Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Thieme fertigt Pumpengehäuse aus Polyurethan

12.11.2007
Für eine neue Produktreihe hat ein Industriepumpenhersteller Netzsch erstmals ein Gehäuse aus Polyurethan (PUR) statt aus Grauguss fertigen lassen. Die PUR-Teile wurde von der Thieme GmbH & Co. KG, Teningen im Breisgau, gefertigt. Laut dem Formteilhersteller haben sie nicht nur in Funktions- und Materialtests überzeugt, auch wurden die Fertigungskosten deutlich reduziert.

Industriepumpen werden unter anderem in der Abwasser- und Umwelttechnik, in der chemischen Industrie, in der Lebensmittelindustrie und in Hygieneanwendungen eingesetzt. Gefördert werden unterschiedlichste Flüssigkeiten und Mischmedien.

PUR muss fest und beständig sein

Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die mechanische Festigkeit, die thermische und chemische Beständigkeit sowie die hygienischen Eigenschaften der verwendeten Werkstoffe.

Beispielsweise muss das Gehäuse Drücken von 18 bar und Temperaturen von bis zu 60 Grad Celsius ohne Verformung standhalten. Auch der Dauerkontakt mit Salzwasser und chemisch aggressiven Medien darf ihm nichts anhaben.

Für den Pumpenhersteller war dies der erste Versuch, ein Gehäuse aus Kunststoff herzustellen - zuvor hatte er ausschließlich Grauguss als Gehäusewerkstoff eingesetzt.

„Für die Wahl von Polyurethan gab es mehrere gute Argumente“, so Thieme-Projektleiter Jürgen Vogel. „Zum einen sind PUR-Teile wesentlich leichter, ohne dass man dafür technische Einschränkungen in Kauf nehmen muss; zum anderen liegen sowohl die Fertigungs- als auch die Werkzeugkosten erheblich niedriger als bei einem Grauguss-Gehäuse."

Vor der Serienfertigung des neuen Pumpengehäuses wurden die geforderten Eigenschaften (zum Beispiel Abrieb- und Druckfestigkeit) in mehreren Funktions- und Materialtests nachgewiesen.

PUR kann Aluminium, Zink, Stahl oder Grauguss ersetzen

Für das Pumpengehäuse wählte Thieme den Werkstoff Baydur GS von Bayer Materialscience. Dieser Werkstoff sei für die mechanische und chemische Beanspruchung geeignet.

Formteile aus dem PUR stellten daher in vielen Anwendungen eine Alternative zu Gussteilen aus Aluminium, Zink, Stahl oder Grauguss dar. Dabei seien sie um bis zu 50% leichter.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/index.cfm?pid=1525&pk=98009

Weitere Berichte zu: Gehäuse Polyurethan Pumpengehäuse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht rollFEED® Turning auf EMAG Maschinen: Tempomacher für die Drehbearbeitung
17.10.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

nachricht Schuler-MSC2000-Dual-Servopresse am Fraunhofer IPT für Werkzeugtests und Entwicklungsprojekte
17.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Aufräumen? Nicht ohne Helfer

19.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Biotinte für den Druck gewebeähnlicher Strukturen

19.10.2017 | Materialwissenschaften

Forscher studieren molekulare Konversion auf einer Zeitskala von wenigen Femtosekunden

19.10.2017 | Physik Astronomie