Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Innovative Anwendung der Etagenwendetechnik

04.10.2007
Gemeinsam mit den Ingenieuren der Firma Bemis Inc. aus Neenah/USA, einem führenden Hersteller von Verpackungen und Sanitärartikeln wurde eine ideale Werkzeuglösung zur Herstellung von „Xcite“-Scharnieren gefunden. Von vorne herein war für die Fachleute von Bemis klar, dass für diese neue, technisch hoch anspruchsvolle Werkzeuglösung die patentierte Etagenwendetechnik von Foboha genau die richtige Lösung ist.

Das als Würfel ausgeführte Werkzeug erlaubt Bemis ein Scharnier für einen Toilettensitz in einem einzigen Zyklus herzustellen.

Ein auf herkömmliche Weise hergestelltes Scharnier würde aus 6 bis 8 einzelnen Stücken bestehen, die am Ende in einem separaten Arbeitsgang montiert werden müssten.

Durch den Einsatz der Etagenwendetechnik kann das Werkzeug in einer 450-t-Spritzgießmaschine betrieben werden.

Mit der herkömmlichen 2-Komponenten Technik (Drehteller) wäre eine fast doppelt so große Maschine erforderlich.

Die Würfeltechnik verkürzt außerdem die Zykluszeit wesentlich, da die Teile parallel zum Spritzzyklus entformt werden und die Kühlzeit durch die zusätzlich zur Verfügung stehende Kühlstation reduziert wird.

In dem 6 + 6-fach-Würfel werden in der 1. Station 3 HDPE-Teile gespritzt, die durch Scharniere verbunden sind.

Das TPE, das in der 2. Station gespritzt wird, verbindet die HDPE-Teile und stellt ein funktionales Scharnier für das fertige Produkt dar.

In anderen Worten: Beim Endprodukt sind alle einzelnen Teile miteinander verbunden.

In einem einzigen Zyklus werden sechs komplette „Xcite“ Scharniere gespritzt.


Selbst hochkomplexe Teile können auf einer einzigen Maschine hergestellt werden
Ablauf:
In der 1. Station wird das HDPE gespritzt.
Das Werkzeug öffnet und dreht um 90°.
Die 2. Station (Bedienseite) dient als Kühlstation; hier bleibt der erste Schuss auf dem Kern.

In der 3. Station wird das TPE-Scharnier gespritzt; somit werden die einzelnen Scharnierstücke mittels TPE verbunden.

Das Werkzeug dreht noch einmal um 90° und in der 4. Station (Gegenbedienseite) werden die komplett gespritzten Teile mit einem Roboter entnommen, ohne Einfluss auf die Zykluszeit zu haben.

Die Vorteile dieser Technologie liegen klar auf der Hand:

– Hochkomplexe Teile können auf einer einzigen Maschine hergestellt werden.

– Die Schließkraft der Maschine kann fast halbiert oder die Anzahl der Kavitäten verdoppelt werden.

– Die Produktionszyklen werden deutlich kürzer.

Produktfunktion wird verbessert

Durch die Kombination von kreativem Produktdesign mit innovativer Werkzeugtechnik kann so die Produktfunktion verbessert und die Herstellung von Produkten für den alltäglichen Gebrauch vereinfacht werden.

Dieses innovative Foboha-Werkzeug wird auf einer Ferromatik-Milacron K-TEC 450-ETW Spritzgießmaschine auf dem Milacron-Stand B 05 in Halle 15 gezeigt.

Weitere Informationen gibt es auch am Foboha-Stand A 24 in Halle 01. Seit 2003 gehört die Foboha GmbH zur Schweizer Technologiegruppe Adval Tech.

Jürgen Schreier | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/kunststoffundgummiverarbeitung/spritzgiessen/articles/94829/

Weitere Berichte zu: Etagenwendetechnik Scharnier Werkzeug Werkzeuglösung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau
28.04.2017 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten
27.04.2017 | EMAG eldec Induction GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie