Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Analyse der Lärmquellen an Flugtriebwerken

02.10.2007
Prof. Dr. Ennes Sarradj, Juniorprofessur Aeroakustik der BTU Cottbus, forscht an den Lärmquellen von Flugtriebwerken - Förderung mit 32.000 € vom Land

Prof. Dr. Ennes Sarradj, Juniorprofessur Aeroakustik der BTU Cottbus, kann jetzt ein Forschungsprojekt zur Analyse von Lärmquellen an Flugtriebwerken starten, das mit knapp 32.000 EUR vom Land Brandenburg (MWFK) gefördert wird. Dabei geht es um die Entwicklung eines Messverfahrens, das für den Einsatz bei der Entwicklung lärmarmer Triebwerke gedacht ist.

Der von Flugtriebwerken ausgehende Lärm trägt wesentlich zu der vom Luftverkehr verursachten Lärmbelästigung bei und ist eines der größten Hindernisse beim weite-ren Wachstum des Luftverkehrs. Ein wesentlicher Teil des Triebwerkslärms bei Start und Landung wird vom vorderen Teil des Triebwerks, der sogenannten Fan-Stufe erzeugt. Erfolgreiche Maßnahmen zur Minderung dieses Lärms sind demzufolge bei der Entwicklung wettbewerbsfähiger leiser Flugtriebwerke sehr wichtig. Da zahlreiche physikalische Mechanismen bei der Entstehung des Lärms eine Rolle spielen, ist das allerdings eine sehr komplizierte Aufgabe.

Ein wichtiges Element für die Entwicklung leiserer Triebwerke ist die genaue Analyse dieser physikalischen Mechanismen. Dazu werden auch akustische Messungen an Triebwerken oder Teilen davon durchgeführt, wobei der entstehende Lärm in der Regel als Ganzes erfasst und analysiert wird. Eine nach Entstehungsmechanismen getrennte Analyse der Messergebnisse ist bisher aber nur sehr eingeschränkt mög-lich. Hier soll das aktuelle Forschungsprojekt helfen.

Ein zentrales Arbeitsgebiet der Juniorprofessur Aeroakustik an der BTU Cottbus ist Entwicklung von akustischen Messverfahren, die sich des gleichzeitigen Einsatzes einer größeren Zahl von Mikrofonen (so genannter Mikrofonarrays) bedienen. Dabei wurde auch ein Verfahren zur Lokalisierung von Schallquellen entwickelt, mit dem es möglich ist, die Beiträge einzelner Schallentstehungsmechanismen gleichzeitig zu erfassen, aber getrennt zu untersuchen.

Zielstellung des Forschungsprojekt ist es, so der Leiter der Juniorprofessur, Prof. Ennes Sarradj, dieses Verfahren auf die Analyse der Lärmquellen an Flugtriebwer-ken zu erweitern. Dabei wird eng mit der Fa. AneCom AeroTest GmbH in Wildau zu-sammengearbeitet, die einen entsprechenden akustischen Prüfstand für Fan-Stufen betreibt. Im Ergebnis eines Einsatzes des neuen Messverfahren sollen sich während der kostenintensiven Prüfstandtests wertvolle zusätzliche Informationen über die Lärmquellen und die zugehörigen Entstehungsmechanismen gewinnen lassen. Ein vergleichbar leistungsfähiges Verfahren ist gegenwärtig weltweit nicht verfügbar.

Weitere Informationen:
Prof. Ennes Sarradj, Juniorprofessur Aeroakustik, Tel. 0355 69 4533,
Email sarradj@tu-cottbus.de; www.aeroakustik.de

Margit Anders | idw
Weitere Informationen:
http://www.aeroakustik.de

Weitere Berichte zu: Aeroakustik Flugtriebwerke Juniorprofessur Lärm Lärmquelle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flüssiger Wasserstoff im freien Fall
05.12.2016 | Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM)

nachricht IPH entwickelt Prüfstand für angetriebene Tragrollen
29.11.2016 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weiterbildung zu statistischen Methoden in der Versuchsplanung und -auswertung

06.12.2016 | Seminare Workshops

Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen

06.12.2016 | Förderungen Preise

Innovationen für eine nachhaltige Forstwirtschaft

06.12.2016 | Agrar- Forstwissenschaften