Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Tieflochbohren bis zu 40 × D in Aluminium

06.11.2007
Die Technologie-Spirale dreht sich bei der HAM Hartmetallwerkzeugfabrik Andreas Maier GmbH im wahrsten Sinne des Wortes weiter: Auf die vor einigen Jahren vorgestellte Baureihe von spiralisierten Tieflochbohrern folgt nun bereits die dritte Generation.

Kamen bisher für die Bohrbearbeitung beispielsweise von Zylinderblöcken, Zylinderköpfen, Pumpengehäusen, Lenkkörpern, Ölpumpen, Gehäusen für ABS oder Fluidtechnik-Systemen in der Regel Einlippen-Tieflochbohrer oder gerade genutete Tieflochbohrer zum Einsatz, so hat sich das Bild in kurzer Zeit deutlich gewandelt, heißt es von Seiten des Unternehmens.

Zum einen können mit den spiralisierten Tieflochbohrern aus Vollhartmetall laut HAM die Bohrvorschübe um bis zu 200% erhöht werden, was zu drastisch verkürzten Bearbeitungszeiten führt.

Andererseits gewährleisten ein spezielles Hartmetall, die besondere Geometrie und die so genannte Alu-Speed-Beschichtung sehr gute Bearbeitungsergebnisse mit adäquaten Oberflächen.

Außerdem sind im Vergleich zu den bisherigen Tiefloch-Bohrwerkzeugen Standzeitverbesserungen um 30% zu verzeichnen. Ein weiterer Vorteil liegt in der optimierten Spannut-Geometrie, die für einen sehr guten Spänetransport sorgt.

Die spezielle Verrundung der Schneidkanten und der Spitzenanschliff mit einem Spitzenwinkel von 137° sowie doppelten Führungsfasen garantieren einen stabilen, ruhigen und präzisen Bearbeitungsverlauf.

Die Alu-Speed-Beschichtung verhindert überdies die Droplet-Bildung. Somit ist es möglich, ohne weitere Entspanungsvorgänge Bohrungen bis zu einer Tiefe von 40 × D stufenlos herzustellen, was in der Summe die Durchlaufzeiten signifikant zu senken hilft.


Programm an VHM-Tieflochbohrern ausgebaut
Am Beispiel der Zylinderkopf-Bearbeitung mit einem Bohrer mit 7,5 mm Durchmesser und 210 mm Bohrtiefe wird anhand der Schnittwerte deutlich, welche Produktivitätsschübe mit dem neuen VHM-Tieflochbohrer möglich sind: Schnittgeschwindigkeit 150 m/min (frühere Ausführung 120 m/min), Spindeldrehzahl 6370 min1 (5100 min1), Vorschub 0,4 mm/U (0,3 mm/U).

Die Bohrbearbeitungszeit bei 1000 Teilen beträgt 1,36 h anstatt früher 2,29 h, was eine Zeiteinsparung von 55,8 min bedeutet. Folgerichtig weitet HAM mit den VHM-Tieflochbohrern bis 40 × D in Aluminium sein Lieferprogramm aus.

Es stehen nun Werkzeuge in Durchmessern von 3 bis 12 mm für die Stahlbearbeitung bis 40 × D sowie für Aluminium ab 15 mm Durchmesser und ebenfalls bis 40 × D zur Verfügung.

Rüdiger Kroh | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanendefertigung/werkzeuge/articles/97571/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Mehr Sicherheit beim Fliegen dank neuer Ultraschall-Prüfsysteme
20.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS

nachricht VL- und VSC-Drehmaschinen von EMAG: Die Bremsscheiben-Produktion auf ein neues Level heben
16.11.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

Neues Elektro-Forschungsfahrzeug am Institut für Mikroelektronische Systeme

21.11.2017 | Veranstaltungen

Raumfahrtkolloquium: Technologien für die Raumfahrt von morgen

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Gene für das Risiko von allergischen Erkrankungen entdeckt

21.11.2017 | Studien Analysen

Wafer zu Chip: Röntgenblick für weniger Ausschuss

21.11.2017 | Informationstechnologie

Nanopartikel helfen bei Malariadiagnose – neuer Schnelltest in der Entwicklung

21.11.2017 | Biowissenschaften Chemie