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Greifer verbessern, Gewicht sparen, Geometrien optimieren

23.10.2007
E-Manufacturing im Einsatz für Roboterhände

Laser-Sintern eröffnet neue Möglichkeiten bei der Herstellung von Roboterhänden. Seit Anfang des Jahres verfügt die ASS Maschinenbau über eine EOSINT P 390 zum Kunststoff Laser-Sintern.


Zweifach Roboterhand für einen Handyrahmen. Die blauen, lasergesinterten Komponenten ermöglichen kompakte, komplexe und ultraleichte Roboterhände. Foto: EOS / ASS Maschinenbau.


Konturstück für einen Ansaugkanal mit integriertem Vakuumsauger und Luftkanal. Durch die direkte Integration von lasergesinterten querschnittsoptimierten Luftführungen oder Vakuumkanälen spart ASS Zeit und Kosten. Foto: EOS / ASS Maschinenbau.

Das nordrhein-westfälische Unternehmen, eine Tochter der Indus Holding AG, produziert damit kompakte, komplexe und ultraleichte Roboterhände. Gleichzeitig integriert es Funktionen in die Greiftechnik und erweitert damit den Anwendungsbereich seiner Produkte.

Bereits seit Anfang des Jahres fertigt der Automations-Spezialist Komponenten mit der Laser-Technologie. „Mit Laser-Sintern produzieren wir ultraleichte und kompakte Greifelemente individuell, schnell und kostengünstig. Die Komponenten ergänzen die Produktpalette unseres Unternehmens für eine Reihe von Anwendungen in der Kunststofffertigung“, so Marc Schwope, Geschäftsführer der ASS Maschinenbau.

Drei Mal pro Woche setzt ein Applikationsmitarbeiter von ASS die EOS-Anlage in Gang. Bis zu 100 verschiedene Komponenten entstehen in einem einzigen Produktionsprozess – für verschiedene Anwendungen. Das können komplett lasergesinterte Roboterhände sein, aber auch Kombinationen mit Aluminium und Stahlwellen. Mit den seit 25 Jahren entwickelten Roboterbaukästen stellen sich Kunden individuelle Greiferlösungen zusammen. In der Vergangenheit wurden die Komponenten der Baukästen durch Drehen oder Fräsen hergestellt.

Die Laser-Technologie löst zumindest für einige Bauteile die traditionellen Verfahren ab.

Wichtiger Aspekt für ASS ist die Konstruktionsfreiheit, die das Schichtbauverfahren Laser-Sintern bietet. „Mit der Technik können wir viele Funktionen auf engstem Raum kombinieren, vor allem bei Entnahmesituationen. Beispielsweise sind keine Schläuche innerhalb der Hand mehr nötig. Mit Laser-Sintern integrieren wir querschnittsoptimierte Luftführungen oder Vakuumkanäle direkt und sparen so Zeit und Kosten,“ erläutert Schwope. Dass die Konstruktion optimiert und die geometrischen Freiheitsgrade der Laser-Sinter-Technologie ausgeschöpft werden, dafür sorgt eine spezielle Abteilung mit drei Mitarbeitern bei ASS. Das Unternehmen fertigt so Roboterhände, die bisher aufgrund der Abmaße der Standardkomponenten oder aufgrund ihrer geometrischen Komplexität nicht realisiert werden konnten.

Über EOS
EOS wurde 1989 gegründet und ist heute Weltmarktführer im Bereich Laser-Sintern. Laser-Sintern ist die Schlüsseltechnologie für e-Manufacturing. Schnell, flexibel und kostengünstig entstehen Komponenten direkt aus elektronischen Daten. Das Verfahren beschleunigt die Produktentwicklung und modernisiert Produktionsprozesse. EOS hat sein Geschäftsjahr 2006 mit einem Umsatz im Laser-Sintern von 52,3 Millionen Euro abgeschlossen und setzt damit sein kontinuierliches Wachstum fort.
Pressekontakt für weitere Informationen
EOS GmbH Electro Optical Systems
Martina Methner
Robert-Stirling-Ring 1
D-82152 Krailling
Tel: +49 89 893 36-134
Fax: +49 89 893 36-288
Email: martina.methner@eos.info
Homepage: www.eos.info
ASS Maschinenbau GmbH
Marc Schwope
Zöllnerstraße 7
D-51491 Overath - Untereschbach
Tel: +49 22 04 9757- 0
Fax: +49 22 04 9757-87
Email: m.schwope@ass-maschinenbau.de
Homepage: www.PA-Forming.com

Martina Methner | EOS Electro Optical Systems
Weitere Informationen:
http://www.eos.info

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