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Beschichtungsverfahren für unsichtbare Fingerabdrücke

19.10.2009
Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM haben ein Nano-Beschichtungsverfahren entwickelt, das Fingerabdrücke auf Metall oder Kunststoff unsichtbar macht.

Um den Anti-Fingerprint-Effekt zu erzielen, wird die Oberfläche mit einer dünnen Beschichtung von wenigen hundert Nanometern versehen. Diese Nano-Schicht wird als Flüssigkeit aufgetragen und anschließend mithilfe eines Niederdruckplasmas oder mit Strahlung einer Excimerlampe gehärtet. Zudem lassen sich gleich mehrere gewünschte Eigenschaften mit einer Beschichtung kombinieren, zum Beispiel Korrosionsfestigkeit und Schmutz abweisende Wirkung.

Anti-Fingerprint-Beschichtung benötigt wenig Energie und ist umweltverträglich

Weitere Vorteile: Das Nano-Beschichtungsverfahren benötigt wenig Energie, ist umweltverträglich, weil keine belastenden Reinigungsmittel zum Einsatz kommen und Chemikalien nur in minimalen Dosen. Darüber hinaus entstehen keine problematischen Abfälle.

Für den Anti-Fingerprint-Effekt wird eine spezielle inhomogene Nano-Beschichtung erzeugt, die an die mikroskopische Charakteristik von Fingerabdrücken angelehnt ist. Dadurch wird der optische Kontrast des Abdrucks so reduziert, dass er sich nicht mehr vom Untergrund abhebt. Er ist praktisch unsichtbar. Das Erscheinungsbild der Materialien und Bauteile wird hingegen nur unwesentlich verändert.

Anti-Fingerprint-Beschichtung soll jetzt in die Serie umgesetzt werden

Die Grundlagen für das Nano-Beschichtungsverfahren haben die Bremer Forscher bereits erarbeitet. Im nächsten Schritt soll – gemeinsam mit Industriepartnern – das Verfahren für die Serienfertigung umgesetzt werden, um industrielle Produkte in beliebigen Formen mit der Anti-Fingerprint-Schicht auszustatten.

Dorothee Quitter | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/oberflaechentechnik/articles/234617/

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