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Bei der Kühlschmierstoff-Reinigung kommt es auf den richtigen Filter an

02.11.2007
Bei der Auswahl von Filteranlagen zur Kühlschmierstoffreinigung kommt es entscheidend darauf an, für die jeweilige Anwendung das richtige Produkt einzusetzen. Die Knoll Maschinenbau GmbH in Bad Saulgau bietet eine breite Palette verschiedener Filter – vom Vakuumfilter VL über den Turbofilter bis hin zum Kompaktfilter KF – für unterschiedliche Spangrößen und -arten.

Der Vakuumfilter VL eignet sich zum Beispiel speziell für den Einsatz in der Fein- und Feinstbearbeitung.

Seine Vorzüge – hohe spezifische Filterleistung, hoher Reinheitsgrad, ein Filterkuchen mit geringer Restfeuchte sowie der modulare Aufbau – wissen insbesondere die Betreiber von Schleifanlagen zu schätzen, erläutert der Hersteller.

Während herkömmliche Rückspül- und andere Filter mit Schleifschlamm überfordert sind, bringt der Vakuumfilter VL gerade hier optimale Leistung.

Durch das Vakuumverfahren erreicht er laut Hersteller außer einer guten Reinigungsleistung für Emulsionen oder Öle auch einen sehr trockenen Filterkuchen, der sich einfach entfernen lässt.

Daraus ergeben sich für den Anwender deutliche Prozessvorteile und Kosteneinsparungen.

Filtervlies ist beim Vakuumfilter schnell gewechselt

Der Vakuumfilter VL ist aus einem modularen Baukasten aufgebaut. Das Filtersystem setzt sich aus einem oder mehreren Filterelementen in unterschiedlichen Baugrößen sowie Tank, Pumpen, Kühler und anderen Komponenten zusammen. Auch bezüglich des Filtermaterials ist Modularität angesagt.

Der VL kann mit Endlosband sowie mit Filtervlies ausgestattet werden. Der Wechsel ist mit ein paar Handgriffen getan, so der Hersteller.

Bei sehr hohen Reinheitsanforderungen gibt es für beide Varianten eine Anschwemmeinrichtung für Zellulose-Material.

HL-Filter arbeitet ohne Vakuumpumpe

Die Vorteile dieses Aufbaus wird mittlerweile für mehrere Produkte genutzt: Auf der VL-Plattform basierend hat Knoll auch für die KSS-Reinigung an Bearbeitungszentren den etwas einfacheren HL-Filter entwickelt.

Er arbeitet – ohne Vakuumpumpe – mit geringerem Unterdruck und ist nur mit Filtervlies lieferbar.

Turbo-Rückspülfilter für das Fräsen, Drehen und Bohren

Der Turbofilter ist laut Angaben auf verunreinigte Kühlschmierstoffe spezialisiert, wie sie beim Fräsen, Drehen oder Bohren anfallen.

Weil er nach dem Rückspülprinzip arbeitet, benötigt er keinerlei Filterverbrauchsstoffe. Das Gehäuse eines einzelnen Turbofilters ist 870 mm hoch und misst 295 mm im Durchmesser.

Das Filterelement besteht aus einem Edelstahlgewebe, das einen Reinheitsgrad von 25 bis 50 µm ermöglicht. Die Durchlaufleistung beträgt je nach Viskosität, Verschmutzungsgrad und Filterfeinheit zwischen 50 und 250 Liter pro Minute.

Weil sich der Turbofilter einfach auf sechs und mehr Module erweitern lässt, so der Hersteller, eignet er sich sowohl für den dezentralen Einsatz an Einzelmaschinen als auch für den Einbau in Zentralanlagen.

Die Ausführung SF 5000 zum Beispiel enthält sechs Turbofilter mit einem gemeinsamen 5000-l-Schmutztank.

Kompaktfilter ist effizient und preiswert

Für ähnliche Anwendungen wie der Turbofilter eignet sich auch der Kompaktfilter KF. Er arbeitet mit Filterverbrauchsstoffen und ist laut Hersteller im unteren Preissegment angesiedelt.

Dieser Vliesfilter reinigt Kühlschmierstoffe bei spanabhebenden Bearbeitungsverfahren, lässt sich an Einzelmaschinen, Maschinengruppen und Zentralanlagen gleichermaßen einsetzen und dient ebenso als Ergänzung zu Spänefördersystemen.

Im Vergleich zu Flachbett-Bandfiltern beruhen die grundsätzlichen Vorteile dieses Filtertyps, der mit hydrostatischem Druck arbeitet, auf der höheren Flüssigkeitssäule im Schmutzbereich; sie bewirkt – bei gleicher Stellfläche – eine höhere spezifische Filterleistung, einen höheren Reinheitsgrad und geringeren Vliesverbrauch, erläutert der Hersteller.

Oder: Bei vorgegebener Filterleistung braucht der KF-Filter eine deutlich kleinere Stellfläche als entsprechende Flachbett-Bandfilter.

Grenzwertschalter anstatt Schwimmerschalter

Bei seinem KF-Filter hat Knoll gegenüber bisher verfügbaren ähnlichen hydrostatischen Filtersystemen zudem drei weitere Vorteile realisiert.

Im Hinblick auf die Einströmsituation verwendeten die Entwickler sehr viel Sorge darauf, dass die Strömungsenergie vernichtet wird und die Schmutzflüssigkeit ganz langsam ins Becken fließt.

Somit wird vermieden, dass die einströmende Flüssigkeit den Filterkuchen beschädigt und die Filtrationsleistung beeinträchtigt.

Ein zweiter Pluspunkt ist den Angaben nach ein WGH-zugelassener Grenzwertschalter anstatt der üblichen Schwimmerschalter, die im Schmutzbereich immer wieder Probleme machen.

Zum Dritten ist dafür gesorgt, dass auch ein lockerer Filterkuchen mit Spänen, wie er beispielsweise bei der Aluminiumbearbeitung zustande kommt, sicher aus dem Schmutzflüssigkeitsbecken ausgetragen wird.

Um auf dem steilen Weg nicht zurückfallen zu können, nimmt ein spezieller Austragsmechanismus Schmutz und Späne sicher in den Schlammbehälter mit.

Den Kompaktfilter KF gibt es derzeit in fünf Größen für 110, 150, 200, 400 und 600 l Filterleistung pro Minute bei Emulsion.

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/index.cfm?pid=1759&pk=97210

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