Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Brikettierpresse presst Metallspäne unter Hochdruck

03.02.2010
Wo gefertigt wird, fallen Späne. Diese in Containern zu sammeln und billig abzugeben, ist eine Lösung; eine andere ist der Einsatz einer sogenannten Brikettierpresse. Damit lässt sich aus Spanabfall ein wertvoller Rohstoff generieren. Auf der Messe Metav 2010 stellt Ruf ein starkes Modell für diesen Zweck vor: Die Brikettierpresse Ruf 90.

Die Brikettierpresse erreicht abhängig von der Spangeometrie einen Durchsatz von maximal 480 Metallbriketts pro Stunde. Dafür presst die Anlage bis zu 3000 kg Metallspäne mit einem Pressdruck von maximal 435 t, erläutert der Hersteller.

Brikettierpressen in unterschiedlicher Größe

Je nach Bedarf werden die Brikettierpressen in unterschiedlichen Größen und Leistungen gebaut. Die den Angaben zufolge stärkste Brikettierpresse des Unternehmens produziert bis zu 480 Metallbriketts pro Stunde – je nach Einstellung, Material und Spangeometrie. Die hergestellten Briketts haben einen Durchmesser von 120 mm und eine Länge von bis zu 150 mm.

Als Antrieb für das leistungsgeregelte Hydraulikaggregat dient ein 90 kW-Drehstrommotor. Aufgrund der hohen Leistung soll sich die Brikettierpresse insbesondere für den Einsatz in großen metallbearbeitenden Betrieben eignen.

Brikettierpresse arbeitet automatisch

An dem Bedien- und Anzeigedisplay müsse der Anwender nur wenige Angaben machen; dazu gehören Pressdruck und Beschickungszeit. Anschließend arbeitet die Brikettierpresse automatisch und ohne Aufsichtspersonal.

Sobald sich eine ausreichende Menge von Spänen im Einfülltrichter befindet, fördert eine Schnecke die Metallspäne in den Pressraum, wo sie zu Briketts verarbeitet und über Brikettförderer in die jeweiligen Auffangbehälter transportiert werden.

Brikettierpresse steigert Wert der Metallspäne

Der Hauptnutzen für Unternehmen der metallverarbeitenden Branche liegt, wie der Anbieter ausführt, in der Wertsteigerung der Metallspäne. Sie wird durch die hohe Verdichtung der Späne erreicht. Die erzeugten Briketts könnten als wertvoller Stückschrott in den Metallhandel abgegeben werden.

Dabei lassen sich die Briketts einfacher chargieren, was zu kürzeren Schmelzzeiten und geringerem Stromverbrauch sowie einer besseren Ausnutzung der Kapazitäten führe. Die kompakte Form verringert den Abbrand, was letztlich für eine maximale Ausbringung sorgt.

Brikettierpresse führt Kühlschmiermittel in die Maschine zurück

Viele Metallbearbeiter können, so heißt es, noch einen weiteren Pluspunkt erzielen: Das Kühlschmiermittel soll sich mitunter direkt in den Filterkreislauf der Maschine rückspeisen lassen, was zum einen den Schmiermittelverbrauch reduziert und zum anderen hohe Entsorgungskosten durch erhöhten Restfeuchtegehalt im Spanmaterial vermeidet.

Ruf GmbH & Co. KG auf der Metav 2010: Halle 9, Stand B56

Monika Zwettler | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/zerspanungstechnik/articles/248642/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Aufwind für die Luftfahrt: University of Twente entwickelt leistungsstarke Verbindungsmethode
23.01.2017 | University of Twente

nachricht Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel
17.01.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wie der Nordatlantik zum Wärmepirat wurde

23.01.2017 | Geowissenschaften

Immunabwehr ohne Kollateralschaden

23.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

23.01.2017 | Physik Astronomie