Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nullpunkspannsystem senkt Maschinenstillstandszeit

13.09.2007
Rüstzeitminimierung, Steigerung der Produktivität, hauptzeitparalleles Rüsten – alle reden davon; dabei hört man überwiegend Aussagen wie: „Wir können alles im Schraubstock spannen, wir fertigen keine Serienteile, das geht bei unseren Teilen nicht, das ist viel zu teuer“, sagt Rolf Glück, Vertriebsprofi der Hirschmann GmbH in Flourn-Winzeln.

Betrachte man jedoch genauer, wie die Maschinen genutzt werden, finde man genügend Gründe, nicht nur darüber zu reden, sondern es zu tun.

„Es fällt leicht“, so Glück, „in neue Werkzeuge zu investieren, die höhere Schnittdaten versprechen, weil die Investitionskosten gering sind. Der Vorteil ist, dass die Maschine schneller produziert.

Die Rendite jedoch ist eher gering. Die Investition in ein Nullpunktspannsystem verursacht naturgemäß höhere Kosten. Der Vorteil ist eine deutlich höhere Maschinenlaufzeit durch eine Reduktion der Stillstandszeit. Die so erzielte Rendite ist jedoch sehr hoch.“

Nullpunktspannsystem 9000 speziell für die spanende Bearbeitung

Speziell für den Bereich der spanenden Bearbeitung wurde das modular aufgebaute, flexible Nullpunktspannsystem 9000 entwickelt.

„Ob Palette, Vorrichtung, Schraubstock oder Werkstück, mit diesem System ist ein sekundenschneller Wechsel mit definiertem Nullpunkt und mit einer Wiederholgenauigkeit von ? 0,005 mm möglich“, betont Glück und erläutert:

„Dazu werden in die zu spannenden Paletten, Vorrichtungen oder Werkstücke die Zentrier-, Ausgleichs- und Spannzapfen eingeschraubt und in einem oder mehreren Spannern gespannt. Die umlaufende Dichtung und die Sperrluft verhindern Verschmutzung durch Späne, Schmutz, Dielektrikum und Kühlmittel.

Dabei ist jede erdenkliche Konfiguration möglich. Von der klassischen Spannplatte bis hin zur Ausstattung von großen Maschinen sind der Fantasie praktisch keine Grenzen gesetzt. Das System eignet sich selbstverständlich auch für die exakte Positionierung und Spannung von Schweiß- und Montagevorrichtungen.“

Die Mehrfachspannplatten können variabel genutzt werden. Jeder einzelne Spanner kann wahlweise mit einer 4-fach- oder 8-fach-Indexierung für die Verwendung als Einzelspanner ausgestattet werden. In die Einzelpalette oder das Werkstück werden in diesem Fall für die radiale Positionierung neben dem Zentrierzapfen zwei zusätzliche Zylinderstifte eingebracht.

Bei zwei oder mehreren Spannern erfolgt die radiale Positionierung mittels Ausgleichszapfen im zweiten Spanner. Bei Verwendung weiterer Spanner werden zusätzliche Spannzapfen ohne Zentrierung eingesetzt. Gespannt wird mit Federkraft. Die Spannkraft beträgt 12 500 N bei pneumatischer (6 bar) und 30 000 N bei hydraulischer (20 bis 50 bar) Entspannung. Die Spannzapfen können von unten oder von oben verschraubt werden. In vielen Fällen können die Spannzapfenbohrungen bereits bei der Konstruktion vorgesehen werden.

Bernhard Kuttkat | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanendefertigung/spannmittelundsysteme/articles/92888/

Weitere Berichte zu: Nullpunktspannsystem Positionierung Spannzapfen Werkstück

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Maschinenbau:

nachricht Mehr Sicherheit beim Fliegen dank neuer Ultraschall-Prüfsysteme
20.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS

nachricht VL- und VSC-Drehmaschinen von EMAG: Die Bremsscheiben-Produktion auf ein neues Level heben
16.11.2017 | EMAG GmbH & Co. KG

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Maschinenbau >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

IfBB bei 12th European Bioplastics Conference mit dabei: neue Marktzahlen, neue Forschungsthemen

22.11.2017 | Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bakterien als Schrittmacher des Darms

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Ozeanversauerung schädigt Miesmuscheln im Frühstadium

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die gefrorenen Küsten der Arktis: Ein Lebensraum schmilzt davon

22.11.2017 | Geowissenschaften