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Biegelaser berücksichtigt Rückfederung bei Schwenkbiegemaschinen

08.02.2010
Schwenkbiegemaschinen dienen zur spanlosen Umformung und Formgebung ebener Werkstücke. Der Umformprozess wird durch das Zusammenspiel von Ober-, Unter- und Biegewange realisiert. Das zu biegende Blech wird zwischen Ober- und Unterwange – ähnlich einer Zange – eingeklemmt und durch das Schwenken der Biegewange bis zu 180° verformt.

Dr. Hochstrate Maschinenbau Service & Vertrieb GmbH ist Hersteller von Schwenkbiegemaschinen. Die Produktlinie umfasst vollhydraulische Schwenkbiegemaschinen der Baureihe SBM 1000 bis 5000 sowie Sondermaschinen, die nach spezifischen Kundenwünschen gefertigt werden.

Bombierung gewährleistet exaktes Biegen über die ganze Blechlänge

Durch die ständige Weiterentwicklung der Schwenkbiegemaschine mit den erteilten Patenten und Gebrauchsmustern konnte sich das Unternehmen zwischenzeitlich auch international gut positionieren. Der Innovationsvorsprung zeigt sich am deutlichsten in der einzigartigen, patentierten, hydraulisch-dynamischen Bombierung, die gewährleistet, dass die zu biegenden Bleche über die ganze Länge exakt gebogen werden.

Schwenkbiegemaschine biegt bis zu 20 mm dicke hochverschleißfeste Stahlbleche

Im Rahmen von Diplomarbeiten der Uni Bochum und der Fachhochschule Dortmund wurden gemeinsam technische und marktpolitische Themenkreise erfolgreich behandelt. So konnte Dr. Hochstrate jetzt an einen Energieanbieter eine besondere Schwenkbiegemaschine des Typs 3000 × 20 liefern. Die Schwenkbiegemaschine ist in der Lage, bis zu 20 mm dicke hochverschleißfeste Stahlbleche zu biegen.

Bei dieser Maschine handelt es sich um eine Schwenkbiegemaschine, die aufgrund ihrer Biegeleistung und Funktionsvielfalt weltweit einmalig ist. Anwendungsgebiete für diese Maschine sind beispielsweise Kesselbefestigungen, verschleißfeste Staubleitungen für die Kohlenaufbereitung mit einem Durchmesser von 2000 mm. Sie ist nicht nur in der Lage, Bleche mit einer Stärke von 20 mm auf 3000 mm und von 1 bis 135° zu biegen, sondern auch Halbschalen, Rohre und Kegel. Die vielfältigen Anwendungsbereiche gehen bis zu Baggerschaufeln und Schwenkarmen für Radlager.

Bisher wurde die Funktion Rundbiegen nur durch aufwendige und teure Werkzeugwechsel, wie beispielsweise Radiusschienen oder Sonderschienen ermöglicht. Es war erforderlich, für jeden Radius eine korrespondierende Schiene einzusetzen. Nunmehr ist mit einem patentierten Verfahren von Dr. Hochstrate das Rundbiegen auf Schwenkbiegemaschinen mühelos mit der herkömmlichen Spitzschiene und damit ohne Werkzeugwechsel möglich. Diese Neuerung wird maßgeblich durch den einmaligen Biegelaser unterstützt. Es handelt sich dabei ebenfalls um ein Dr.-Hochstrate-Patent. Der Biegelaser ist in der Lage, bei jedem zu biegenden Blech die natürliche Rückfederung des Bleches – durch entsprechendes Nachbiegen – zu berücksichtigen.

Mit Schwenkbiegemaschine geformte Radien sind von höchster Genauigkeit

Die mit der Schwenkbiegemaschine geformten Radien unterscheiden sich nicht bezüglich der Exaktheit von den Radien einer Rundbiegemaschine. Die üblicher Weise beim Rundbiegen auf herkömmlichen Abkantpressen oder Schwenkbiegemaschinen entstehenden Stufen-Segmente gibt es dabei nicht. Analog lassen sich auch andere Figuren, wie beispielsweise Fassadenverkleidungen biegen.

Durch die Schrägstellung der Biegewange ist es möglich, kegelartige Biegungen zu fertigen, Radien in einem Kantenverlauf zu verjüngen sowie von rund auf eckig zu kanten (bevorzugt angewandt bei der Fertigung von Hosenstücken).

Neunentwicklung spart Material und Zeit

Mit der Gelenkaufhängung (ähnlich der kardanischen Aufhängung/Lagerung eines Kompasses) der Biegewange – patentiert – ist es möglich, die Schrägstellung der Biegewange stufenlos auf beiden Seiten zu erzeugen (zum Beispiel linker Abstand 3 mm und rechter Abstand 55 mm oder rechter Abstand 3 mm und linker Abstand 55 mm; außerdem ist jeder beliebige Zwischenwert einstellbar). Durch diese Neuerung lassen sich im Bereich der Blechbearbeitung und dem Maschinenbau zudem Rohstoffe und Zeit sparen, indem Bearbeitungsschritte wegfallen.

So müssen beispielsweise nicht zwei Halbschalen mit zwei Schweißnähten zu einem Rohr weiterverarbeitet werden, sondern können nun in einem Arbeitsgang gekantet werden. Dadurch fällt mindestens eine Schweißnaht weg, so dass die aufwendigen Vor- und Nacharbeiten der Schweißnahtvorbereitung sowie die Schweißnaht selbst entfallt. Neben der Ersparnis an Zeit und Werkstoffen wird die Umwelt auch weniger belastet. Mit diesen zusätzlich innovativen Lösungen kann die Schwenkbiegemaschine von Dr. Hochstrate Maschinenbau nun ein noch breiteres Spektrum der Blechumformung abdecken.

Dr. Gustav-Adolf Hochstrate ist Geschäftsführer der Dr. Hochstrate Maschinenbau Service & Vertrieb GmbH in 58454 Witten.

Gustav-Adolf Hochstrate | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/umformtechnik/articles/249125/

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