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Automatische Fertigung und Prüfung von Zwei-Komponenten-Bodenbuchsen bei Pöppelmann

22.10.2007
Der Geschäftsbereich K-Tech von Pöppelmann-Kunststoff-Technik, Lohne, fertigt Bodenbuchsen zur Befestigung von Längsträgerverkleidungen. Das geschieht automatisch im Zwei-Komponenten-Verfahren, inklusive automatischer Qualitätskontrolle. Zur Anwendung kommen die Bodenbuchsen bei mehreren Fahrzeugmodellen von Mercedes. Je nach Fahrzeugtyp werden zwischen fünf und neun Stück auf jeder Seite benötigt.

Die Bodenbuchsen bestehen aus einem dübelähnlichen Befestigungselement aus Polyamid, an das ein dauerelastischer Dichtring aus einem Styrol-Ethenbuten-Styrol (SEBS) angespritzt ist.

Wegen der unterschiedlichen Einbauverhältnisse sind drei unterschiedliche Befestigungselemente mit Schaftlängen von 10, 20 und 40 mm erforderlich.

Während der K 2007 (24. bis 31. Oktober 2007 in Düsseldorf) werden am Stand von Pöppelmann (Halle 5, Stand G40) die Bodenbuchsen präsentiert – zusätzlich zu anderen Exponaten, bei denen es sich um technische Kunststoffteile handelt, die vorwiegend für die Kfz- und Geräteindustrie bestimmt sind, beispielsweise Steuergeräteboxen mit ortsgeschäumten Dichtungen.

Für die wirtschaftliche und flexible Fertigung der in sehr großen Stückzahlen benötigten Bodenbuchsen setzt Pöppelmann eine Fertigungseinheit aus zwei Spritzgießmaschinen ein, der eine 100-%-Prüfung der Teile mit einem Kamerasystem nachgeschaltet ist.

Zentrale Bedeutung haben dabei zwei Mehrkavitäten-Werkzeuge, von denen das erste zum Herstellen der Befestigungselemente dient. Es ist so ausgeführt, dass sich das Werkzeug mit einfachen Umrüstvorgängen auf die unterschiedlichen Schaftlängen umbauen lässt.

Im zweiten Mehrkavitäten-Werkzeug auf der zweiten Spritzgießmaschine werden die Dichtringe auf der einheitlichen Kopfseite aller Befestigungselementen angespritzt, so dass bei diesem Werkzeug keine Varianten erforderlich sind.

Verbindungsglied zwischen beiden Maschinen ist ein Handhabungsroboter, der die Befestigungselemente aus dem ersten Werkzeug entnimmt und in das zweite einlegt.

Umsetzverfahren ermöglicht kurze Zykluszeit

Das dabei angewandte Umsetzverfahren ermöglicht eine relativ kurze Zykluszeit, weil der Zeitaufwand für das Drehen einer Indexplatte in einem Zwei-Komponenten-Werkzeug entfällt.

Außerdem kann jeweils eine Standard-Spritzgießmaschine mit einfacher Materialzufuhr und nur einer Einspritzeinheit verwendet werden.

Zur Vermeidung von Störungen bei der automatischen Montage der Bodenbuchsen im Fahrzeugverbau hat Pöppelmann im unmittelbaren Anschluss an das Spritzgießen ein automatisches Prüfsystem installiert.

Es stellt sicher, dass nur geprüfte Gutteile ausgeliefert werden. Dazu prüft ein Kamerasystem, ob der Dichtring voll ausgespritzt und nicht überspritzt oder ausgebeult ist.

Das Prüfsystem schleust mängelbehaftete Teile automatisch aus. Der Durchsatz beträgt rund 40 Stück je Minute. Eine SPS überwacht das Prüfsystem und übergibt die ermittelten Daten an die Qualitätsdokumentation.

Bodenbuchsen in enger Zusammenarbeit mit dem Systemlieferanten entwickelt

Die Bodenbuchsen wurden von Pöppelmann in enger Zusammenarbeit mit dem Systemlieferanten entwickelt.

Dadurch war es laut Pöppelmann möglich, bereits im Entwicklungsstadium fertigungstechnische Gesichtspunkte zu berücksichtigen, die letzten Endes ausschlaggebend dafür waren, die geschilderte wirtschaftliche Lösung zur Fertigung realisieren zu können.

Bestandteil der Bodenbuchsen ist ferner ein Verriegelungsbolzen aus einem mit 30 Gew.-% Glasfasern verstärkten Polyamid, der nach der Bodenbuchsen-Montage automatisch eingedrückt wird und im Befestigungselement verrastet.

Dieser Verriegelungsbolzen stellt den zuverlässigen Halt der Längsträgerverkleidung sicher. Auch der Verriegelungsbolzen wird von Pöppelmann produziert und geliefert.

Josef-Martin Kraus | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/kunststoffundgummiverarbeitung/spritzgiessen/articles/96373/

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