochflexibler Prototypwerkzeuge dar, die in der Lage sind, den Zielkonflikt des Prototypenbaus in Bezug auf nichtkonventionelle Serienziehwerkzeuge aufzulösen. Darüber hinaus werden Fertigungstechnologien entwickelt, mit denen extrem scharfe Stylingkanten an Einzelteilen und exklusiven Kleinstserien laufkantenfrei erzeugt werden können. Hierzu sind die Grenzen der Blechumformung nach dem bekannten Stand der Technik maßgeblich zu erweitern.
Aufsitzmäher mit elektromotorisch unterstütztem Mähwerk
Ein typischer heutiger Aufsitzmäher treibt mit seinem Verbrennungsmotor über Riemengetriebe direkt das Mähwerk an. Die relativ geringe Leistung für den Fahrantrieb wird vom Verbrennungsmotor abgezweigt und über gestufte oder stufenlose Getriebe den Rädern zugeführt. Im Rahmen des geplanten Projekts soll ein neuartiger Aufsitzmäher mit elektromotorisch unterstütztem Mähwerk und elektrischem Fahrantrieb entwickelt werden. Kennzeichen des neuen Konzeptes ist, dass direkt mit dem Verbrennungsmotor eine Elektromaschine gekoppelt ist, die überschüssige Leistung des Verbrennungsmotors generatorisch einem elektrischen Energiespeicher zuführt. In schwierigen Mähsituationen, wenn die Leistung des Verbrennungsmotors nicht ausreicht und das Mähwerk zum Blockieren neigt, schaltet die Elektromaschine auf elektromotorischen Betrieb um und verstärkt die Antriebsleistung des Mähwerks (Boost-Effekt). Es werden zwei Ziele verfolgt: gleichmäßiges komfortables Mähen auch bei hochdynamischen Lastwechseln und Reduzierung des Energieverbrauchs, da der Verbrennungsmotor dauerhaft in einem ökonomischeren Arbeitspunkt betrieben werden kann.
Hochschule Heilbronn – Kompetenz in Technik, Wirtschaft und Informatik
Mit mehr als 8.000 Studierenden ist die staatliche Hochschule Heilbronn die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. 1961 als Ingenieurschule gegründet, liegt heute der Kompetenz-Schwerpunkt auf den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik. Angeboten werden an den drei Standorten Heilbronn, Künzelsau und Schwäbisch Hall und in sieben Fakultäten insgesamt 46 Bachelor- und Masterstudiengänge. Die enge Kooperation mit Unternehmen aus der Region und die entsprechende Vernetzung von Lehre, Forschung und Praxis werden in Heilbronn großgeschrieben.

Weitere Informationen: Prof. Dr.-Ing. Oliver Lenzen, Geschäftsführer des Instituts für Kraftfahrzeugtechnik und Mechatronik an der Hochschule Heilbronn, Max-Planck-Str. 39, 74081 Heilbronn, Telefon: 0 71 31-504-522, E-Mail: oliver.lenzen@hs-heilbronn.de, Internet: http://www.hs-heilbronn.de/ikm

Pressekontakt Hochschule Heilbronn: Heike Wesener (Kommunikation und Marketing),
Max-Planck-Str. 39, 74081 Heilbronn, Telefon: 0 71 31-504-499, Telefax: 0 71 31-504-559, E-Mail: heike.wesener@hs-heilbronn.de, Internet: http://www.hs-heilbronn.de

Heike Wesener | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-heilbronn.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flexiblere Turbomaschinen entwickeln
23.05.2017 | FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur GmbH

nachricht WHZ erhält hochmodernen Prüfkomplex für Schraubenverbindungen
23.05.2017 | Westsächsische Hochschule Zwickau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten

CRTD erhält 1.56 Millionen Euro BMBF-Förderung für Forschung zu degenerativen Netzhauterkrankungen

24.05.2017 | Förderungen Preise

Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene

24.05.2017 | Förderungen Preise