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Zweispindler für wirtschaftliche Drei-Achs-Bearbeitung

06.09.2007
Die Entwickler bei SW stellen das neue zweispindlige horizontale Bearbeitungszentrum BA 321 vor, das Komponenten aus den Bereichen Rundtaktmaschinen und Bearbeitungszentren vereint. Eine Besonderheit ist die Ausführung des Werkstückträgers als horizontaler Balken, der um seine Längsachse schwenkt. An seinen vier Seiten nimmt er die Werkstück-Spannvorrichtungen auf.

Spezielle Schotttüren trennen eine Aufspannseite des Werkstückträgers vom Arbeitsraum der Maschine. So kann das Bearbeitungszentrum Bauteile an drei Seiten bearbeiten, während der Bediener auf der vierten Seite außerhalb des Arbeitsraums hauptzeitparallel be- und entlädt oder für eine Bearbeitung an sechs Seiten die Werkstücke in die zweite Spannlage umspannt.

Bis zu vier Spannvorrichtungen an jeder Seite

Auf dem 850 mm langen Werkstückträger finden an jeder der vier Seiten jeweils bis zu vier Spannvorrichtungen Platz. Der Antrieb der Werkstückträger-Schwenkachse mit einem hochdynamischen Torquemotor, der Drehgeschwindigkeiten bis 50 min-1 erreicht, minimiert die Nebenzeiten.

Als Option können beliebige Winkelstellungen des Werkstückträgers als vierte Achse programmiert werden. So kann der Anwender unter beliebigen Winkeln bearbeiten, bei einem Verzicht auf das hauptzeitparallele Be- und Entladen.

Bearbeitungszentrum mit 32 kW Antriebsleistung und bis zu 72 Nm Drehmoment

32 kW Antriebsleistung und bis zu 72 Nm Drehmoment der Synchron-Motorspindeln sollen das hochproduktive Zerspanen von Stahl- und Gussteilen ermöglichen. Zum Einsatz kommen zwei Arbeitsspindeln mit Werkzeugaufnahme HSK-A63, deren Leistung (40% ED) mit 4200 min-1 je 32 kW angegeben wird. Der Spindelabstand liegt bei 300 mm, die Spindeln arbeiten im Drehzahlbereich bis 10 000 min-1, optional werden Arbeitsspindeln mit bis zu 17 500 min-1 angeboten.

Für hohe Genauigkeiten sind die stabilen Kugelgewindetriebe und Kugelumlaufführungen in Verbindung mit direkten Wegmesssystemen vorgesehen. Hohe Zerspanraten und kurze Nebenzeiten ergeben sich aus den Vorschub- und Eilganggeschwindigkeiten bis 60 m/min in der X- und bis 70 m/min in der Y- und Z-Achse sowie Beschleunigungen bis 8 m/s2 in der Y- und bis 10 m/s2 in der X- und Z-Achse. Im Magazin, das wegen der Anordnung oberhalb der beiden Hauptspindeln gut gegen Späne geschützt ist, finden 2 × 20 oder als Option 2 × 32 Werkzeuge Platz.

Frank Fladerer | MM MaschinenMarkt
Weitere Informationen:
http://www.maschinenmarkt.vogel.de/themenkanaele/produktion/spanendefertigung/maschinen/articles/92179/

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