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Bildverarbeitungssystem setzt ständig wachsende Rechnerleistung um

12.09.2008
Visicontrol stellt zur Motek 2008 das neue Bildverarbeitungssystem MVS-50 vor. Kennzeichen des Systems sind nach Angaben des Unternehmens die offene Systemarchitektur und die – bei dem S-Modell – integrierte echtzeitfähige Soft-SPS.

Visicontrol-Geschäftsführer Dr. Albert Schmidt: „Wir stellen uns den wachsenden Anforderungen unserer Kunden. Mit dem MVS-50 haben wir in enger Zusammenarbeit innerhalb der Baumer-Gruppe ein gleichermaßen leistungsfähiges wie zukunftssicheres Bildverarbeitungssystem geschaffen, das anspruchsvollsten Anforderungen, zum Beispiel der Oberflächenkontrolle, gerecht wird.“

Das System werde, so Schmidt, Visicontrol und seinen Kunden insbesondere in Kombination mit dem umfangreichen Kameraprogramm aus der Baumer-Gruppe neue Anwendungsgebiete erschließen und vor allem auch das Leistungspotenzial der Mess- und Sortiermaschinen des Unternehmens nochmals verbessern. Schmidt: „Wir setzen das MVS-50 bereits in unseren Visisort Mess- und Sortiermaschinen ein. Aus der eigenen Erfahrung heraus kann ich nur sagen, es ist ein gelungener Wurf.“ Und davon können auch Integratoren profitieren.

Bildverarbeitungssystem MVS-50 einfach zu konfigurieren

Wie Visicontrol erläutert, ist das MVS-50 und das erweiterte Modell MVS-50s im Vergleich zu den bisherigen MVS-Systemen einfach zu skalieren und kann sehr schnell die am Markt verfügbare, ständig wachsende Rechnerleistung umsetzen. Dazu kommt aktuell ein Embedded iPC-Board mit Intel-Core-Duo-CPU T2500 mit 2 GHz zum Einsatz.

Das 331 mm × 76 mm × 223 mm große, EMV-gerechte Stahlblechgehäuse beherbergt ferner eine Festplatte, VGA-Grafik (bis 2048 × 1536 Pixel), drei Fire-Wire-Buchsen, eine serielle Schnittstelle, (RS232), drei Ethernet-Anschlüsse (1000/100/10), vier USB-2.0-Buchsen, Anschlüsse für PS/2-Maus und Tastatur sowie Schnittstellen für Mod-Bus-TCP, Twin-CAT und Ether-CAT.

Auch bei der Lichtsteuerung beschreitet Visicontrol nach eigenen Angaben neue Wege. Das LC-5 und LC-50 erlauben es über vier Trigger-Eingänge, dass Kameras direkt einzelne Kanäle der Leuchtkörper mit bis zu 15 µs Blitzzeit ansteuern. So kann für jede einzelne Kamera die ideale Beleuchtungssituation geschaffen werden. Das LC-5 bedient dabei vier Kanäle à 16 LED und ist somit für kleine Leuchtkörper ideal geeignet, während das LC-50 bis zu 16 Kanäle à 16 LED mit zwei unterschiedlichen Stromstärken regeln kann, heißt es.

Neue IO-Box kann individuell skaliert werden

Die neu geschaffene IO-Box ist individuell skalierbar für bis zu 24 digitale Ein- und Ausgänge, wobei mit dem Modell MVS-50s zudem zwei analoge IO und ein Anschluss für Inkrementalgeber gesteuert werden können. Hinzu kommt mit dem PS-50 eine USV-Spannungsversorgung für 24 VDC. Die Geräte sind ebenso wie die LC-Reihe mit dem Formfaktor des MVS-50 ausgestattet. Sie sind somit stapelbar und über optional erhältliche Adapter geeignet für vertikalen und horizontalen Einbau in Schaltschränken sowie 19“-Schranksystemen.

Ergänzt um die unternehmenseigenen Beleuchtungskörper sowie die neue Bedien- und Programmiersoftware Visiteach+ offeriert Visicontrol auch beim neuen MVS-50 alle Komponenten aus einer Hand. Das sei die beste Voraussetzung, um Bildverarbeitungsapplikationen „aus einem Guss“ zu realisieren, heißt es.

Visiteach+ ist die Weiterentwicklung der Visiteach-Software. Sie ist den Angaben zufolge noch einfacher zu bedienen und erschließt Systemintegratoren wie Endanwendern die Erfahrungen aus einigen Tausend BV-Applikationen. Um dabei ein möglichst breites Anwendungswissen zu integrieren, wurde die Software in Zusammenarbeit mit der Baumer-Gruppe entwickelt. Und dieser Erfahrungsschatz zeigt sich nicht nur im Funktionsumfang — der für nahezu alle BV-Anforderungen passende Algorithmen, Filter und Makros bereithält –, sondern auch in der praxisorientierten, schnell erlernbaren Bedienphilosophie.

Software erfordert keine Programmierkenntnisse

Die Software erfordert keine Programmierkenntnisse. Alle Funktionen lassen sich beliebig kombinieren und mit wenigen Eingaben parametrieren. Sie ist auch als Desktop-Anwendung erhältlich, wodurch Anwender neue Prüf-Programme auch an externen Rechnern erstellen können. Sollte einmal keine Standard-Funktion die Herausforderung lösen, dann können notwendige Plug-Ins und DLLs eingebunden werden, heißt es weiter.

Die Programmierung der SPS-Funktionalitäten ist in der Software integriert, so dass alle marktgängigen Sensoren, Zähler und Aktoren implementiert und die Ablaufsteuerung definiert werden kann.

Das Bildverarbeitungssystem kann den Angaben zufolge bis zu fünf Kameras parallel in Echtzeit auswerten und über Extender die Bilder von insgesamt 63 Kameras verarbeiten und auswerten. Und an dieser Stelle liefert das Lieferprogramm der Baumer-Gruppe fraglos ein weiteres Argument pro MVS-50, heißt es weiter. Denn das Portfolio von Baumer Optronic bietet für den Betrieb am MVS-50 zahlreiche mono-chrome und Farbkameras mit Auflösungen von 656 × 494 bis 2448 × 2050 Pixeln, wobei sich die Fire-Wire-Modelle der Serie TXF direkt anschließen lassen und auch der Vision-Sensor Veri-Sens sich bei Bedarf integrieren lässt.

Visicontrol GmbH auf der Motek 2008: Halle 6, Stand 6215

Udo Schnell | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/messundprueftechnik/articles/144290/

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