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Rotier- und Indexierspindel für Erodiermaschine

14.09.2007
Funkenerosives Drehen oder Schleifen – diese Begriffe bringt man mit dem Pionier, der Hirschmann GmbH in Fluorn-Winzeln, in Verbindung. Aus den Anfängen 1996 heraus, damals mit einer Drehzahl von 200 min–1, hat sich das Verfahren rasant weiterentwickelt. Heute erreichen Rotierspindeln Drehzahlen bis zu 1500 min–1, so das Unternehmen.

Dies wurde durch den Einsatz von speziellen Lagern und Dichtungen sowie von wartungsfreien Motoren mit AC-Technik möglich. Vor allem dort, wo herkömmliches Drehen und Schleifen an Grenzen stoßen, kann das erosive Drehen und Schleifen auf Drahterodiermaschinen seine Stärken ausspielen. Weil keine Schnittkräfte auf das Werkstück wirken, lassen sich auch sehr filigrane Teile herstellen. Diese Technik hat sich bereits in vielen Bereichen der Mikro- und Medizintechnik, des Werkzeug- und Formenbaus und auch in der Luft- und Raumfahrttechnik etabliert.


Hochpräzise Rotierspindel mit NC-Rundteiltisch kombiniert

Aus dem inzwischen breiten Kundenkreis kam immer wieder der Wunsch auf, diese hochpräzise Rotierspindel mit einem NC-Rundteiltisch mit höchster Teilgenauigkeit zu kombinieren. Dem Hirschmann-Entwicklungsteam ist es gelungen, diese Kundenwünsche mit der Rotier- und Indexierspindel H 80 R MNC zu vereinen. Drehzahlen bis zu 1000 min–1, gepaart mit einer Teilgenauigkeit von ±5“ sowie einer Rundlaufgenauigkeit von < 0,003 mm, erweitern das Anwendungsspektrum beträchtlich.

Bisher musste zuerst das rotationssymmetrische Drehteil auf der Rotierspindel hergestellt werden. Anschließend wurde das Werkstück auf einem Rundteiltisch erneut aufgespannt und ausgerichtet, um es dann mit den erforderlichen Flächen und Konturen in unterschiedlichen Winkeln zu versehen. Dieses Umspannen und erneute Ausrichten des Werkstückes und die Notwendigkeit, eine reine Rotierspindel und einen zusätzlichen Rundteiltisch einsetzen zu müssen, gehören durch den Einsatz der Rotier- und Indexierspindel H 80 R MNC der Vergangenheit an, so das Unternehmen.


Spindel sind standardmäßig mit pneumatischem oder manuellem Spannfutter ausgerüstet

Doch was wäre die höchste Präzision der Spindel ohne geeignetes Spannmittel. Jede Spindel ist bereits standardmäßig mit einem pneumatischen oder manuellen Spannfutter ausgerüstet. Diese standardisierte Schnittstelle kann außer dem üblichen Spannzangenfutter auch das speziell entwickelte Justier- und Spannelement H 5 83 46 R aufnehmen. Mit diesem Justier- und Spannelement können Werkstücke bis 20 mm Durchmesser gespannt sowie Rundlauf und Taumel in kurzer Zeit auf Werte ? 0,001 mm eingestellt werden.

Wird dies hauptzeitparallel außerhalb der Maschine auf einer Voreinstellspindel durchgeführt, kann nochmals ein beträchtliches Einsparpotenzial erschlossen werden. Die Drahterodiermaschine steht dann zu 100% für ihre eigentliche Aufgabe, nämlich das Drahterodieren, zur Verfügung und wird nicht durch das wichtige Justieren und Ausrichten blockiert.

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanendefertigung/spannmittelundsysteme/articles/92995/

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