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Filigrane Teile funkenerosiv Drehen oder Schleifen

10.10.2007
Funkenerosives Drehen oder Schleifen bringt man mit dem Pionier dieser Technik, der Hirschmann GmbH in Fluorn-Winzeln in Verbindung. Aus den Anfängen im Jahr 1996 heraus hat sich das Verfahren rasant weiterentwickelt. Heutzutage werden Drehzahlen bis zu 1500 min1 erreicht. Spezielle Lager und Dichtungen sowie die Verwendung von wartungsfreien Motoren mit AC-Technik machten es möglich.

Vor allem dort, wo herkömmliches Drehen und Schleifen an ihre Grenzen stoßen, kann das erosive Drehen und Schleifen auf Drahterodiermaschinen seine Stärken ausspielen.

Weil keine Schnittkräfte auf das Werkstück wirken, lassen sich mit diesen Verfahren auch sehr filigrane Teile herstellen.

Das funkenerosive Drehen oder Schleifen hat sich bereits in vielen Bereichen der Mikro- und Medizintechnik, des Werkzeug- und Formenbaus und auch in der Luft- und Raumfahrttechnik etabliert.

Aus dem inzwischen breiten Kundenkreis kam immer wieder der Wunsch auf, die hochpräzise Rotierspindel mit einem NC-gesteuerten Rundteiltisch mit höchster Teilgenauigkeit zu kombinieren.

Dem Hirschmann-Entwicklungsteam ist es gelungen, diese Kundenwünsche in der Rotier- und Indexierspindel H 80 R.MNC (Bild 1) zu vereinen.
Drehzahlen bis zu 1000 min1 gepaart mit einer Teilgenauigkeit von ±5“ sowie einer Rundlaufgenauigkeit von

Bisher musste zuerst das rotationssymmetrische Drehteil auf der Rotierspindel hergestellt werden.

Anschließend wurde das Werkstück auf einem Rundteiltisch erneut aufgespannt und ausgerichtet werden um es dann mit den erforderlichen Flächen und Konturen in unterschiedlichen Winkeln zu versehen.

Umspannen und erneutes Ausrichten entfällt

Dieses umständliche Umspannen und erneute Ausrichten des Werkstückes und die Notwendigkeit, eine reine Rotierspindel und einen zusätzlichen Rundteiltisch einsetzen zu müssen gehören durch den Einsatz der Rotier- und Indexierspindel H 80 R.MNC der Vergangenheit an.

Standardisierte Schnittstelle für Spannfutter

Doch was wäre die höchste Präzision der Spindel ohne geeignetes Spannmittel. Als Hersteller von Spann- und Handlingsystemen lag es für Hirschmann nahe, diese Erfahrungen auch in die Entwicklung der Rotier- und Indexierspindel einfließen zu lassen.

Jede Spindel ist bereits standardmäßig mit einem pneumatischen oder manuellen Spannfutter ausgestattet.

In dieser standardisierten Schnittstelle kann außer dem üblichen Spannzangenfutter auch das speziell entwickelte und patentierte Justier- und Spannelement H 5.83.46 R aufgenommen werden.

Mit diesem Justier- und Spannelement können Werkstücke bis 20 mm Durchmesser gespannt, und sowohl Rundlauf als auch Taumel in kurzer Zeit mit höchster Präzision auf Werte ≤ 0,001 mm eingestellt werden.

Voreinstellspindel erschließt Einsparpotenzial

Wird die Einstellung hauptzeitparallel außerhalb der Maschine auf einer ebenfalls erhältlichen Voreinstellspindel durchgeführt kann nochmals ein beträchtliches Einsparpotenzial erschlossen werden, so der Hersteller.

Die Drahterodiermaschine steht dann zu 100% für Ihre eigentliche Aufgabe, nämlich das Drahterodieren zur Verfügung und wird nicht durch das wichtige Justieren und Ausrichten blockiert.

Hirschmann ist nach eigenen Angaben der einzige Hersteller der sowohl die Rotier und Inderxierspindel als auch die erforderliche Peripherie wie Spannmittel und Voreinstellmöglichkeit in höchster Präzision aus einer Hand anbieten kann.

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanendefertigung/maschinen/articles/95304/

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