Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

CNC mit 3D Interference Check vermeidet Zusammenstöße

17.09.2007
Hightech-Werkzeugmaschinen wie Dreh-Fräs-Zentren oder Fünf-Achs-Maschinen versprechen eine sehr effiziente Bearbeitung. Allerdings wird es für den Maschinenbediener immer schwieriger, der schnellen und komplexen Bearbeitung zu folgen. Ein von Hand ausgelöster Stopp bei drohender Kollision ist so gut wie unmöglich. Daher hat GE Fanuc einen 3D Interference Check entwickelt.

Der 3D Interference Check wurde nach Angaben des Unternehmens für die CNC der Serien 30i/31i Modell A entwickelt und soll Maschinenkollisionen vermeiden. Eine Weiterentwicklung der Konfigurationssoftware, das so genannte Setting Tool, soll jetzt auch den Datenaustausch mit CAD-Systemen zulassen.

Konfigurationssoftware definiert kollisionsgefährdete Bereiche

Mit dem Setting Tool können Maschinenhersteller – und auf Wunsch der Bediener – alle kollisionsgefährdeten Bereiche (wie Werkzeugkopf, Werkstück, Tisch und Spannvorrichtungen) mit Hilfe von geometrischen Figuren definieren. Diese Hüllelemente stellen sozusagen eine Tabuzone dar.

... mehr zu:
»CNC »Check »Interference »Kollision »Setting

Wie es heißt, beachtet die CNC die räumlichen Informationen zusammen mit den aktuellen Werkzeugdaten bei der Berechnung der Achsbewegungen und beugt möglichen Kollisionen vor. Der letzte Interpolationsschritt vor einem definierten Hüllkörper wird nicht ausgeführt – die Maschine stoppt.

CNC kann Daten mit 3D-CAD-Systemen austauschen

Das unter den Betriebssystemen Windows 2000/XP und Vista lauffähige Programm unterstützt den Datenaustausch mit 3D-CAD-Systemen. Über eine IGES-Schnittstelle können die CAD-Elemente nach Herstellerangaben auf den PC geladen und im Setting Tool für die Kollisionsüberwachung aufbereitet werden.

Über Ethernet oder Hochgeschwindigkeitsbus wird der Interference Check auf die CNC übertragen. Auf dem gleichen Weg meldet die CNC die Positionsdaten des Interference Checks in Echtzeit an das Setting Tool zurück, das alle Bewegungen 3D-animiert darstellt. Mögliche Kollisionen werden außerdem in Klartext angezeigt, teilt Fanuc mit.

Kollisionsüberwachung nicht an Servoantriebe gebunden

Weil die Kollisionsüberwachung eine reine Berechnung und nicht an die Servoantriebe gebunden ist, kann der Bediener die Prüfung auch im Trockenlauf vor der eigentlichen Bearbeitung ausführen, heißt es weiter. Kommt es während des Fräsens zum Maschinenstopp aufgrund einer rechtzeitig erkannten Kollisionsgefahr, soll es dem Maschinenbediener möglich sein, bei weiterhin aktiver Überwachung die betroffenen Achsen manuell zurückzufahren. So wird die Kollision vermieden, selbst wenn der Bediener aus Versehen den falschen Knopf drücken sollte.

Alexander Strutzke | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/steuerungstechnik/articles/92455/

Weitere Berichte zu: CNC Check Interference Kollision Setting

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Flexiblere Turbomaschinen entwickeln
23.05.2017 | FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur GmbH

nachricht WHZ erhält hochmodernen Prüfkomplex für Schraubenverbindungen
23.05.2017 | Westsächsische Hochschule Zwickau

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften